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1. ERA-MORE Auftakt-Konferenz in Baden bei Wien

Über 200 Experten aus 33 Ländern tagten auf einer EU-Konferenz in Baden bei Wien über ForscherInnen-Mobilität.


Forschung ist ein wichtiger Motor für wirtschaftlichen und somit auch gesellschaftlichen Aufschwung. Aus- und Weiterbildung für Forschende ist jedoch oft nur im Ausland möglich. Da Europa im Gegensatz zu den USA kein einheitliches Staatengefüge ist, müssen jedoch Mobilitätshindernisse für Forschende beseitigt werden. Denn ohne Kindergartenplatz für die Kinder oder ohne Überstellungsgenehmigung für das eigene Auto nützt das beste Forschungsstipendium im Ausland nichts. "Meine beruflichen Auslandserfahrungen waren teilweise von unvorstellbaren bürokratischen Hürden begleitet" berichtete Norbert Mauser, renommierter Wissenschafter und Leiter des Wolfgang Pauli Instituts in Wien, "allerdings haben sie wesentlich zu meinem heutigen beruflichen Erfolg beigetragen".

 

Um Forschende in Mobilitätsfragen bestmöglich zu unterstützen, wurde ein europaweites Netzwerk an Beratungseinrichtungen (ERA-MORE) gegründet und Österreich hat aufgrund seines großen Engagements bereits eine Vorreiterrolle in diesem Netzwerk inne. Daher wurde die erste Expertenkonferenz der europäischen Beratungseinrichtungen in Baden bei Wien abgehalten. Vom 7. bis 9. Dezember 2004 berieten über 200 Experten aus ganz Europa über Unterstützungsmöglichkeiten von Forschenden im Ausland. "Dieses europaweite Netzwerk ist ein wichtiges Instrument, um Forschung in Europa maßgeblich zu unterstützen", sagte Markus Pasterk, stellvertretender Sektionschef "Wissenschaftliche Forschung; Internationale Angelegenheiten - Bereich Wissenschaft", auf der internationalen Konferenz bei seinen Eröffnungsworten.

 

Zusätzlich zum genannten Beratungsnetzwerk wurde eine Internetplattform eingerichtet, in der forschungsrelevante Informationen für mobile Forschende und deren Familien (Stipendien, Förderprogramme, Stellenausschreibungen, rechtliche und administrative und kulturelle Informationen, Frauenförderung, Kontaktadressen der europäischen Beratungseinrichtungen) länderspezifisch und maßgeschneidert aufbereitet werden. Die europäische Plattform ist unter http://europa.eu.int/, öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster und das österreichische Portal unter http://www.researchinaustria.info, öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster abrufbar.