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Buchtipps: Städte, Gesellschaft und Demokratie

Gleich zwei Sammelbände hat die TU-Stadtforscherin Prof. Sabine Knierbein herausgebracht. Es geht darin um die Rolle der Stadt für moderne Bürger_innenbewegungen, Demokratie und Protestkultur.

Die Stadt ist eine Bühne, auf der sich die großen Dramen unserer Gesellschaft abspielen. Unterschiedliche Bevölkerungsgruppen treffen in Städten aufeinander, unterschiedliche politische Sichtweisen können sich in der Stadt aneinander reiben, große Bürger_innenbewegungen entstehen nicht im Dorf, sondern im urbanen Raum.

Daher lohnt es sich, einen Blick auf den städtischen Raum im Kontext gesellschaftspolitischer Themen zu werfen. Was bedeutet öffentlicher Raum für die Demokratie? Wie wird der städtische Raum in unterschiedlichen Gegenden der Erde von verschiedenen Bevölkerungsgruppen genutzt, um Emanzipation durchzusetzen, auf ihre Bedürfnisse aufmerksam zu machen und politische Veränderung zu initiieren?

In zwei Büchern geht Prof. Sabine Knierbein vom Department für Raumplanung der TU Wien solchen Fragen nach: Zahlreiche Textbeiträge von Kolleginnen und Kollegen aus der ganzen Welt fasste sie in Zusammenarbeit mit zwei Kollegen zu Überblicksbänden zusammen, um ein möglichst diverses und gleichzeitig fundiertes Bild dieses interdisziplinären Themas zu malen. „Der Strukturwandel in den Städten ist einerseits ein globales Phänomen, andererseits wird er lokal ganz unterschiedlich bearbeitet“, sagt Sabine Knierbein. „Für beide Bücher war es wichtig, methodisch, empirisch und theoretisch innovativ zu arbeiten.“

Kürzlich erschien der Band “Public Space Unbound: Urban Emancipation and the Post-Political Condition” (S. Knierbein und T. Vidermann, Routledge, 2018), bereits im vergangenen Jahr kam das Buch “City Unsilenced: Urban Resistance and Public Space in the Age of Shrinking Democracy” heraus (J. Hou and S. Knierbein, Routledge 2017).

Mehr zu beiden Werken können Sie hier nachlesen:

skuor.tuwien.ac.at/en/