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Bernhard Lendl erhält Christian-Doppler-Preis 2003

ausgezeichnet.

Der Christian-Doppler-Preis wird in 5 Sparten ausgeschrieben und ist mit je 2.180,- Euro dotiert. Verliehen wird er von der Salzburger Landesregierung.



Bei dem ausgezeichneten Verfahren wird mittels Infrarotspektroskopie die Konzentration gelöster Stoffe in einer Fermentation (z. B. Glucose, Ethanol) gemessen. Das wirklich Neue daran ist, dass auch die Mikroorganismen on-line, d.h. ohne Probennahme, spektroskopiert werden können. Die so gemessenen Infrarotspektren enthalten Information über die chemische Zusammensetzung der Mikroorganismen, aber auch über ihren physiologischen Zustand. In der Praxis bedeutet das, dass wichtige Informationen, die zur Entwicklung und Steuerung von biotechnologischen Produktionsprozessen benötigt werden, praktisch in Echtzeit abgerufen werden können. Für das Verfahren besteht österreichweit bereits Patenschutz.



Vereinfacht formuliert kann man sich die Analytische Chemie als chemische Informationstechnologie vorstellen. Es wird unter anderem versucht, Strategien zu erforschen, um in Echtzeit die chemische Zusammensetzung von Materie (allgemein z.B. in chemischen Produktionsprozessen, aber auch in der Intensivstation im Krankenhaus) ermitteln zu können. Diese Info wird benötigt, um gesicherte Entscheidungen treffen zu können. Aufgrund von gesetzlichen Auflagen, Qualitätsansprüchen aller Art, etc. besteht die Notwendigkeit, diese chemische Information in beinahe jedem Lebensbereich sicher zu ermitteln.



Bernhard Lendl forscht am Institut für Chemische Technologien und Analytik an der Technischen Universität Wien und hat bereits mehrere wissenschaftliche Auszeichnungen, darunter auch den Fritz Pregl Preis der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, im Jahr 2002 für seine Leistungen auf dem Gebiet der Mikrochemie erhalten.