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Bioinspiration für die Technik

widmet sich der fruchtbaren Beziehung zwischen Biologie und Technik und - im Jahrhundert der Hirnforschung - den Neuro- und Kognitionswissenschaften. Erster Vortrag: am 23. November 2005.

Die spektakulären Erkenntnisse der modernen Biologie schärfen und

erweitern den Blick auf vielen Gebieten allgemeinen Interesses und

zwingen nicht selten zum Umdenken. Die neue ÖAW-Vortragsreihe "Karl von

Frisch Lectures" will Forschungsfronten der Biologie vorstellen, die

ihre Fragen nicht primär aus einer molekularbiologischen, sondern aus

einer komplexeren integrativen Sichtweise beziehen und versuchen, ganze

Organismen und ihre Verhaltensweisen, ihre Evolution und das Meistern

der speziellen Bedingungen ihres artgemäßen Lebens zu begreifen.



Karl von Frisch, Nobelpreisträger 1973, gebürtiger Wiener und

Ehrenmitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, führte

diese Art der Biologie zu meisterlichen und bis heute unvermindert

nachwirkenden Erfolgen und Durchbrüchen. Die sechs Vorträge der Karl von

Frisch Lectures 2005/06 werden insbesondere zwei aktuelle Aspekte der

Biologie vorstellen die enge und zunehmend fruchtbare Beziehung

zwischen Biologie und Technik und - im Jahrhundert der Hirnforschung -

die Neuro- und Kognitionswissenschaften. Die für dieses Vorhaben

gewonnenen international ausgewiesenen Experten werden zeigen, welch

wichtige Rolle dem organismisch-integrativen Ansatz in der modernen

Biologie zukommt und welch faszinierenden Erkenntnisse damit verbunden

sind.



Die Karl von Frisch Lectures starten am 23. November 2005, 18:15 Uhr,

mit einem Vortrag von Stanislav Gorb, Max-Planck-Institut für

Metallforschung in Stuttgart, zum Thema "Naturprinzip und Biomimetik

Haften und Klammern im Tierreich". Tiere wie beispielsweise Geckos

besitzen Haftsysteme von überraschender Qualität. Mit Hilfe moderner

Verfahren werden sie bis in den Nanobereich erforscht. Die neuen

Erkenntnisse sind auch für die Technik von großem Interesse. Sie dienen

zunehmend der Entwicklung von bio-inspirierten Materialoberflächen für

so Unterschiedliches wie Klebebänder und Kletterroboter.



Die Vorträge finden im Festsaal der Österreichischen Akademie der

Wissenschaften, 1010 Wien, Dr. Ignaz Seipel-Platz 2, statt, Beginn ist

jeweils 18:15 Uhr. Der Eintritt ist frei.



Das Gesamtprogramm finden Sie unter
http://www.oeaw.ac.at/shared/news/2005, öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster.