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Diversity Management an der TU Wien

Seit bald einem Jahr bündelt ein eigener Fachbereich an der TU Wien die strategische Auseinandersetzung mit Diversität und Inklusion. Vizerektorin Ute Koch und das Team des Diversity Managements geben Einblicke in Ziele, Arbeitsweise und zentrale Projekte.

Gruppenbild mit fünf Personen vor einem Vorhang, die freundlich in die Kamera blicken, neutral gekleidet, alle tragen Hosen. Links daneben eine Pflanze.

© TUW

Diversity-Management-Team mit Vizerektorin Ute Koch

von links: Barbara di Angelo, Lisa Marx (hinten), Pia-Marie Graves, Louisa Holub, Ute Koch

Inklusion ermöglichen und unterschiedliche Perspektiven, Erfahrungen und Kompetenzen wirksam zusammenbringen, ist Ziel des Fachbereichs für Diversität und Inklusion, der im März 2025 als direktes Ergebnis des universitätsweiten fuTUre fit-Strategieprozesses gegründet wurde. Diversität wurde darin als zentrales Querschnittsthema erkannt, das wesentlich zur Qualität, Innovationsfähigkeit und nachhaltigen Entwicklung der TU Wien beiträgt.

An der TU Wien wird Diversität als das Zusammenwirken von Menschen mit unterschiedlichen Perspektiven, Erfahrungen und Kompetenzen verstanden. Sie prägen Lehre, Forschung, Studium und die Zusammenarbeit. Diese Unterschiede wirken sich unmittelbar auf Strukturen, Prozesse und Entscheidungswege aus. Diversity Management setzt hier an, um inklusive Rahmenbedingungen zu fördern und Barrieren systematisch zu reduzieren.

Organisatorisch im Vizerektorat Personal angesiedelt, richtet sich das Diversity Management als ganzheitlicher Ansatz an alle TU Wien Angehörigen. Es versteht sich als strategische Kompetenz- und Servicestelle für die Fakultäten und unterschiedlichen Organisationseinheiten in den Vizerektoraten und arbeitet eng mit den jeweiligen Interessensvertretungen wie der Behindertenvertrauensperson oder der HTU zusammen. Der Fachbereich bündelt Expertise, koordiniert universitätsweite Entwicklungen und unterstützt Organisationseinheiten dabei, Diversitätsaspekte wie etwa Behinderung strukturiert und nachhaltig zu berücksichtigen.

Vizerektorin Ute Koch betont die Bedeutung dieses Ansatzes für die gesamte Universität: „Diversität ist für die Förderung von Chancengleichheit, Innovation und Kreativität von großer Bedeutung.“ Für die TU Wien sei sie nicht nur ein gesellschaftlicher Auftrag, sondern eine Voraussetzung akademischer Exzellenz: „Exzellenz und Innovation in Forschung und Lehre gedeihen dort besonders gut, wo Menschen mit unterschiedlichen Perspektiven, Erfahrungshintergründen und Disziplinen auf Augenhöhe zusammenarbeiten.“

Louisa Holub, die Leiterin des Fachbereichs, ergänzt: „Unser Ziel ist es, Diversitätsaspekte strategisch und nachhaltig in Strukturen, Entscheidungsprozesse und Arbeitsabläufe zu verankern. Dabei arbeiten wir eng mit den Fakultäten, anderen Fachabteilungen sowie den Interessensvertretungen zusammen.“

Projekte, Veranstaltungen und Sensibilisierung

Die operative Arbeit des Fachbereichs konzentriert sich auf zwei zentrale Schwerpunkte: projektbasierte Initiativen und Veranstaltungs- sowie Informationsformate zur Sensibilisierung. Projekte zielen darauf ab, nachhaltige Veränderungen in universitären Abläufen und Strukturen zu verankern, während Veranstaltungen Wissen vermitteln und einen reflektierten Austausch ermöglichen.

Aktuell liegt ein inhaltlicher Schwerpunkt auf Inklusion und Barrierefreiheit. Das dreijährige Projekt Inclusion TUnlimited wird von Lisa Marx geleitet und bearbeitet zentrale Fragestellungen in interdisziplinären Arbeitsgruppen. „In diesen Gruppen arbeiten Expert_innen aus unterschiedlichen Bereichen gemeinsam an konkreten Lösungen. Ergänzend organisieren wir Formate wie den Tag der Inklusion, die Austausch fördern und Bewusstsein schaffen“, erläutert sie.

Sensibilisierung ist ein zentrales Instrument der Arbeit. „Sie hilft, Unsicherheiten abzubauen und einen konstruktiven Umgang mit Diversitätsfragen zu fördern“, so Barbara di Angelo. Um möglichst viele Menschen zu erreichen, werden zahlreiche Formate hybrid umgesetzt und digitale Tools eingesetzt, die auch anonyme Beteiligung und offenen Dialog unterstützen. Ergänzend stehen E-Learning-Angebote zur Verfügung.

Trifft man das Team des Diversity Managements, wird schnell deutlich, mit welchem Engagement gearbeitet wird. „Wir sind ein unglaublich motiviertes Team, und in unserem Büro sprudelt es ständig vor Ideen. Diese Energie möchten wir nutzen, um möglichst viele TU Wien Angehörige einzubinden, Austausch zu ermöglichen und auf positive Weise für Diversitätsthemen zu sensibilisieren“, sagt Pia-Marie Graves.

Langfristige Ziele und Vision für die Universität

Langfristig verfolgt der Fachbereich das Ziel, „Diversität und Inklusion als selbstverständliche Bestandteile universitären Handelns zu etablieren“, so Louisa Holub. Dafür werden praxisnahe Standards, Guidelines und Prozesse entwickelt, die eine konsistente Umsetzung in zentralen Planungs- und Serviceabläufen unterstützen. Vizerektorin Ute Koch fasst die übergeordnete Perspektive zusammen: „Diversity und Inklusion sollen als integrale Bestandteile der Strategie verankert werden – mit dem Ziel, ein Umfeld zu gestalten, in dem alle Angehörigen der TU Wien ihr Potenzial entfalten können.“

Kontakt

Link zur Website des Diversity-Management-Fachbereichs
E-Mail: diversity@tuwien.ac.at