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Das hat doch eine Frau erfunden!

Theaterstück macht Pionierinnen der Technikgeschichte sichtbar.

Schauspielerin mit Sonnenbrille auf der Bühne vor Publikum. Im Hintergrund auf Leinwand "Pressekonferenz"

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Papiersackerl mit Portraits von Frauen drauf auf Stehtischen

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Mehrere Tische, auf denen Papier liegt. Im Hintergrund Posterwände und sitzende Personen.

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Gefüllerter Saal, im Vordergrund ein Plakat zum Theaterstück "Das hat doch eine Frau erfunden"

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Wie erzählt man Technikgeschichte aus einer anderen Perspektive? Das Wiener portraittheater, die TU Wien und das Theater Drachengasse zeigen, wie es geht. Gemeinsam haben sie das Theaterstück „Das hat doch eine Frau erfunden!“ koproduziert. Am 28. September 2026 wurde das Stück in der TVFA-Halle der TU Wien uraufgeführt, aufgrund der starken Nachfrage folgte direkt eine zweite Aufführung am 29. September. Im Mittelpunkt stehen wenig bekannte Erfinderinnen und ihre persönlichen Geschichten – und damit auch die Frage, warum ihre Leistungen in der Technikgeschichte oft wenig sichtbar sind. Dabei verbindet das Stück persönliche Geschichten mit technischen Entwicklungen und gesellschaftlichen Fragen.

In der Regie von Margit Mezgolich bringt Schauspielerin Anita Zieher die Geschichten von Ada Lovelace, Mária Telkes, Josephine Cochrane, Slawa Duldig und vielen weiteren Pionierinnen humorvoll und lebendig auf die Bühne. „Innovationsgeschichte ist ohne Frauen nicht denkbar“, sagt Anita Zieher, Gründerin und Leiterin von portraittheater. Mit dem Stück wolle man „die menschlichen Geschichten hinter Erfindungen“ erzählen und Lust darauf machen, sich mit technischen Entwicklungen zu beschäftigen.

Theater als Zugang zu Genderfragen

Die Kooperation knüpft an eine langjährige Zusammenarbeit zwischen Anita Zieher und dem Gender Equality Office der TU Wien an. Bereits in den Anfangsjahren der Abteilung konzipierte Zieher Workshops für Frauen an der TU Wien, in denen mithilfe von Theatermethoden berufliche Situationen erprobt werden konnten. 2014 wurde im Rahmen der 8th European Conference on Gender Equality in Higher Education das Stück „Curie_Meitner_Lamarr“ gezeigt. Während der Pandemie folgten Online-Kabaretts zum Internationalen Frauentag.

Warum das Gender Equality Office auf Theater setzt, erklärt Dinah Gaffal von der TU Wien: „Wir haben die Erfahrung gemacht, dass Themen besser verstanden werden, wenn sie in Form von Theaterszenen oder anderen künstlerischen Elementen greifbar werden. Künstlerische Formate können dazu beitragen, inhaltliche Botschaften zu transportieren und Diskurse und Nachdenken anzuregen.“

Gerade bei Gender- und Diversitätsthemen kann Theater neue Zugänge eröffnen. Kulturelle Veranstaltungen sind niederschwellig und erfordern kein Vorwissen. Damit können sie auch Menschen erreichen, die sich von einer Podiumsdiskussion oder einer klassischen Informationsveranstaltung weniger angesprochen fühlen.

Perspektivenwechsel auf die Technikgeschichte

Theater ermöglicht es dem Publikum, Situationen aus einer beobachtenden Perspektive mitzuerleben. So werden auch Erfahrungen von Benachteiligung, Diskriminierung und Stereotypisierung greifbar. „Auch bei uns, an der Universität, in einem wissenschaftlichen Umfeld, das sich selbst oft als ‚neutral‘ begreift, gibt es solche Erfahrungen“, betont Gaffal. Szenen aus den Lebensgeschichten von Wissenschaftlerinnen könnten nachvollziehbar machen, was diese Erlebnisse mit Menschen machen sowie Mitgefühl auslösen und ein Bewusstsein für Diskriminierung und Machtmissbrauch schaffen.

Mit „Das hat doch eine Frau erfunden!“ möchten die Kooperationspartner_innen vor allem Frauen als Erfinderinnen sichtbar machen und den Blick auf die Geschichte technischer Innovationen erweitern. Denn Frauen haben bahnbrechende Erfindungen gemacht, ohne dafür immer dieselbe Anerkennung und Sichtbarkeit wie ihre männlichen Kollegen zu erhalten.

Das Stück verbindet damit Theater, Wissenschaft und gesellschaftliche Fragen – und lädt dazu ein, Technikgeschichte neu zu entdecken.

Weitere Aufführungen: Ab November 2026 ist „Das hat doch eine Frau erfunden!“ im Theater Drachengasse zu sehen. Die aktuellen Termine finden Sie hier: https://anitazieher.at/programm/das-hat-doch-eine-frau-erfunden/, öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster

Weitere Informationen

Gender Equality Office
genderequality@tuwien.ac.at