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ExpertInnen loten das Potential von Polymeren an der TU Wien aus

Anlässlich der 6. Österreichischen Polymertage und des 21. H.F. Mark-meetings Mitte September an der TU Wien loten WissenschafterInnen aus der ganzen Welt die schier unbegrenzten Möglichkeiten von Kunststoffen aus.

Wien (TU). Glaubt man jenen ExpertenInnen, die sich vom 15. bis 17. September an der Technischen Universität (TU) Wien zusammenfinden, dann hat Kunststoff sein schlechtes Image zu Unrecht. Ein modernes Leben ohne Polymere (so pflegen die WissenschafterInnen zu sagen) ist kaum vorstellbar ob als Werkstoff im Flugzeugbau, als Material für Zahn-, Herz- oder Knochenersatz in der Medizin, als organische Leuchtdioden für Flachbildschirme, Datenträger in der Informationstechnologie, Textilfasern, oder einfach als Lackbindemittel, Klebstoffe, Drahtisolierungen und praktische Tragetaschen. Kunststoff ist omnipräsent.

Ein internationales Treffen von PolymerchemikerInnen aus aller Welt - veranstaltet gemeinsam vom Institut für Angewandte Synthesechemie der Technischen Universität (TU) Wien (Bereich Makromolekulare Chemie) und dem Österreichischen Foschungsinstitut für Chemie und Technik - geht den neuesten Entwicklungen der Polymerfoschung auf den Grund.

Etwa 250 TeilnehmerInnen aus Wissenschaft und Industrie werden sich den modernen Aspekten der Polymerchemie widmen. Unter ihnen ist auch Prof. Klaus Müllen, Direktor des Max-Planck Institutes in Mainz und einer der bekanntesten Forscher in einer besonders aktuellen Problematik nämlich der Umwandlung von Lichtenergie in elektrische Energie mit Hilfe von Polymeren. Hier hat sich "Molekularer Graphit" als hocheffizient erwiesen und könnte einen wesentlichen Fortschritt in der Entwicklung von Solarzellen zur alternativen Stromerzeugung bewirken. Entscheidend dafür ist die Steuerung der dreidimensionalen Anordnung der Moleküle, ein Beispiel für die in vielen Bereichen der Polymerchemie derzeit intensiv untersuchte Selbstanordnung ("self assembly") von Makromolekülen zu übergeordenten funktionalen Systemen.

Die internationalen WissenschafterInnen kommen nicht zufällig nach Wien. Die KollegInnen an der TU sind mit den Forschungen im Bereich der Polymersynthese, der Dental- und Biomedizintechnologie sowie der nachwachsenden Rohstoffe international angesehen. So freut sich Co-Organisator Wolfgang Binder über den guten Besuch "Seit den 1. Österreichischen Polymertagen im Jahre 1995 hat sich die Tagung von einem ´Familientreffen´ der heimischen Polymerforscher zu einem bedeutenden Treffen der europäischen Polymer-Community entwickelt. Die TeilnehmerInnenliste zeigt den gelungenen Brückenschlag zwischen Ost und West sowie Universität und Industrie."

Event: 6. Österreichische Polymertage / 21. H. F. Mark Meeting
Datum: 15. - 17. September 2003
Ort: TU Wien (4., Karlsplatz 13)
URL:

www2.ias.tuwien.ac.at/polymerdays/, öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster