News der Fakultät für Technische Chemie

Neue Perspektive schlägt die Nutzung der strukturellen Entwicklung von MOF-Elektrokatalysatoren vor

Eine neue Veröffentlichung in Communications Chemistry von Dr. Zheao Huang und Prof. Dominik Eder argumentiert, dass die wahrgenommene Instabilität von metallorganischen Gerüsten (MOFs) eher als Designvorteil denn als Mangel betrachtet werden sollte.

Metallorganische Gerüststrukturen

Anstatt MOFs als statische Feststoffe zu behandeln, betonen die Autoren, dass die dynamische strukturelle Entwicklung, einschließlich Veränderungen in der Koordination, der Bildung von Defekten und der Entstehung offener Metallstellen, unter Betriebsbedingungen oft die eigentlichen katalytischen Spezies hervorbringt.

Sie fordern eine engere Integration von Operando-Spektroskopie, hochauflösender Mikroskopie und computergestützter Modellierung, um diese vorübergehenden Umwandlungen zu erfassen und zu interpretieren. Indem sie sich für eine kontrollierte Entwicklung statt für absolute Stabilität aussprechen, skizzieren die Autoren eine neue konzeptionelle Richtung für die Entwicklung von MOF-Elektrokatalysatoren, die sich während der Reaktion anpassen und verbessern können, und bieten einen realistischen Fahrplan für ein effektiveres Katalysatordesign.

 

Originalveröffentlichung:

Harnessing the structural evolution of metal–organic frameworks under electrocatalytic conditions. Communications Chemistryhttps://doi.org/10.1038/s42004-025-01747-0, öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster