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Biomaterialien als Vorbilder für Prothesen

Das 1. Wiener Biomaterialsymposium findet vom 04. - 05.11. 2004 an der Technischen Universität (TU) Wien statt und thematisiert Biomaterialien als Vorbild für neue hochoptimierte und effiziente Werkstoffe in Industrie und Medizin.

Wien (TU). - Zellulare Leichtbaumaterialien, wie Knochen oder Holz, zeichnen sich durch optimale Festigkeit und geringes Gewicht aus. Ziel der Forschung ist es, genau diese Eigenschaften auf künstliche Materialien, wie zum Beispiel Implantatwerkstoffe für Hüftprothesen, zu übertragen. Das Symposium an der TU Wien gibt einen Überblick über die aktuellen Entwicklungen.

Neben neuesten Erkenntnissen zu verschiedenen Biomaterialien, von A(orta) bis Z(ellulose), werden Arbeiten an neuen Werkstoffen vorgestellt, die beispielsweise zur Blutreinigung eingesetzt werden können. Dabei machen sich die Forscher Grundprinzipien der Materialoptimierung aus der Natur zu Nutze: biologische Prinzipien, wie die Selbstorganisation, ein Vorgang, der in der Natur wie von alleine geordnete Strukturen entstehen lässt, werden herangezogen, um neuartige Verbundmaterialien und verbesserte Werkstoffe herzustellen. Die Palette reicht dabei von zellulären Leichtbaumaterialien über künstlichen Perlmutt. Das Prinzip der "Selbstorganisation" wird zur Herstellung künstlicher Nanostrukturen nach Maß verwendet, die beispielsweise in optischen Sensoren eingesetzt werden können.

Neben dem fachlichen Überblick soll das Biomaterialsymposium insbesondere auch Anknüpfungspunkte für neue Kooperationen sowie Informationen für InteressentInnen aus Medizin und Industrie bieten. Damit können neue Impulse für die Biomaterialforschung in Österreich geliefert werden.

Veranstaltungsort ist die TU Wien, Institut für Werkstoffwissenschaft und Werkstofftechnologie (Favoritenstraße 9-11, 1040 Wien), an dem selbst seit einiger Zeit Forschung zu verschiedenen Aspekten von biologischen Materialien betrieben wird. Schwerpunkte bilden dabei bioabbaubare Polymere (Univ. Prof. Dr. Sabine Seidler), zelluläre Knochenersatzmaterialien (Dr. Jürgen Stampfl) und bio-inspirierte Nanoverbunde (Dr. Helga Lichtenegger).

Das Symposium ist öffentlich zugänglich und wendet sich an alle InteressentInnen aus Wissenschaft, Forschung, Medizin, Industrie. Die Teilnahme ist kostenlos.

Weitere Informationen:

info.wkmp.tuwien.ac.at/wkmp/biomat_symp.html, öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster