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Forschungsschwerpunkte der TU Wien: Zeit für ein Resümee

Wie kann man Forschungsleistung effektiv sichtbar machen? Die Forschungsschwerpunkte zeigen die Entwicklung der letzten Jahre auf und bestätigen, dass dieses Profilbildungsinstrument wirkt.

Hauptgebäude der TU Wien

Hauptgebäude der TU Wien

Entwicklung des Projektvolumens in den Forschungsschwerpunkten

Entwicklung des Projektvolumens in den Forschungsschwerpunkten

Entwicklung der Anzahl von Projekten in den Forschungsschwerpunkten

Entwicklung der Anzahl von Projekten in den Forschungsschwerpunkten

Entwicklung der Publikationen in den Forschungsschwerpunkten

Entwicklung der Publikationen in den Forschungsschwerpunkten

Der Wunsch und die Notwendigkeit das existierende Forschungsprofil weiter zu schärfen war 2010 für die TU Wien der Anlass, Forschungsschwerpunkte (FSP) zu definieren. Die in der Forschungsmatrix angeführten Schwerpunkte und die dazugehörigen Forschungsfelder spiegeln Themen wider, in denen sich die Forschungskompetenz der TU Wien bündelt. Gemeinsam ist ihnen, dass sie fakultätsübergreifend organisiert und interdisziplinär sind. Diese Schwerpunktsetzung erleichtert aber nicht nur die Kommunikation der Forschungsleistung nach außen, sie ermöglicht auch, die Entwicklung der Forschung anhand dieser Struktur mitzuverfolgen und auszuwerten. Wurden Schwerpunkte richtig gewählt? Sind Forschungsfelder klar genug umrissen? Kann sich der Großteil der Forschungsprojekte entsprechenden zuordnen? Immerhin spielen sich etwa 80 % der Forschungsprojekte an der TU Wien in diesen Forschungsschwerpunkten bzw. Forschungsfeldern ab.

Schwerpunkte setzen, Querschnittsthemen verbinden

Forschung findet aber nicht ausschließlich in den Forschungsschwerpunkten statt, an der TU Wien gibt es zusätzliche Aspekte, die für ein Gesamtbild der geleisteten Forschung an der TU Wien wichtig sind: In vier Additional Fields of Research werden Forschungsleistungen der Entwicklung der Künste und (wirtschafts-)mathematische Grundlagenforschung abgebildet, in jeweils spezialisierten Themenbereichen. Weiters bündelt die TU Wien Kompetenz aus der Forschungsmatrix in aktuellen Querschnittsthemen aus der Gesellschaft. Beispielsweise fasst „TU Bio“ Forschung zusammen, die sich mit biologischen Fragestellungen beschäftigt; „Smart Communities“ reicht in unser aller – zukünftigen – Alltag hinein; „Industrie 4.0“ denkt Produktionsabläufe von der Logistik bis zum Fertigungsroboter neu.

Steuerungsinstrument für Profilschärfung

Die großteils interdisziplinären Forschungsschwerpunkte repräsentieren auch ein zentrales Steuerungsinstrument für die TU Wien. So orientieren sich Maßnahmen wie Berufungspolitik und Karrieremöglichkeiten für den wissenschaftlichen Nachwuchs daran. Finanzierungsunterstützung für Geräteinfrastruktur, für wissenschaftliches Personal oder für die Teilnahme an hochwertigen nationalen und europäischen Förderprogrammen sind ebenfalls strategische Fördermaßnahmen. Um die Forschungsschwerpunkte und mit ihnen die Forschungsfelder aktuell zu halten, werden sie einer laufenden Analyse unterzogen. In regelmäßigen Abständen findet eine umfangreiche Forschungsdatenauswertung statt, die diese Profilschärfung weiter vorantreibt.

Generelle Entwicklung der Forschungsschwerpunkte

In der Forschungsdatenauswertung werden Projekt- und Publikationsdatenbank innerhalb der Auswertungsperiode analysiert. Betrachtet man die Entwicklung seit Einführung der Forschungsschwerpunkte, so zeigen sich in allen Forschungsschwerpunkten interessante Entwicklungen: In sämtlichen Schwerpunkten kam es tendenziell zu einer Erhöhung des Drittmittelvolumens,  im Forschungsschwerpunkt „Energy and Environment“ fiel diese am deutlichsten aus. Wirft man einen Blick auf die Projektanzahl, zeigt sich eine bemerkenswerte Besonderheit: Die Anzahl der Projekte hat in den meisten FSP abgenommen. Stellt man dem das höhere Drittmittelvolumen gegenüber, sind zwar weniger, aber deutlich höher dotierte Projekte eingeworben worden.
Auch bei den Publikationen zeigt sich sowohl bei den SCI- als auch den nicht-SCI-Publikationen eine Erhöhung über alle Forschungsschwerpunkte hinweg, inklusive der Additional Fields of Research. Das Publikationsjahr 2016 war diesbezüglich besonders erfolgreich.

Der generell positive Entwicklungstrend in den Forschungsschwerpunkten bestätigt die aktive Forschungsleistung in den jeweiligen Forschungsfeldern und zeichnet die erfolgreiche Entwicklung in der Forschung anhand der Forschungsmatrix nach.

Mit dieser Webnews startet eine Webnews-Serie, die über die nächsten Monate Einblicke in die Entwicklung der einzelnen Forschungsschwerpunkte/Additional Fields of Research und die darin definierten Forschungsfelder gibt.