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Brandl erhält Österreichisches Ehrenkreuz

TU-Professor Heinz Brandl erhielt das Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst. Die feierliche Überreichung erfolgte durch Bundesministerin Elisabeth Gehrer im Audienzsaal des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur.

Die Laudatio beleuchtete das Lebenswerk des Geehrten und wird in stark verkürzter Form nachstehend wiedergegeben: Heinz Brandl wurde 1940 in Znaim/Südmähren geboren, maturierte in Lienz und studierte an der Technischen Universität Wien Bauingenieurwesen.

Nach seiner Habilitation (1971) folgte eine ausschließlich freiberufliche Tätigkeit im In- und Ausland. Im Jahre 1977 reihte ihn die Bauingenieurfakultät der Technischen Universität Graz an die erste Stelle als Ordinarius für Grundbau, Boden- und Felsmechanik (inkl. Tunnelbau). Im Studienjahr 1980/81 wechselte Prof. Brandl an die Technische Universität Wien und übernahm dort das weltweit älteste Universitätsinstitut für Grundbau und Bodenmechanik. Prof. Brandl ist Past-Präsident der weltweit renommierten "International Society for Soll Mechanics and Geotechnical Engineering", Mitglied der Königlichen Akademie der Wissenschaften Belgiens (als einziger Ingenieur-Wissenschafter des gesamten deutschen Sprachraumes), der New York Academy of Sciences, Präsident des Österreichischen lngenieur- und Architekten-Vereins und Mitglied zahlreicher nationaler und internationaler Fachgremien.

Bereits lange vor der politischen Wende in Europa war Prof. Brandl ein Vermittler zwischen Ost und West. 2001 verlieh ihm die Technische Universität Sofia das Ehrendoktorat in Anerkennung seiner herausragenden wissenschaftlichen Tätigkeit und besonderen Ingenieurleistungen. Schließlich sei aus der Reihe seiner zahlreichen in- und ausländischen Ehrungen die im Jahre 2000 verliehene "Wilhelm Exner-Medaille" erwähnt, welche besonders die wirtschaftliche Bedeutung anwendungsbezogener Forschung unterstreicht.



Quelle: Bau.zeitung Nr. 30-31/04 vom 23.07.2004, Seite 39