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Ein- und Aufstieg an der Academia Europaea

Prof. Schahram Dustdar wurde zum Vorsitzenden der Informatics Section gewählt, Prof. Manfred Manfred Deistler wurde in die Academia Europaea aufgenommen.

Manfred Deistler, Schahram Dustdar

Manfred Deistler, Schahram Dustdar

Manfred Deistler, Schahram Dustdar

Manfred Deistler, Schahram Dustdar

Schahram Dustdar ist seit 2005 Professor an der Fakultät für Informatik der TU Wien und leitet den Arbeitsbereich Distributed Systems (DSG) am Institut für Informationssysteme der Fakultät für Informatik. Für seine Forschungsleistungen erhielt er bisher zahlreiche Ehrungen und Auszeichnungen; u.a. wurde er mit dem IBM Faculty Award 2012 ausgezeichnet. Dustdar ist darüber hinaus ACM Distinguished Scientist (2009) sowie IEEE Fellow (2016). Bereits 2013 wurde der Computerwissenschaftler in die renommierte Gesellschaft der Academia Europaea aufgenommen, zu deren Chairman der Informatics Section er nun gewählt wurde. Als neuer Vorsitzender übernimmt Dustdar unter anderem die Aufgabe, für eine stärkere Sichtbarkeit der Informatik in der Öffentlichkeit einzutreten. Hinzu komme eine beratende Funktion für die Politik, erläutert Dustdar. Darüber hinaus plant er, eine Jahreskonferenz der AE-Informatics anzuhalten. Diese soll die Bindung zum bestehenden Netzwerk "Informatics Europe" stärken und als europäische Plattform den Austausch und die Diskussion von Wissenschaftler_innen und Kooperationspartner_innen.

Nachlese: Aufstieg in die erste Liga der Informatik 

Manfred Deistler, 1941 in St. Pölten geboren, schloss sein Elektrotechnik Studium an der TU Wien 1964 ab. In den folgenden Jahren war er u.a. an den Universitäten Regensburg (1968 bis 1971) und Bonn (von 1971 als wissenschaftlicher Assistent, von 1973 bis 1978 als Professor) tätig. 1978 wechselte er an die TU Wien und arbeitete bis zu seiner Emeritierung 2009 als Professor für Ökonometrie am Institut für Stochastik und Wirtschaftsmathematik, an dem er noch immer tätig ist. Aufgrund seiner herausragenden Leistungen wurde Prof. Deistler nun in die Academia Europaea aufgenommen. Er ist darüber hinaus Fellow der Econometric Society, des Institute of Electrical and Electronics Engineers (IEEE) und des Journal of Econometrics.

Nachlese: Prof. Manfred Deistler zum Mitglied der Academia Europaea ernannt

Die Academia Europaea
1988 in Cambridge gegründet, zählt die Europäische Akademie zu einer der führenden wissenschaftlichen Gesellschaften Europas. Sie besteht aus 20 Sektionen in den Sozial-, Geistes- und Naturwissenschaften sowie Technik. Hauptziele der Academia Europaea sind unter anderem Verdienste von Wissenschaft und Forschung der Öffentlichkeit zu kommunizieren und interdisziplinäre, internationale Forschungsprojekte zu evaluieren. Zudem stehen ihre rund 3000 Mitglieder teilweise nationalen Regierungen beratend zur Seite und geben ihre Erfahrungen an internationale Agenturen aus dem Wissenschafts- und Bildungssektor weiter.

Eine Mitgliedschaft in der Academia Europaea kann nur auf Einladung durch ein bestehendes Mitglied erfolgen und beinhaltet ein strenges Gutachtungsverfahren durch die Jury. Ob die Aufnahme in die jeweilige Sektion gerechtfertigt ist, entscheidet die genannte Jury auf Basis der eingereichten Empfehlung und der wissenschaftlichen Leistungen der Kanditat_innen.

 

Bild: Schahram Dustdar © TU Wien | Thomas Blazina