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Aktualisierte Richtlinien betreffend „FWF der Wissenschaftsfonds“

wir möchten alle Projektleiter/Innen und Sachbearbeiter/Innen von FWF-Projekten auf die aktualisierten Richtlinien auf unserer Homepage betreffend „FWF der Wissenschaftsfonds“ hinweisen:

1. ) Verwendung der UID-Nummer ATU37675002
Grundsätzlich besteht bei §26-Projekten das Rechtsverhältnis – da es sich um sogenannte „ad-personam-Projekte handelt – zwischen dem/der Projektleiter/in und dem Fördergeber. Der/die Projektleiter/in schließt als „Privatperson“ Rechtsgeschäfte ab, wird Eigentümer der Ware und ist somit Leistungsempfänger.

Achtung bei Leistungen: Es wird empfohlen, dass bei der Beauftragung von Leistungen der Wortlaut des Rechnungsempfängers nicht TU Wien enthält, da Firmen sonst die UID-Nummer der –TU Wien  (ATU37675002) anführen und dies nicht zulässig ist. Die Firma geht in manchen Fällen fälschlicherweise davon aus dass die TU Wien Vertragspartner ist, insbesondere wenn bereits Leistungsbeziehungen bestehen. In diesen Fällen wird die Rechnung von der Quästur an den ProjektleiterInnen zur Neuanforderung ohne UID-Nummer retourniert.

Ausnahme bei Lieferungen (Erwerb von Anlagen > € 1.000,-): Sofern diese ins Eigentum der TU Wien übergehen (Formular „Schenkung“). Hier ist die Verwendung der UID-Nummer ATU37675002 zulässig.
Ausnahme bei Lieferungen (Erwerb von Materialien, z.B. Chemikalien): Sofern es sich um Materialen handelt, die nachweislich nur an Großunternehmen bzw. nicht an Privatpersonen geliefert werden. Hier ist die Verwendung der UID-Nummer ATU37675002 zulässig.
Diese Waren sind im ersten Schritt über die TU Wien (§27 oder §28 Mittel) zu finanzieren und in weiterer Folge mittels SAP-Faktura an den FWF (Debitor 20004155) weiter zu verrechnen.

Um im Nachhinein Korrekturen betreffend Rechnungsadresse zu vermeiden, empfiehlt die Quästur sofort bei der Bestellung den Lieferanten darüber zu informieren, dass die Rechnung auf den/die Projektleiter/in zu lauten hat.

2.) Vorfinanzierungen/überhöhte Sachmittelanforderungen
Sollten das Projekt durch getätigte Ausgaben im Sachmittelbereich „ins Minus“ kommen, so sollte umgehende eine Mittelanforderung beim FWF durch die ProjektleiterIn erfolgen. Gleichzeitig sollten aber keine überhöhten/verfrühten Sachmittelanforderungen gestellt werden, da sich gemäß Punkt 8.2 der Projekt-AVB (Link von Universität Innsbruck: http://www.uibk.ac.at/budget-controlling/speicher_downloads_formulare/01-allgemeine-vertragssbedingungen-_avb-jaenner-2009.pdf) die Höhe der angeforderten Mittel am jeweiligen Bedarf orientieren muss, wie er sich aus dem Projektablauf ergibt. Akontierungen im Voraus sind maximal bis zum Bedarf eines halben Jahres zulässig.

3.) Werkverträge
Laut vorliegenden Informationen der Revisionsabteilung des FWF wird diese bei allen Werkverträgen (auch unter € 750,-) vermehrt dahingehend prüfen, ob (im Vergleich zu Dienstverträgen oder geringfügigen Beschäftigungen) das richtige „Mitwirkungsinstrument“ (Vertragsform) gewählt wurde. (Beispiel: Das „Werk“ kann de facto nur im Labor/in der Werkstätte der Forschungsstätte hergestellt werden).

4.) Refundierung von Reisekosten an nicht TU-Bedienstete in Zusammenhang mit Vortragstätigkeiten
Allgemeines zur Abzugsteuer gemäß § 99ff EStG: Die Regelung des § 99 EStG sieht eine sogenannte Abzugsteuer für beschränkt Steuerpflichtige (weder Wohnsitz noch gewöhnlichen Aufenthalt in Österreich) auf in Österreich erwirtschaftete Einkünfte vor, wenn diese aus  bestimmten, im Inland selbständig ausgeübten Tätigkeiten stammen. Bei einer der in §99 Abs 1 EStG taxativ angeführten Tätigkeiten  handelt es sich um die Tätigkeit als Vortragender.
Liegt ein Fall von Steuerabzug vor, so haftet die auszahlende inländische Stelle (= der Schuldner der Einkünfte) gemäß § 100 Abs 2 EStG für die Einbehaltung und Abfuhr der Abzugsteuer an das jeweils zuständige österreichische Finanzamt.
Die auszahlende inländische Stelle kann von der Pflicht zum Steuerabzug befreit werden, wenn ein entsprechendes Doppelbesteuerungsabkommen vorliegt, welches dies grundsätzlich erlaubt und der beschränkt Steuerpflichtige das Formular zur Quellensteuerentlastung ausfüllt (http://www.tuwien.ac.at/fileadmin/t/quaest/Formulare/ZS-QU1.pdf )

Hinweis der Revisionsabteilung des FWF betreffend Steuerabzug nach §99 EStG aufgrund der Ausführung zur Klassifizierung zwischen Vortrag und wissenschaftlicher Tätigkeit bzw. wissenschaftlicher Kooperation laut Aussendung vom 18.6.2012:

„Vortragende“: Erfahrungsgemäß liegt tatsächlich meist eine wissenschaftliche Zusammenarbeit oder Besprechung vor. Der/die eingeladene WissenschaftlerIn reist nicht an, um einen „Vortrag“ zu halten (an den vielleicht gerade noch eine „Fragestunde“ anschließt ), sondern es erfolgt – unter Umständen nach einer Darstellung der aktuellen Forschungsergebnisse des/der Eingeladenen – eine wissenschaftliche Auseinandersetzung bzw. Diskussion „auf Augenhöhe“ und unter starkem Bezug auf die aktuelle und projektspezifische wissenschaftliche Tätigkeit des/der Einladenden bzw. seiner/ihrer Forschungsgruppe).

§ 99 Abs. 1 EStG: Die Einkommensteuer beschränkt Steuerpflichtiger wird durch Steuerabzug erhoben (Abzugsteuer):Bei Einkünften aus im Inland ausgeübter oder verwerteter selbständiger Tätigkeit als Schriftsteller, Vortragender, Künstler, Architekt, Sportler, Artist oder Mitwirkender an Unterhaltungsdarbietungen, wobei es gleichgültig ist, an wen die Vergütungen für die genannten Tätigkeiten geleistet werden.

 

Alle detaillierten Richtlinien finden Sie auf der Homepage der Quästur unter http://www.tuwien.ac.at/fileadmin/t/quaest/doc/FWF-Richtlinie_Gesamt.pdf