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Architektur-Biennale 2014 - Österreichbeitrag mit einer gehörigen Portion TU Wien

Bundesminister Josef Ostermayer und Nationalratspräsidentin Barbara Prammer präsentierten heute den österreichischen Beitrag zur 14. Architektur-Biennale in Venedig. Als Kommissär des Österreichischen Pavillons fungiert Christian Kühn, Studiendekan für Architektur an der TU Wien.

Plenum. Places of Power

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Plenum. Places of Power

Plenum. Places of Power

Plenum. Places of Power

v.l.n.r: Bundesminister Ostermayer, Nationalratspräsidentin Prammer, Studiendekan Kühn

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v.l.n.r: Bundesminister Ostermayer, Nationalratspräsidentin Prammer, Studiendekan Kühn

v.l.n.r: Bundesminister Ostermayer, Nationalratspräsidentin Prammer, Studiendekan Kühn

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v.l.n.r: Harald Trapp, Christian Kühn - ®Andreas Balon_Biennale 2014

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v.l.n.r: Harald Trapp, Christian Kühn - ®Andreas Balon_Biennale 2014

v.l.n.r: Harald Trapp, Christian Kühn [1]

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Christian Kühn ist nicht nur Kommissär des österreichischen Pavillons, sondern hat auch dessen Konzept und Gestaltung mit Institutskollegen Harald Trapp (Institut für Architektur und Entwerfen - Abteilung für Gebäudelehre und Entwerfen) entwickelt.
Neben Beiträgen von Auböck/Kárász, Coop Himmelb(l)au und Kollektiv/Rauschen, werden im österreichischen Pavillon auch Beispiele präsentiert, die mit Unterstützung von TU-Studierenden am Institut für Architektur und Entwerfen entstanden sind.

Österreichischer Pavillon – Plenum. Places of Power
Thema des Österreichischen Beitrags zur Biennale 2014 ist das Parlament, also der Ort, an dem die Macht, die vom Volk ausgeht, ihr Zuhause gefunden hat. Die Idee einer demokratischen Legitimation von Macht ist heute so weit verbreitet, dass keine Nation mehr darauf verzichten kann, zumindest dem Namen nach einen solchen Ort zur repräsentativen Versammlung des Volkes zu errichten. Wie sehen diese Orte aus? Und wie stehen sie in Verbindung zu einer Öffentlichkeit, deren Vertrauen in die demokratische Willensbildung global zu schwinden scheint?

Die Ausstellung im Österreichischen Pavillon sucht Antworten auf diese Fragen aus unterschiedlichen Perspektiven. Im Hauptraum des Pavillons werden alle rund 200 nationalen Parlamentsgebäude der Welt gezeigt – ein Parlament der Parlamente, jeweils dokumentiert durch Modelle im Maßstab 1:500, Lagepläne und Daten zu den einzelnen Bauwerken.

Dieses Plenum zeigt, welche Botschaften der Architektur im Fall des Parlaments oft aufgebürdet werden: nationale Identität, ewige Dauer, Konformität mit historischen Leitbildern, aber auch zwanghafte Darstellung eines Neubeginns.
Im Kontrast zu diesen abstrakten, auf ihre Form reduzierten Monumentalarchitekturen wird in den beiden Nebenräumen des Pavillons Architektur nicht als Ansammlung von Gegenständen gezeigt, sondern als singuläre Abfolge von Zuständen.

Hier werden Beispiele im Detail vorgestellt:
Das Österreichische Parlament an der Wiener Ringstraße und zwei Projekte von Coop Himmelb(l)au, der Entwurf für das albanische Parlament in Tirana und das Konferenzzentrum in Dalian/China, das als Ort für die asiatische Ausgabe des Weltwirtschaftsforums Davos errichtet wurde.
Im Hof des Pavillons wird das Thema im Freiraum weitergespielt. Ein dicht gepflanzter, von den Landschaftsarchitekten Auböck und Kárász geplanter Garten ersetzt das rationalistische Quadratraster der Bodenplatten und holt das ungeordnete Grün der Umgebung herein. Hier, jenseits der Monumentalarchitektur, geht es um neue Phänomene der demokratischen Repräsentation. Vermittelt werden sie über ein flüchtiges Medium, eine von der Gruppe Kollektiv/Rauschen entwickelte Klanginstallation: Kleine Lautsprecher bringen den Garten zum Sprechen.

Eröffnung des Österreichischen Pavillons, Giardini: 6. Juni 2014
Kommissär: Christian Kühn
Konzept und Gestaltung: Christian Kühn, Harald Trapp
Mit Beiträgen von:

  • Auböck /Kárász
  • Coop Himmelb(l)au
  • Kollektiv/ Rauschen
  • Institut für Architektur und Entwerfen - TU Wien

14. internationale Architekturausstellung in Venedig
Die Architekturbiennale in Venedig hat sich in den letzten Jahren zur weltweit bedeutendsten Ausstellung für zeitgenössische Architektur entwickelt. Gegründet 1980 als "Pausenfüller" zwischen den seit 1895 stattfindenden Kunstbiennalen ist die Architekturbiennale heute ein kulturelles Großereignis, das 2012 bereits 178.000 Besucher und 3.000 akkreditierte Journalisten anzog. 55 Länder zeigten einen eigenen nationalen Beitrag.
Unter der Gesamtleitung von Rem Koolhaas wird sich die diesjährige Biennale "mit Architektur und nicht mit Architekten" beschäftigen. Koolhaas selbst kuratiert im zentralen Pavillon eine Ausstellung mit dem Titel "Fundamentals", bei der es um Grundelemente der Architektur geht, Fundament, Treppen, Boden, Wände, Dach.
Für die nationalen Pavillons hat Koolhaas das Thema "Absorbing Modernity 1914 – 2014" vorgeschlagen. Hier soll der Frage nachgegangen werden, wie „die Moderne“ als Prinzip und Stil in der Architektur der letzten 100 Jahren wirksam gewesen ist.

Webtipps:
Website Österreichischer Pavillon labiennale.at
Facebook Austria at the Venice Biennale
La Biennale di Venezia labiennale.org

Foto [1] © Andreas Balon_Biennale 2014