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Akademie der Wissenschaften ehrt TU-Chemiker Hannes Mikula

Für herausragende Chemie-Dissertationen wird der Karl-Schlögl Preis der Österreichischen Akademie der Wissenschaften vergeben. Diesmal ging er an den TU-Absolventen Hannes Mikula.

Hannes Mikula

Hannes Mikula

Hannes Mikula

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Schimmelpilze sind gefährlich. Getreide, Obst, Gemüse, Tabak – viele natürliche Produkte können mit gesundheitsschädlichen Schimmelpilzen kontaminiert sein. Die Toxine selbst können problemlos in Nahrungsmittelproben nachgewiesen werden. Allerdings kommt es vor, dass die Pflanze das Gift chemisch verändert – man spricht dann von „maskierten Schimmelpilzgifen“. Sie sind schwer nachzuweisen, bleiben aber trotzdem gefährlich.

Hannes Mikula vom Institut für angewandte Synthesechemie der TU Wien forschte in seiner Dissertation, betreut von Prof. Johannes Fröhlich, Vizerektor für Forschung, an diesen maskierten Schimmelpilzgiften. Ihm gelang es, eine Vielzahl von ihnen zu identifizieren, sie künstlich herzustellen und ihre Struktur aufzuklären. Dafür erhielt er nun den Karl-Schlögl-Preis der österreichischen Akademie der Wissenschaften. Der Preis ist nach Karl Schlögl (1924-2007) benannt, der als Professor für Organische Chemie an der Universität Wien tätig war.

Erst Wien, dann Harvard
Hannes Mikula studierte Technische Chemie an der TU Wien, danach war er als Universitätsassistent am Institut für angewandte Syntesechemie der TU Wien und als Projektmitarbeiter am Department of Applied genetics and Cell Biology (Universität für Bodenkultur, Wien) tätig. 2013 schloss er sein Doktoratsstudium an der TU Wien mit einer Promotio sub Auspicciis ab. Bis 2014 war er dann Postdoc am Institut für Angewandte Synthesechemie, dann wechselte er als Postdoctoral fellow ans Center for Systems Biology, Massachusetts General Hospital & Harvard Medical School.

Der Schlögl-Preis ist nicht Mikulas erste Auszeichnung: Er erhielt bereits den Theodor Körner Preis (2011), den Best Paper Award des World Mycotoxin Journal (2012), den Theodor Kery Förderpreis (2013), den Dissertationspreis der Gesellschaft Österreichischer Chemiker (2014) und das Erwin Schrödinger Stipendium des FWF (2014).

Näheres über Hannes Mikulas Forschungsarbeit können Sie hier nachlesen