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Begeisterung für Mathematik

Prof. Michael Drmota ist neuer Dekan der Fakultät für Mathematik und Geoinformation.

Michael Drmota

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Michael Drmota

Prof. Michael Drmota ist gebürtiger Wiener. Er studierte Mathematik an der TU Wien, wo er 1986 auch sub auspiciis promovierte. Zusätzlich studierte er auch noch Elektrotechnik – dieses Studium schloss er 1987 ab, 1990 habilitierte er sich im Fach Analysis, später folgte eine weitere Habilitation in Mathematik. Seit 2006 ist er Professor für Diskrete Mathematik an der TU Wien, seit 2010 Vorsitzender der Österreichischen Mathematischen Gesellschaft. Mehrere Gastprofessuren führten ihn seit 1992 immer wieder nach Frankreich, Drmota wurde mit mehreren Preisen ausgezeichnet, darunter dem Hlawka-Preis der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Von 2006 bis 2012 leitete er ein vom FWF gefördertes nationales Forschungsnetzwerk.

Punkte, Striche, Netze
Am Institut für Diskrete Mathematik und Geometrie beschäftigt sich Drmota mit der mathematischen Analyse von zufälligen diskreten Strukturen. Solche Strukturen – etwa baumartige oder netzartige Verknüpfungen von Punkten – haben etwa für die theoretische Informatik oder auch für die Wahrscheinlichkeitstheorie eine große Bedeutung. Auch Fragen aus der Zahlentheorie gehört zu Drmotas Forschungsthemen.

Perspektiven für junge kluge Köpfe
Die Zukunft seiner Fakultät sieht Michael Drmota optimistisch: "Die Mathematik an der TU ist international sehr gut positioniert und spielt an der Spitze mit", sagt er. Drmota möchte nicht einzelne Fachbereiche wichtiger nehmen als andere – entscheidend ist für ihn, dass junge Forschungspersönlichkeiten in der Fakultät eine Perspektive geboten werden kann, damit sie die Begeisterung für ihr Fach entfalten können.

Mathematik ist naturgemäß ein Grundlagenfach. Sie bringt oft Erkenntnisse, deren Anwendungsnutzen anfangs noch nicht absehbar ist – das darf so sein und soll auch so bleiben, meint Drmota. Das bedeutet aber nicht, dass die Mathematik nicht höchst wichtige, alltagstaugliche Erkenntnisse liefern würde. Drmota verweist etwa auf das große Forschungsgebiet der partiellen Differentialgleichungen, die in praktisch allen technischen, biologischen und wirtschaftlichen Prozessen eine wesentliche Rolle spielt.

"Die Geodäsie hat mit der Vermessung der Welt eine ganz andere Zielrichtung, spielt aber auch mit den an der TU vertretenen Themen eine weltweit wichtige Rolle", sagt Drmota. "Erwähnenswert sind sicherlich Weltraumvermessungstechniken und die Messung der Verfügbarkeit von Ressourcen."