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Ausgezeichnete Fahrzeugforschung

Die Fahrzeugverband-Jubiläumsstiftung verlieh Preise für hervorragende Diplomarbeiten und Dissertationen – vier TU-Arbeiten wurden prämiert.

Zwei der Preisträger bei der Preisverleihung in Graz: Dominik Geringer und Michael Dienbauer

Zwei der Preisträger bei der Preisverleihung in Graz: Dominik Geringer und Michael Dienbauer

Zwei der Preisträger bei der Preisverleihung in Graz: Dominik Geringer und Michael Dienbauer

Zwei der Preisträger bei der Preisverleihung in Graz: Dominik Geringer und Michael Dienbauer

Am 13. Juni 2016 wurden die diesjährigen Forschungspreise der Fahrzeugverband-Jubiläumsstiftung an der TU Graz vergeben. Vier der prämierten Arbeiten kommen von der TU Wien: Robert Steffan, Mattias Mayer, Dominik Geringer und Michael Dienbauer konnten sich über die prestigeträchtigen Preise freuen.

1. Preis: Dr. Robert Steffan
Mit dem ersten Preis wurde ein ganz besonders ambitioniertes Dissertationsprojekt ausgezeichnet: „Entwicklung eines 48 Volt Full-Hybrid Antriebsstrangs für ein Ultraleicht-Fahrzeug“ heißt die prämierte Arbeit von Dr. Robert Steffan. Im Rahmen von CULT, eines großen Forschungsprogrammes mit Förderung der FFG, wurde ein Ultraleichtfahrzeug mit einem Gewicht von weniger als 700 kg entwickelt – mit innovativem Fahrzeug- und Antriebsaufbau. Der Antriebsstrang besteht aus einem neuartigen Erdgasmotor, einem Niedrigspannungs-Hybrid und einer intelligenten Anbindung des Riemen-Starter-Generators am Getriebe.

Robert Steffan wurde in Greifswald an der Ostsee geboren. Er studierte an der Otto von Guericke Universität in Magedburg. Bald schon begann er sich besonders für Fahrzeugtechnik zu interessieren – Praktika führten ihn nach Schanghai und zu Daimler-Forschungszentrum in Ulm. Für sein Doktoratsstudium wechselte er schließlich an die TU Wien.

2. Preis (ex aequo): Dr. Mattias Mayer
Matthias Mayer arbeitet daran, Motoren umweltfreundlicher zu machen und den Schadstoffausstoß zu senken. Seine Dissertation „Einfluss der Motorölspezifikationen sowie unterschiedlicher Kraftstoffeigenschaften auf das Vorentflammungsverhalten von hochaufgeladenen direkteinspritzenden Ottomotoren“ wurde mit dem 2. Preis prämiert. Besonders widmete er sich der Frage, wie das gefürchtete Vorentflammen (eine Art des Motorklopfens) verhindert werden kann. Wie sich herausstellte, spielen Kraftstoff und Öl dabei eine wichtige Rolle.

Mattias Mayer kommt aus dem niederösterreichischen Weinviertel. Er studierte Maschinenbau an der TU Wien – bereits seine Diplomarbeit wurde vom Fahrzeugverband prämiert. Danach arbeitete er als Projektassistent am Institut für Fahrzeugantriebe und Automobiltechnik und war an mehreren Forschungsprojekten beteiligt. Seit einigen Monaten arbeitet er am Abgaszentrum der Automobilindustrie (ADA) in Weissach, Deutschland.

2. Preis (ex aequo): Dipl.-Ing. Dominik Geringer
Der zweite Preis wurde noch ein weiteres Mal vergeben – und zwar an Dominik Geringer für seine Diplomarbeit „Aufbau und Regelung eines Batteriesimulators für automotive Anwendungen“. Das Thema Elektromobilität wird immer wichtiger. Für die Entwicklung elektrischer Antriebe braucht man auch Energiequellen, die das Verhalten mobiler Energiespeicher möglichst exakt nachbilden. Dominik Geringer gelang es, einen flexiblen Batteriesimulator aus Großserienteilen der Energietechnik auszulegen, real aufzubauen, zu optimieren und zu vermessen. Damit kann auch kleineren Unternehmen eine kostengünstige Variante solcher Emulatoren bereitgestellt werden.

Dominik Geringer ist in Niederösterreich aufgewachsen. An der TU Wien studierte er Elektrotechnik, spezialisierte sich auf dem Gebiet der Energietechnik, was ihn dann schließlich Richtung Maschinenbau führte – an das Institut für Fahrzeugantriebe und Automobiltechnik.

3. Preis: Dipl.-Ing. Michael Dienbauer

Michael Dienbauers Diplomarbeit entstand bei der AVL in Graz, sie wurde als externe Arbeit vom Institut für Fahrzeugantriebe und Automobiltechnik betreut. Ihr Titel lautet „Validation and extension of a multi-component evaporation model for fuel droplets in high-pressure diesel injection“. Es geht dabei um die rechnerische Nachprüfung und Verbesserung von Strahlaufbruchs- und Verdampfungsmodellen von Dieselkraftstoffen.

Michael Dienbauer absolvierte zunächst eine Lehre als Maschinenfertigungstechniker bei Philips in Wien und arbeitete dann als Werkzeugmacher. Er entschied sich dann allerdings für ein Bachelorstudium an der FH Campus Wien (High-Tech Manufacturing) und wechselte dann für ein Masterstudium (Wirtschaftsingenieurwesen) an die TU Wien. Sein Studium schloss er 2015 erfolgreich ab, derzeit arbeitet er bei Magna Powertrain.

Bild: © Robert Frankl, www.foto-frankl.at