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Der ideale Arbeitsplatz

Am 24. September fand unter dem Titel "Arbeitslatz Universität 2020" ein Symposium an der TU Wien statt, das sich einen Tag lang mit der visionären Frage beschäftigte, wie denn der ideale Arbeitsplatz an einer Universität gestaltet sein sollte.

Am 24. September fand unter dem Titel "Arbeitslatz Universität 2020" ein Symposium an der TU Wien statt, das sich einen Tag lang mit der visionären Frage beschäftigte, wie denn der ideale Arbeitsplatz an einer Universität gestaltet sein sollte.

Mitdiskutiert und –gearbeitet haben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der TU, VertreterInnen des Wissenschafts- und Wirtschaftsministeriums sowie Vizerektorinnen und Vizerektoren anderer österreichischer Universitäten. Auch wenn die Arbeitssituation an Österreichs Universitäten schwierig ist, so gibt es doch auch viele positive Situationen und Aspekte, warum viele gerade hier arbeiten möchten. Hervorgehoben wurden insbesondere die Freiheit der Lehre und Forschung sowie die Möglichkeit, Arbeitszeiten weitgehend frei einzuteilen. Dieses vergleichsweise hohe Maß an persönlicher Gestaltungsfreiheit, das an Universitäten im Gegensatz zu Wirtschaft und Industrie gelebt werden kann, wurde als wesentlicher Faktor identifiziert, der eine Tätigkeit an Universitäten immer noch sehr attraktiv macht. Demgegenüber wurde als negativ festgestellt, dass es nur mehr für sehr wenige Karrierechancen gibt bzw. überhaupt die Möglichkeit, langfristig zu planen. Dies führt bei sehr vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu einem Gefühl der Unsicherheit und "Unplanbarkeit".
Frau Professorin Kim vom Rat für Forschung und Entwicklung stellte in ihrem Vortrag dar "Was Frauen wollen" und wies darauf hin, welche Rahmenbedingungen notwendig sind, um Frauen gerade an technische Universitäten zu holen. Am Nachmittag stellte der Philosoph und Universitätsprofessor Robert Pfaller seine Utopie für Universitäten des Jahres 2020 dar. Pfaller lud uns zu einem Ausflug in die Zukunft der Universitäten ein, in der sich "erwachsene Menschen selbstverantwortlich und respektvoll begegnen" und nicht ein Klausur- und Prüfungssystem im Vordergrund steht. Im Mittelpunkt steht die Ambition, Wissenschaft und Forschung voranzutreiben, und junge Menschen dafür zu motivieren.

Inspiriert durch diese Inputs wurde am Ende der Veranstaltung in einzelnen Gruppen jeweils unterschiedliche Vorstellungen entwickelt, wie der ideale Arbeitsplatz an Universitäten aussehen sollte. Demokratische Möglichkeiten der Mitbestimmung, kollegiale Zusammenarbeit auf allen hierarchischen Ebenen, Zugangsbeschränken, transparente Kommunikation wurden teils kontroversiell im Plenum diskutiert.

Am Ende des Symposiums stand die Erkenntnis, dass viel zu tun ist, viel getan werden kann und jedenfalls die TU interne Diskussion in dieser Form weitergehen soll - und wird.

 

TU Freihaus Nummer 24,

Link: http://www.tuwien.ac.at/dle/pr/publishing_web_print/tufreihaus/tufreihaus24/campus/