News

Anke Pyzalla seit Mai Professorin für Werkstoffeinsatz, Fügetechnik und Bauteilprüfung

> Die TU Wien kann sich über eine weitere Frau im Professorenkollegium freuen. Anke Rita Pyzalla, 36 Jahre, ist nun die Elfte im Bunde der TU-Professorinnen. Frau Pyzalla forscht und lehrt seit Mai am Institut für Werkstoffkunde und Materialprüfung der TU Wien.

Die Eingewöhnungsphase sowohl an der Technischen

Universität als auch der Stadt Wien ist für Anke Pyzalla nahezu abgeschlossen.

"Ich fühle mich wohl hier. Am Institut und der TVFA haben sich alle für mich

eingesetzt. Ein großes Lob auch an die Wirtschaftsabteilung der TU Wien, die

meine Büroräume und das erste der Labors an der TU schnell und schön adaptiert

und noch dazu meine Wünsche berücksichtigt hat."

Traumberuf Maschinenbau

Anke Pyzalla hat zwischen 1986 und 1990 Maschinenbau und Mechanik an der

Ruhr-Universität Bochum und der TH Darmstadt studiert. Sie hat dabei sowohl die

Vorzüge einer modernen Massenuniversität (Bochum: 20 Fakultäten, 468

ProfessorInnen einschl. Medizin und Kliniken, mehr als 35.000 Studierende) als

auch die einer "familiären" Uni (rund 17.300 Studierende, knapp 300

ProfessorInnen) kennen und auch schätzen gelernt.



Befragt nach ihrer Studienwahl schießt Frau Pyzalla wie aus der Pistole

geschossen: "Ich wollte etwas studieren, das Elemente aus Technik, Physik und

Chemie verbindet und anwendungsbezogen ist." Diese Ausbildung würde ihr auch

ermöglichen, ständig mit Neuem konfrontiert zu werden. "Stünde ich heute noch

einmal vor der Wahl, ich würde diese Entscheidung sofort wieder treffen."


 

 

 

Bisheriges Forscherinnenleben

Nach Abschluss ihres Studiums 1990 war Frau Pyzalla als wissenschaftliche

Mitarbeiterin am Lehrstuhl Werkstofftechnik (Prof. Berns) an der

Ruhr-Universität Bochum tätig. Anke Pyzalla promovierte 1995 dort auch und

wechselte danach an das Hahn-Meitner-Institut Berlin als stellvertretende

Leiterin des Zentrums für Eigenspannungsanalyse. Sie erhielt 1996 einen

Lehrauftrag am Institut für Werkstoffkunde und habilitierte sich 2001 an der

Ruhr-Universität-Bochum. Noch im selben Jahr wechselte sie als Stellvertreterin

des Fachgebietsleiters in das Fachgebiet Metallische mit dem Forschungszentrum

Strangpressen (Prof. W. Reimers) der TU Berlin.


 

 

 

Zukunftsvisionen

Für ihre Forscherkarriere an der TU Wien hat Frau Prof. Pyzalla viel vor. Sie

möchte unter anderem ein Labor für Beugungsmethoden aufbauen. Mit

Beugungsmethoden können z.B. die Phasenzusammensetzung, die

Kristallorientierungen in Werkstücken und Bauteilen zerstörungsfrei bestimmt

werden. Von besonderem Interesse ist für Frau Pyzalla auch die Bestimmung der

sog. Restspannungen sowohl im Inneren als auch in den Randzonen von Bauteilen,

wobei Röntgenstrahlung, Synchrotronstrahlung und Neutronen zum Einsatz kommen.

Durch derartige Untersuchungen können Bauteile und Fertigungsprozesse optimiert

werden.



Sie strebt darüber hinaus Forschungskooperationen in der EU an und wird aktiv

nach Mitgliedschaften in Organisationen suchen, die ihre fachlichen

Vorstellungen abdecken. Als äußerst interessant bezeichnet sie auch die

Teilnahme an EU-Forschungsaktivitäten. Überhaupt misst sie internationalen

Kooperationen in Forschung & Lehre, besonders aber in der Forschung, große

Bedeutung zu.



Nicht zuletzt setzt sie auf die Industrie. "Nur wer mit attraktiven Praktika

und potenziellen Arbeitgebern aufwartet, kann ausgezeichnete Doktoranden

gewinnen", ist Frau Prof. Pyzalla überzeugt.


 

 

 

Pyzalla privat - Sport und kulinarische Genüsse

Privat setzt die passionierte Sportlerin auf Fahrrad fahren, Laufen, Schi

fahren und Inline-Skaten. Sie ist davon überzeugt, dass sie diese Aktivitäten

in Zukunft vermehrt betreiben wird müssen. Warum? "Das Essen ist hier viel

besser als in Berlin!"