Die Herstellung der überwiegenden Mehrheit der Produkte unseres modernen Alltags wird erst durch Katalyse ermöglicht. Ob im Energie- und Gesundheitssektor oder bei der Produktion von Kunststoffen und Düngemitteln – Katalyse ist aus den jeweiligen Wertschöpfungsketten nicht wegzudenken. Sie erlaubt es, Reaktionsgeschwindigkeiten zu erhöhen oder Produkte unter milderen Bedingungen herzustellen, wodurch Reaktionen realisierbar werden, die sonst nicht durchführbar wären. Auf dem Weg zu einer nachhaltigeren Welt und angesichts der dringenden Notwendigkeit, Netto-Null-Emissionen zu erreichen, wird der Katalyse eine entscheidende Rolle zukommen. Die Nutzung von CO₂ als Rohstoff, die Herstellung von Biokraftstoffen und die Umwandlung von Kunststoffabfällen in wertvolle Produkte sind Herausforderungen, bei deren Bewältigung die Katalyse einen wesentlichen Beitrag leisten kann.

In der Forschungsgruppe für Angewandte Festkörperchemie an der TU Wien widmen wir uns der fundierten Erforschung technischer Katalysator- und Reaktionssysteme, um drängende gesellschaftliche Herausforderungen anzugehen. Durch den Einsatz moderner Charakterisierungsmethoden und Operando-Untersuchungen an Synchrotronanlagen – kombiniert mit Reaktionsversuchen in speziell entwickelten Laborreaktoren – gewinnen wir hochwertige Erkenntnisse über katalytische Systeme. Indem wir ein tiefgehendes Verständnis für verschiedene Aspekte dieser Systeme entwickeln – etwa für Struktur-Wirkungs-Beziehungen, kinetische Analysen und Deaktivierungsprozesse –, können wir praxisorientierte Lösungen entwerfen, die ganz im Sinne des Leitbilds „Technik für Menschen“ stehen.

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