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.dcall 2021: Digitales Prüfen – jetzt erst recht aber gerecht

Das Thema "digitales Prüfen" wird an den Hochschulen seit Anfang der Pandemie intensiv diskutiert. Doch in welchen Formen und unter welchen rechtlichen und technischen Rahmenbedingungen können Leistungen an der TU Wien abgefragt und bewertet werden? Zwei unserer .dcall Projekte haben sich mit diesem Thema auseinandergesetzt.

digitales Prüfen

Das digitale Prüfen an Hochschulen hat sich in den letzten Jahren als eine der größten und spannendsten Herausforderungen herausgestellt. Deshalb wurden auch im Rahmen des .dcall-Programms zwei Projekte zu diesem Thema mit unterschiedlichen Zielsetzungen zur Umsetzung ausgewählt. Aufgrund der laufenden Abstimmungen zwischen den beiden Projektteams, konnten für überlappende Themen neue Wege definiert und der Fokus auf die rechtlichen, technischen und methodischen Möglichkeiten und Chancen des digitalen Prüfens gelegt werden:

„Digitales Prüfen  –  ein Rahmenwerk für die TUW"

In dem Projekt „Digitales Prüfen – ein Rahmenwerk für die TUW“ wurde ein gesamter Prozess rund um eine Prüfung abgebildet. Dieser Prozess beinhaltet die gesamte Bandbreite einer Prüfung, also von möglichen Vorbereitungsaufgaben zum Üben, über die Ankündigung, die Abhaltung, die Verbesserung und das Feedback bis hin zur statistischen Auswertung. Dabei wurde die Hörsaalinfrastruktur an der TU Wien für Prüfungen vor Ort evaluiert und Umfragen zur Zufriedenheit und zum Optimierungspotenzial ausgewertet. Weiters wurde auch das Supportangebot evaluiert und eine Optimierungsstrategie aufgesetzt. Die Erhebung aller bestehender Strategien für ein elektronisches Feedback wurden erfasst und aufbereitet. Als Ergebnis stehen eine Dokumentation und Präsentation zu den Recherchen und Maßnahmen zur Verfügung.

„e-xam“ – Online-Prüfungsraum als Notwendigkeit an der TUW

Im Gegensatz zum Projekt „Digitales Prüfen“ wurden in dem Projekt „e-xam“ die technischen Möglichkeiten für digitale Prüfungsszenarien identifiziert. Dabei wurden Best Practices zu „Online - vor Ort – Prüfungen“ an 70 Universitäten gesammelt. Das Team hat sich auf das Thema und den Inhalt der geprüften Lehrveranstaltungen, die Größe und den Typ der Prüfung, eingesetzte Prüfungsszenarien, verwendete Software und Formen der Aufsicht, eventuelle Unterstützung von „Bring-your-own-device“, sowie allgemeine Erfahrungen konzentriert. Die prüfungsbestimmenden Parameter wurden mittels morphologischer Analyse identifiziert. Ebenso wurden die Wechselwirkungen der Parameter analysiert und visualisiert. Als Ergebnis wurden online-Prüfungsräume unter gewissen Umständen auch für „Bring your own device“  für die TU Wien konzipiert. Das Konzept liegt nun als Empfehlung zur Umsetzung mit einer entsprechenden technischen Architektur und einem Kostenplan vor.