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Die TU Vision 2025+ Workshopwoche – ein erfrischender Blick nach Vorne

Von 2. bis zum 6. März wurde der nächste Meilenstein im Visionsprozess TU Vision 2025+ gesetzt.

Neben anspruchsvollen Vorträgen und angeregten Diskussionen mit Philosoph Julian Nida-Rümelin (LMU München), Thomas Rizzo (Dekan für Basic Sciences an der EPF Lausanne) und Helga Nowotny (ERC, ERA Council Forum Austria) hatten alle TU-Angehörigen die Möglichkeit, sich in Fokusgruppen über zukunftsweisende Themen auszutauschen und Ideen zu sammeln. Die motivierten und konstruktiven Beiträge schufen eine Atmosphäre des offenen Diskurses, in der Mitglieder unterschiedlicher Fakultäten und Abteilungen ihre Gedanken austauschen konnten. Die Beteiligten nahmen das neue Diskursformat sehr positiv auf und sammelten viele wertvolle Ideen für die Zukunft der TU Wien. Die Gespräche waren von Offenheit und Kreativität geprägt und zeigten eine tiefgehende Beschäftigung mit den jeweiligen Themen.

Einige dieser Ideen möchten wir hier kurz portraitieren:
Der erste Tag stand unter dem Motto „Offenheit – Lage in Raum und Zeit“. Die TeilnehmerInnen sprachen sich unter anderem dafür aus, die Strahlkraft und Attraktivität der Stadt intensiver zu nutzen und zu gestalten, um dadurch auch international sichtbarer zu werden. Unter dem Motto „Science Meets Public“ wurden Anregungen gesammelt, die TU Wien weiter zu öffnen, unter anderem durch eine Open University Vienna, die Weiterführung der TU-Vision-Vortragsreihe oder auch eines „House of Science“. Um international stark positioniert zu sein wurde vor allem auf die Wichtigkeit des Anwerbens der besten internationalen Köpfe hingewiesen, z.B. durch ein Tenure Track Modell nach US-Vorbild und eine gezielte Berufungspolitik sowie durch die effektive und konstruktive Unterstützung eines wohl zusammengestellten internationalen „Advisory Boards“.

Am zweiten Fokusgruppen-Tag ging es unter dem Motto „Grenzüberschreitungen – Einheit in Diversität“ um die Vereinbarkeit von Lehre und Forschung, interdisziplinäre Zusammenarbeit, Karrieremöglichkeiten und Diversität. Wieder erschien das Thema „Tenure Track“ an zentraler Stelle ein, und weiters wurde der hohe Stellenwert der Lehre, auch in der PhD-Ausbildung, hervorgehoben. Diskutiert wurde unter anderem eine Flexibilisierung der Lehrtätigkeit und eine Reduktion der Studierendenzahlen bei Steigerung der AbsolventInnenzahlen, z.B. durch die Implementierung einer geeigneten STEOP, die in Folge Drop-Out-Raten reduziert. Um Interdisziplinarität zu fördern und zu festigen, wünschten sich die TeilnehmerInnen Anreizsysteme für fachübergreifenden Austausch, inklusive der Schaffung dafür geeigneter Räume bzw. Formate. Beim Thema Diversität wurden unter anderem sprachliche und bürokratische Hürden genannt, die es zu beseitigen gilt.

Der letzte Tag stand im Zeichen des Anspruchs – „Exzellenz für die Gestaltung der Zukunft“. Diskutiert wurde unter anderem die internationale Sichtbarkeit, Qualitätsanspruch, und der Umgang mit internationalen Rankings. Wiederum wurde ein effektives Tenure Track Modell eingehend diskutiert. Auch die Zukunft der Lehre über die reine Wissensvermittlung hinaus war an diesem Tag ein ganz zentrales Thema, unter anderem die Bedeutung von Wertschätzung und kritischem Diskurs, Begegnungsräumen, neuen Lehrformen und effektiver (Selbst-)Selektion.

Die gesamte Zusammenfassung aller Fokusgruppen-Diskussionen finden Sie auf:
Deutsch: http://vision2025.tuwien.ac.at/fokusgruppen
Englisch: http://vision2025.tuwien.ac.at/focusgroups
 
Wie geht es nun weiter?
In den nächsten Monaten werden die Ergebnisse der Workshopwoche weiter analysiert. Im Sommer wird eine überarbeitete Version der Thesen entstehen, welche im Herbst präsentiert wird.