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Die Welt der Mikro- und Nanostrukturen

23.11., 17:00: ExpertInnen der TU Wien geben bei einem Info-Abend speziell für Firmen Einblicke in die Welt der Mikro- und Nanostrukturen.

Die Technische Universität Wien verfügt über eine breite Palette an Know-how im Bereich der Mikro- und Nanotechnolgie. Dadurch eröffnen sich ungeahnte Möglichkeiten bei der Entwicklung innovativer Produkte und Verfahren, wie etwa Prozesskontrolle und - steuerung, sowie bei der Miniaturisierung von Sensorsystemen. Was Nanofabrikation, atomare Strukturanalysen und ?Lab on a Chip? heutzutage können, erfahren Sie

am 23. November 2004, 17:00 ? 19:00 Uhr


Wirtschaftskammer Wien, Stubenring 8, 1010 Wien


von

Emmerich Bertagnolli, Institut für Festkörperelektronik

Peter Schattschneider, Institut für Festkörperphysik

Bernhard Jakoby, Institut für Sensor- und Aktuatorsysteme


Veranstalter: Außeninstitut - Technologietransfer der TU Wien , öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster



Die Teilnahme ist kostenlos, um Anmeldung , öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster wird ersucht.



Materialien wie Metalle, Halbleiter, Kunststoffe und keramische Werkstoffe verändern sich im Laufe der Zeit z. B. durch Korrosion, Abnützung, hohe Belastung. Manchmal können aber bereits geringste Veränderungen fatale Folgen haben. Das gilt speziell in der Mikroelektronik und der Messtechnik. Mit fokussierten Ionenstrahlen wie sie am Institut für Festkörperelektronik an der TU Wien verwendet werden, ist die Analyse und Bearbeitung der zu untersuchenden Materialien möglich. Darüber hinaus lassen sich damit Oberflächen ganz gezielt beeinflussen, indem spezielle Beschichtungen aufgebracht werden. Dadurch kann zum Beispiel die Wärmeleitfähigkeit von Oberflächen deutlich erhöht werden.



Teilweise reicht es aber nicht aus, die Materialeigenschaften zu kennen. Dann muss ein Blick hinter die Material?kulissen? geworfen werden, sprich eine Analyse der Strukturen erfolgen. An der TU Wien verfügt man mit der Transmissions Elektronen Mikroskopie (TEM) über eine Methode, mit der Strukturen im Mikro- und Nanobereich (z. B. Defekte in Kristallen, Korngrenzen, Diffusion und Ausscheidung an Grenzflächen) anaylisiert werden können. Im Unterschied zur herkömmlichen Elektronenmikroskopie kann mit der TEM auch das Innere einer Probe (z. B. Gleitlager, Glas, Katalysatoren) erfasst werden. Von der Transmissions Elektronen Mikroskopie profitieren die Elektronik, Materialtechnik über die Verfahrenstechnik bis hin zur Medizin, Biologie und Chemie.



Mit dem ?lab on a chip? ist es der TU Wien gelungen, neue Erkenntnisse in die Welt der Mikrosysteme und Sensoren zu bringen. In der Praxis bedeutet das die Integration komplexer labortechnischer Aufgaben (z.B. Teilchenformdetektoren) auf Bauelementen der Mikroelektronik. Mit kleinsten Analysesystemen, sogenannten ?lab on a chip?, eröffnen sich neue Perspektiven in der Kontrolle, Steuerung und Regelung.