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Boote aus Beton

Erfolg für das TU-Team bei der Betonkanu-Regatta: Beim Konstruktionswettbewerb konnte man sich über den hervorragenden zweiten Platz freuen.

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"Booto Wagner" heißt eines der TU-Boote

"Booto Wagner" heißt eines der TU-Boote

"Booto Wagner" heißt eines der TU-Boote

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Das TU-Team beim Betonkanuwettbewerb

Das TU-Team beim Betonkanuwettbewerb

Das TU-Team beim Betonkanuwettbewerb

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Vorläufige Tests in der Entwicklungsphase

Vorläufige Tests in der Entwicklungsphase

Vorläufige Tests in der Entwicklungsphase

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Jubel bei der Siegerehrung

Jubel bei der Siegerehrung

Jubel bei der Siegerehrung

Beton muss nicht plump, schwer und träge sein. Das wurde bei der 15. Betonkanu-Regatta in Brandenburg an der Havel wieder bewiesen. Über 100 Teams von ca. 50 Universitäten aus vielen europäischen Ländern traten gegeneinander an.

Bewertet wurden bei diesem Wettbewerb der sportliche Aspekt, die Gestaltung und die konstruktiven Innovationen sowie auch das dafür notwendige Know-How in der Bearbeitung von Spezialbeton. Die TU Wien war zum ersten Mal bei dieser Veranstaltung dabei, und das Team „Mitmischen“ konnte sich gleich über den zweiten Platz in der Konstruktions-Wertung freuen, knapp nach der ETH Zürich. Außerdem erreichte das Team der TU Wien eine herausragende Platzierung als 8. Bei den Herren und einem Viertelfinaleinzug bei den Damen. Sogar der 2. Platz im Sonderbewerb für das „schönste Regattahemd“ konnte erreicht werden - mit einem einzigartigen Beton- T-Shirt.

Das Team der TU Wien setzte sich aus Architektur-Studierenden zusammen, geleitet wurde das Projekt von Prof. Manfred Berthold (Institut für Architektur und Entwerfen). Im Rahmen des Mastermoduls Experimenteller Hochbau und weiteren Lehrveranstaltung wurden erste Konzepte und Ideen entwickelt. Anschließend an diese LVAs bildete sich aus der Freizeitinitiative der Studierenden Jakob Brandstötter und Christopher Strobl ein Team, das die wettkampftauglichen Kanus entwickelte, plante und betonieren konnte. Anhand von Modellen, Formstudien und Analysen wurde das Schwimmverhalten optimiert -  digital mittels CFD Analysen und unter Realbedingungen im Becken des Wasserbaulabors. Gebaut wurde das Kanu schließlich in den Labors des Forschungsbereichs für Baustofflehre, Werkstofftechnologie und Brandsicherheit in der Adolf Blamauergasse.

Ultraleichter Spezialbeton
Wichtig war auch die Unterstützung der Fakultät für Bauingenieurwesen – Prof. Karl Deix und Dr. Johannes Kirnbauer vom Institut für Hochbau und Technologie half dem Team bei der Entwicklung und Verarbeitung von ultrahochfestem Spezialbeton. Dadurch war es möglich, ein Kanu mit 3 bis maximal 5 mm Wandstärke zu bauen, das am trotz seiner Länge von 4.90m knapp 30 kg auf die Waage brachte. Damit gehörte das Boot der TU Wien zu den leichtesten Booten des Wettkampfes. Wegen seiner ausgefeilten Form, des Designs und seines geringen Gewichts wurde das TU-Kanu von der Jury mit dem zweiten Platz in der Konstruktions-Wertung ausgezeichnet, den ersten Platz, belegte die ETH Zürich.

„Manche Teams verdanken ihren Erfolg einem Einsatz astronomischer Geldsummen – unser Budget war vergleichsweise bescheiden“, sagt Manfred Berthold. „Der Grund, warum wir mit der Spitze mithalten konnten, waren unsere hochmotivierten und wissensdurstigen Architekturstudentinnen und Studenten!“

Unterstützt wurde das Team auch von Prof. Jürgen Hennicke von der Universität Stuttgart (ILEK) und Univ. Lektor Michael Schultes, die als externe Lehrbeauftragte an der TU Wien ihr Wissen an die Studierenden weitergaben. Möglich gemacht wurde dieses Unterfangen durch den Verein österreichischer Zementindustrie (DI. Frank Huber) und Holcim Österreich (Marko Haberhauer).

Weitere Informationen:
http://tuboot.wordpress.com
http://fb.com/xhochbau
http://xhochbau.h1arch.tuwien.ac.at