Am 12. März wurde der PHÖNIX-Gründungspreis vergeben. Von der TU Wien waren das Spin-off factorymaker in den beiden Kategorien „Spin-offs“ und „Female Entrepreneurship“ und das Projekt „NeverDrift“ in der Kategorie „Prototyp“ nominiert.
Female Power hat überzeugt
Das TU Wien Spin-off factorymaker, öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster siegte in der Kategorie „Best Female Entrepreneurs“. „Die TU Wien trägt als Universität Verantwortung dafür, dass mehr Frauen den Weg von der Idee zum erfolgreichen Unternehmen gehen.“ freut sich Vizerektorin Ute Koch über den Sieg für factorymaker.
Factorymaker entwickelt eine Plattform, die künstliche Intelligenz nutzt, um die Planung komplexer Industrieanlagen zu automatisieren und verschiedene Fabrikdesigns hinsichtlich Effizienz, Kosten und Nachhaltigkeit zu analysieren. Dabei wurde factorymaker vom Innovation Incubation Center (i²c), öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster unterstützt, das erst kürzlich in der Financial Times Rangliste „Europe’s Leading Start Up Hubs 2026“ unter den Top 10 in der Kategorie Mentoring platziert wurde.
Präzision, fast auf atomarer Skala
„NeverDrift“ ist eine neuartige Stabilisierungstechnik, die präzises Arbeiten auf Nanometerskala ermöglicht. Beim Gründungspreis PHÖNIX wurde das Projekt ins Finale gewählt und somit als eines der innovativsten und vielversprechendsten Projekte aus der österreichischen Forschungs- und Gründungsszene ausgezeichnet.
„Wenn man mit einer Genauigkeit im Nanometerbereich arbeiten will, dann spielen Effekte eine Rolle, an die man sonst kaum denkt“, sagt Prof. Markus Valtiner vom Institut für Angewandte Physik der TU Wien. „So können etwa schon kleine Temperaturänderungen für eine störende Wärmeausdehnung sorgen, oder winzige Vibrationen können zu einer minimalen Verschiebung führen. Für viele Anwendungen im Bereich von Präzisionsmessungen oder Präzisionsfertigung ist das ein großes Problem.“ Schon kleine Fehlpositionierungen können etwa in der Halbleitertechnik dazu führen, dass Bauteile völlig unbrauchbar werden. Das Team der TU Wien entwickelte daher eine modulare Messplattform, die Drift und thermische Ausdehnung in Echtzeit kompensieren kann. Mit interferometrischen Methoden kann man kleinste Positionsänderungen exakt erfassen und sofort aktiv ausgleichen. So lassen sich Mess- oder Bearbeitungsprozesse beinahe auf atomarer Skala stabilisieren. Dadurch sinkt die Fehlerhäufigkeit, die Produktion wird effizienter, und künftig wird auch die Herstellung noch kleinerer Strukturen möglich.
Bereits seit Jahren arbeitet das Team der TU Wien am NeverDrift-Projekt und wird dabei vom Patent-Team der TU Wien unterstützt. Im Jahr 2021 erfolgte eine Erfindungsmeldung, seither wurde die Technologie weiterentwickelt und von der AWS-Prototypenförderung unterstützt. Parallel dazu durchlief das Team das TUW Pre-Incubation Programm des Innovation Incubation Centers (i²c), öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster, um das Marktpotenzial der Technologie zu evaluieren und einen erstes Business Case zu entwickeln.
Wir gratulieren den Gewinner_innen und den Ausgezeichneten und wünschen weiterhin viel Erfolg.

