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Auszeichnung für TU-Projekt in Rom

Am Cornet - Meeting in Rom am 7. Mai 2007 hat das Projekt HPM, an dem das Institut für Fertigungstechnik (IFT) der TU Wien in einer Schlüsselfunktion beteiligt ist, besondere Aufmerksamkeit genossen. Es wurde unter allen Cornet - Projekten auf Grund der beispielhaften Projektabwicklung auserkoren, bei der Tagung präsentiert zu werden. Die Förderschiene Cornet unterstützt Forschungsinitiativen, in denen länderübergreifend mit KMUs (Klein- und Mittelbetrieben) zusammengearbeitet wird.

Bei der Entwicklung neuer Produkte werden verstärkt Spezialmaterialien aus Medizin, Raumfahrt oder dem militärischen Bereich verwendet. Diese Sonderwerkstoffe haben längst Einzug in die Lohnfertigung von Klein- und Mittelbetrieben gehalten. Dabei werden in den meisten Fällen Verfahren und Bearbeitungsparameter verwendet, welche sich bei herkömmlichen Werkstoffen bewährt haben.

Am IFT arbeitet ein Team unter der Leitung von Prof. Bleicher an der Verbesserung der Bearbeitung neuer Werkstoffe und untersucht die Zerspanung von speziellen metallischen Legierungen wie auch von Verbundwerkstoffen. Unter dem Projekttitel High Performance Manufacturing – HPM – wird der Zerspanungsprozess ganzheitlich betrachtet und neben dem Werkstoff, dem Scheidstoff und den Prozessparametern auch die Fertigungsmaschine und die Werkstückgeometrie berücksichtigt.

Mehr als 15 Klein- und Mittelbetriebe haben sich durch ihre aktive Mitarbeit diesem Projekt angeschlossen, um von neuesten Forschungsergebnissen zu profitieren. Die konkreten Werkstoffe (z.B.: Aluminiumlegierungen, glasfaserverstärkte Kunststoffe, Verbundwerkstoffe mit Naturfasern sowie Titanlegierungen) werden von den beteiligten Firmen ausgewählt. Darüber hinaus werden die allgemeinen Erkenntnisse allen beteiligten Firmen und anschließend auch der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt.

Einen weiteren wissenschaftlichen Schwerpunkt stellt die Simulation des Zerspanungsprozesses mittels FEM - Programmen dar. Durch die Bündelung der Ressourcen der Technischen Universitäten aus Chemnitz, Ljubljana und Wien werden zurzeit die messtechnisch erfassten Materialdaten in ein mathematisches Modell eingebunden, welches die Spanbildung simuliert. Die Bewertung der Simulationsergebnisse ergibt einen unmittelbaren Nutzen für die Bearbeitungsbetriebe.

Informationen zum Projekt: www.hpm-cornet.eu