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Die Chemie internationaler Bindungen

Die „Pannonische Katalysetagung“ wird heuer von der TU Wien organisiert – und bringt traditionsgemäß die mitteleuropäischen Staaten einander näher.

Chemie verbindet Länder

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Chemische Reaktionen an Grenzflächen sind in der Katalyse von besonderer Bedeutung. Wie man auf politische Grenzen richtig reagiert, zeigt die „Pannonische Katalysetagung“ vor – eine Konferenz, die seit den Achtzigerjahren Grenzen überwindet. Prof. Günther Rupprechter, Vorstand des Instituts für Materialchemie, organisiert diese Tagung heuer vom 3. bis 7. September in Obergurgl, gemeinsam mit KollegInnen aus dem Institut, der Universität Innsbruck und der Gesellschaft Österreichischer Chemiker.

Handschlag über den eisernen Vorhang
„Begründet wurde diese Konferenz zur Zeit des eisernen Vorhangs, als unsere osteuropäischen Kollegen noch nicht so problemlos in den Westen reisen durften“, erzählt Günther Rupprechter. Um trotzdem den Austausch zwischen Katalyse-Forschungsgruppen aus Ost und West zu fördern, reisten österreichische Forschungsteams daher nach Ungarn. Nach der Ostöffnung konnten diese Treffen auch im Westen stattfinden: 1991 wurde die Konferenz daher erstmals unter dem Namen „Pannonische Katalyse-Tagung“ in Österreich abgehalten.

Rasch kamen andere Staaten dazu: Zusätzlich zu Ungarn und Österreich sind heute auch Tschechien, die Slowakei und Polen dabei. „Diese fünf Staaten bilden den Kern der Konferenz-Serie, aber natürlich laden wir auch Expertinnen und Experten aus vielen anderen Staaten ein“, sagt Günther Rupprechter. Insgesamt werden etwa 100 Personen bei der Konferenz erwartet.

Chance für Forschungs-Nachwuchs
Viele junge Leute werden bei der Tagung mit dabei sein: Das Organisationskomitee bemüht sich ganz bewusst, auch jungen Vortragenden durch Vortragseinladungen die Chance zu geben, sich vor internationalem Publikum zu präsentieren. Die TU Wien sponsert u.a. einen Preis für das beste StudentInnen-Poster.
    
Wissenschaftlich ist das Gebiet der Katalyse ein sehr vielfältiges Gebiet: „Wichtig sind unter anderem natürlich Umweltthemen“, erklärt Rupprechter. „Wir beschäftigen uns etwa mit Katalysatoren für die Abgasreinigung, wie man sie aus Autos kennt, und auch für die Erdölverarbeitung und alternative Treibstoffe hat unsere Forschung große Bedeutung.“


Weblink:http://pannonian11.tuwien.ac.at/