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Auszeichnungen: Von Licht bis Visualisierung
Stefan Rotter und Eduard Gröller werden für ihre wegweisende Forschung ausgezeichnet.

© TUW/M. Heisler; tashechka stock.adobe.com

© Stefan Rotter
Stefan Rotter
Auszeichnung für Stefan Rotter
Stefan Rotter erhält den EPS-QEOD-Forschungspreis, mit dem herausragende und wegweisende Forschung im Bereich „Licht“ gewürdigt wird. Gemeinsam mit ihm werden Allard P. Mosk (Utrecht, NL) und Dorian Bouchet (Grenoble, F) mit dem diesjährigen Preis ausgezeichnet, der von der Division „Quantenelektronik und Optik“ der Europäischen Physikalischen Gesellschaft verliehen wird. Die Jury hebt hervor, dass die Arbeiten von Rotter, Mosk und Bouchet maßgeblich zum besseren Verständnis der fundamentalen Grenzen von Information und Präzision in der elektromagnetischen Streuung beigetragen haben. Dadurch wurde ein quantitatives Verständnis dafür geschaffen, wie Licht Information trägt und verarbeitet.
„Der Erhalt des EPS-QEOD-Preises im Rahmen der NanoMeta-Konferenz ist für mich eine große Ehre“, sagt Stefan Rotter. Ausgezeichnet werden damit nicht nur seine eigene Arbeit, sondern eine gesamte Forschungsrichtung, die in enger Zusammenarbeit mit mehreren Gruppen entstanden und an der Schnittstelle von Wellenphysik, Optik und Informationstheorie angesiedelt ist. Entsprechend betont Rotter den Wert der Kooperation: „Ich bin meiner Arbeitsgruppe, meinen Kooperationspartner_innen und der Forschungsgemeinschaft sehr dankbar für das inspirierende Umfeld, das diese Arbeiten ermöglicht hat“.
Im Zentrum der mit dem Preis gewürdigten Forschung steht die Erkenntnis, dass Licht zunehmend nicht nur als Träger von Energie, sondern auch als Träger von Information verstanden werden muss – mit fundamentalen Grenzen, die sowohl für die Grundlagenforschung als auch für zukünftige Anwendungen von großer Bedeutung sind.

© Amélie Chapalain / TU Wien Informatics
Eduard Gröller
Auszeichnung für Eduard Gröller
Eduard Gröller wurde mit dem Lifetime Achievement Award der IEEE Visualization and Graphics Technical Community (VGTC) ausgezeichnet. Der Preis wurde im Rahmen der IEEE VIS Konference 2025 verliehen und würdigt Forschende, deren Arbeiten das Gebiet der Visualisierung über viele Jahre hinweg maßgeblich und nachhaltig geprägt haben. Ausgezeichnet werden insbesondere langfristige wissenschaftliche Beiträge mit großer Wirkung, die Entwicklung neuer Ideen und Kooperationen, das Engagement in der internationalen Fachgemeinschaft, die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses sowie der Transfer von Forschungsergebnissen in die Praxis. Mit der Auszeichnung wird damit der dauerhafte Einfluss von Eduard Gröllers Forschung und Wirken über seine gesamte Karriere hinweg gewürdigt.
Eduard Gröller ist Professor und Leiter des Forschungsbereichs Computer Graphics an der TU Wien. Er promovierte 1993 an der TU Wien und zählt international zu den führenden Persönlichkeiten im Bereich Visualisierung und Computergraphik. Er ist Autor von über 300 wissenschaftlichen Publikationen und wurde für seine Leistungen bereits mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem IEEE VGTC Technical Achievement Award und dem Eurographics Outstanding Technical Contributions Award.
Wir gratulieren beiden herzlich zu diesen Auszeichnungen!