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Auf den Spuren von Franz Viehböck

Erstmals seit 15 Jahren sucht die Europäische Raumfahrtagentur (ESA) wieder Astronauten. Die erste Auswahlrunde startet am 19. Mai 2008

Zyklon Nargis (1. tropischer Wirbelsturm der Wirbelsturmsaison im nördlichen Indischen Ozean 2008) ©ESA

Zyklon Nargis (1. tropischer Wirbelsturm der Wirbelsturmsaison im nördlichen Indischen Ozean 2008) ©ESA

Zyklon Nargis (1. tropischer Wirbelsturm der Wirbelsturmsaison im nördlichen Indischen Ozean 2008) ©ESA

Zyklon Nargis (1. tropischer Wirbelsturm der Wirbelsturmsaison im nördlichen Indischen Ozean 2008) ©ESA

Da ESA-Astronauten an Bord der Internationalen Raumstation (ISS) im Columbus-Labor arbeiten und das erste Automatische Transferfahrzeug (ATV) der ESA die Station gerade mit Nachschub versorgt hat, wird es Zeit, neue Talente anzuwerben und den Astronautenkorps für künftige bemannte Missionen zur ISS, zum Mond und darüber hinaus fit zu machen.

So stellt sich die ESA den/die perfekten Nachfolger/in von Franz Viehböck, der als Absolvent der TU Wien 1991 als erster Österreicher ins All flog, vor: Er/Sie sollte zwischen 27 und 37 Jahre alte sein, perfektes Englisch können, naturwissenschaftliche Kenntnisse haben und darüber hinaus Teamgeist mitbringen.

Das neue Auswahlverfahren beginnt am Montag, den 19. Mai und wird nach einem mittlerweile bewährten Schema verlaufen:

  1. Prüfung der Bewerbungsunterlagen: Der erste Schritt der förmlichen Bewerbung erfolgt online unter der Adresse www.esa.int/astronautselection. Die BewerberInnen müssen dieselben ärztlichen Atteste wie Privatpiloten vorlegen; die Untersuchung muss von einem vom jeweiligen nationalen Luftfahrtgesundheitsamt zugelassenen Fliegerarzt/ärztin vorgenommen werden.

  2. Zwei psychologische und fachliche Eignungsprüfungen, darunter Verhaltenstests und Beurteilung der kognitiven Fähigkeiten.

  3. Ärztliche Beurteilung: Diese umfasst ärztliche Untersuchungen durch Flieger- und andere FachärztInnen, Laboruntersuchungen und weitere spezifische Verfahren.

  4. Förmliches Einstellungsgespräch: Als potenzielle ESA-Bedienstete werden die BewerberInnen auch von einem Auswahlausschuss der ESA befragt.

Die endgültigen Einstellungen werden 2009 offiziell bekannt gegeben. Die ausgewählten Bewerber werden ins Europäische Astronautenkorps eingegliedert und beginnen im Europäischen Astronautenzentrum (EAC) in Köln mit ihrer Grundausbildung.

Nähere Infos unter http://www.esa.int