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FWF fördert von der TU Wien koordiniertes Mathematisches Forschungsnetzwerk

Der Fond zur wissenschaftlichen Forschung FWF wird ab 2006 das nationale Forschungsnetzwerk ?Analytic Combinatorics and Probabilistic Number Theory? mit über 700.000,- Euro jährlich fördern. Koordiniert wird das Netzwerk von Michael Drmota vom Institut für Diskrete Mathematik und Geometrie an der TU Wien.

Ein wesentlicher Aspekt des Netzwerkes ist es, junge WissenschafterInnen im Rahmen von FWF-finanzierten Doktoranden- und Post-Doc-Stellen zu fördern. Sie sollen mit den verschiedenen Forschungsgruppen in Österreich zusammenarbeiten und durch Forschungsaufenthalte internationale Erfahrung sammeln.

 

Im Rahmen des Netzwerkes - es beseht aus insgesamt 10 Forschungsgruppen an der TU Wien, der Universität Wien, der TU Graz, der Montanuniversität Leoben und der Universität Linz - werden darüber hinaus regelmäßig wissenschaftliche Tagungen, Workshops und Summer Schools organisiert. Michael Drmotas Stellvertreter in koordinierender Funktion ist Peter Grabner von der TU Graz.

 

Kombinatorik und Zahlentheorie sind klassische Gebiete der Mathematik, die nie an Aktualität verloren haben. In jüngerer Zeit hat etwa die Entwicklung der Computerwissenschaften für diese Gebiete neue Anwendungsfelder erschlossen, so z. B. die Kryptographie. Es wurden aber auch neue theoretische Fragen aufgeworfen wie z.B. die Komplexität von Algorithmen. Dabei wird der klassische methodische Rahmen mehr und mehr gesprengt. So spielen etwa wahrscheinlichkeitstheoretische Ansätze, analytische Verfahren und dynamische Systeme eine immer wichtiger werdende Rolle, um kombinatorische und zahlentheoretische Objekte zu quantifizieren.

 

In diesem Spannungsfeld zwischen diskreter und kontinuierlicher Mathematik und zwischen Theorie und Anwendungen haben sich in Österreich mehrere international angesehene Forschungsgruppen gebildet. Mit dem neuen Netzwerk "Analytic Combinatorics and Probabilistic Number Theory" werden diese Kräfte gebündelt.