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Was ändert sich? Update 12.5.2020

Durch die Maßnahmen der Bundesregierung zur Eindämmung der Ausbreitung von Covid-19 und der damit verbundenen Schließung der Universitätsgebäude, musste im laufenden Semester eine rasche Umstellung von der Präsenzlehre auf Distance-Learning durchgeführt werden. Eine völlig neue Situation für die Universität und die Studierenden. Da die Regelungen im Universitätsgesetz 2002 nicht den Fall umfassen, dass sich Studierende für längere Zeit gar nicht an der Universität aufhalten, war eine rasche Adaptierung der rechtlichen Rahmenbedingungen erforderlich.

Im Zuge des 2. und 3. Covid-19 Gesetzes wurden Sondergesetze zum Universitätsgesetz 2002 und Studienförderungsgesetz erlassen, die vor allem eine Verordnungsermächtigung des Bundesministers für Bildung, Wissenschaft und Forschung vorsehen. Auf Basis dieser Verordnungsermächtigung kann der Bundesminister Verordnungen erlassen, durch welche die Bestimmungen des Universitätsgesetzes 2002 und des Studienförderungsgesetzes abgeändert werden.

Die Covid-19-Universitäts- und Hochschulverordnung, öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster sowie die Covid-19-Studienförderungsverordnung, öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster wurden am 22. April 2020 kundgemacht.

Antworten zu häufig gestellten Fragen zum Studienrecht und Studienförderungsrecht finden Sie auch auf der Seite des Wissenschaftsministeriums: Coronavirus (COVID-19): FAQ zu rechtlichen Fragestellungen, öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster.

Die Nachfrist für das Sommersemester 2020 wurde bis 30. Juni 2020 (statt 30. April) und die allgemeine Zulassungsfrist für das Wintersemester 2020/21 bis 30. September 2020 (statt 5. September) verlängert.

Erstmalige Zulassung an der TU Wien

Durch die Verlängerung der Nachfrist ist die erstmalige Einschreibung für ein Master- oder Doktoratsstudium im Sommersemester 2020 bis 30. Juni 2020 möglich.

Für Bachelorstudien ist dies nur insofern möglich, als ein gesetzlicher Nachfristgrund erfüllt wird und die Studien-VoR-Phase bereits absolviert bzw. in platzbeschränkten Studien ein Studienplatz infolge des Absolvierens des Aufnahme- oder Auswahlverfahrens für das Studienjahr 2019/2020 erlangt worden ist.

Fortmeldung des Studiums

Die Fortmeldung des Studiums für das Sommersemester 2020 durch Einbezahlen des ÖH-Beitrages/Studienbeitrages kann bis 30. Juni 2020 erfolgen. Die Prüfungsberechtigung aus dem Wintersemester besteht somit bis 30. Juni statt nur bis 30. April 2020.

Es ist daher auch ein allfälliger Studienabschluss bis 30. Juni ohne Einbezahlen des Studienbeitrages möglich. Wurde der Studienbeitrag bereits einbezahlt und wird das Studium bis 30. Juni abgeschlossen, kann ein Antrag auf Rückzahlung des Studienbeitrages in der Studienabteilung per Email (studienabteilung@tuwien.ac.at) eingebracht werden.

Informationen zur Rückerstattung des Studienbeitrages finden Sie hier.

Mitbelegung

Auch die Mitbelegung ist bis 30. Juni an der TU Wien noch möglich. Infolge der Schließung der Gebäude der TU Wien ist die Mitbelegung an der TU Wien per Email durchzuführen. Nähere Informationen finden Sie hier.

Beurlaubung in der Nachfrist

Die Beantragung einer Beurlaubung in der Nachfrist ist nur aus den im Universitätsgesetz festgelegten Gründen möglich:

1. Leistung eines Präsenz-, Ausbildungs- oder Zivildienstes oder
2. Erkrankung, die nachweislich am Studienfortschritt hindert oder
3. Schwangerschaft oder
4. Kinderbetreuungspflichten oder anderen gleichartigen Betreuungspflichten oder
5. der Ableistung eines freiwilligen sozialen Jahres.

Infolge der Verlängerung der Nachfrist für das Sommersemester 2020 ist die Beantragung einer Beurlaubung aus diesen Gründen ebenfalls bis 30. Juni 2020 (statt 30. April) möglich, sofern im Sommersemester 2020 noch keine Prüfungen abgelegt worden sind.

Sollte der Studienbeitrag bereits entrichtet worden sein, kann nach Genehmigung der Beurlaubung ein Antrag auf Rückerstattung des Studienbeitrages gestellt werden.

Informationen zur Beantragung der Beurlaubung finden Sie hier.

Vorzeitige Beendigung einer Beurlaubung

Neu ist die Möglichkeit der vorzeitigen Beendigung einer Beurlaubung. Wurde für das Sommersemester 2020 bereits eine Beurlaubung beantragt und genehmigt, bzw. wird jetzt noch eine Beurlaubung aus den oben genannten gesetzlichen Gründen beantragt und genehmigt, kann diese auf Antrag vorzeitig beendet werden.

Der Antrag auf vorzeitige Beendigung einer Beurlaubung kann bis 30. Juni 2020 formlos per Email inklusive einem Scan des Studierendenausweises in der Studienabteilung gestellt werden (studienabteilung@tuwien.ac.at).

Nach Genehmigung der vorzeitigen Beendigung können im Sommersemester 2020 noch Lehrveranstaltungen besucht und Prüfungen abgelegt werden.

ACHTUNG: Die Studienbeitragspflicht lebt wieder auf!  Wenn Sie also bereits studienbeitragspflichtig sind und aufgrund der Beurlaubung nur den ÖH-Beitrag entrichtet haben, ist für eine gültige Fortmeldung und Erlangung der Prüfungsberechtigung für das Sommersemester 2020 mit Beendigung der Beurlaubung der Studienbeitrag bis zum 30. Juni zu entrichten.

Covid-19-Beurlaubung

Das Rektorat hat mit Verordnung , öffnet eine externe URL in einem neuen Fensterfestgelegt, dass sich Studierende aus Gründen, die im Zusammenhang mit COVID-19 stehen, für das Sommersemester 2020 beurlauben lassen können.

In diesem Fall ist kein Studienbeitrag (jedoch der ÖH-Beitrag) zu entrichten bzw. kann ein Antrag auf Rückerstattung des Studienbeitrages eingebracht werden. Alle Prüfungen, die bis zur Genehmigung des Antrages abgelegt wurden, bleiben gültig.

ACHTUNG! Eine Covid-19-Beurlaubung kann nicht vorzeitig beendet werden! Mit Genehmigung der Beurlaubung können bis 30. September 2020 keine Lehrveranstaltungen und keine Prüfungen - auch nicht online - besucht und absolviert werden. Diplomarbeiten und Dissertationen können nicht eingereicht werden!

Die Antragsfrist läuft bis 31.5.2020. Ein Antrag , öffnet eine Datei in einem neuen Fensterkann in der Studienabteilung per Email (studienabteilung@tuwien.ac.at) mit den erforderlichen Unterlagen eingebracht werden, wenn insbesondere einer der folgenden Gründe, die im Zusammenhang mit COVID-19 stehen, vorliegen:

  1. Tätigkeiten, die im öffentlichen Interesse zur Erhaltung des Gemeinwohles in der Gesundheitsversorgung (z.B. Spitäler, niedergelassene Ärzt_innen, Rehabilitationseinrichtungen oder Pflegedienste), im Rettungswesen, im Unterrichtswesen (z.B. Schulen), oder in der Versorgungssicherheit (Z.B Energie und Lebensmittel) durchgeführt werden,
  2. Außerordentlicher Zivil- oder Präsenzdienst,
  3. Betreuungspflichten, insbesondere für minderjährige Kinder, die aufgrund der eingeschränkten Öffnung von Kinderbetreuungseinrichtungen und Schulen entstanden sind
  4. Keine Möglichkeit, das Online-Studienangebot wahrzunehmen mangels Vorhandensein des technischen Equipments (Smartphone, Tablet, Computer o.Ä.)
  5. Keine Möglichkeit, aufgrund von COVID-19 bedingten Einreise- und Aufenthaltsbestimmungen an Präsenzprüfungen teilzunehmen
  6. Keine Möglichkeit an Präsenzprüfungen teilzunehmen, aufgrund von gesundheitlichen Risiken (Zugehörigkeit zur Risikogruppe o.Ä.)

Im Sommersemester 2020 enfällt die lehrveranstaltungsfreie Zeit und es können Lehrveranstaltungen und Prüfungen auch während der Sommermonate (Juli, August, September) angeboten und durchgeführt werden.

Das bedeutet, dass es im Studienjahr 2019/2020 keine Sommerferien im herkömmlichen Sinn gibt. Das Sommersemester 2020 endet ohne lehrveranstaltungsfreie Zeit am 30. September 2020.

Derzeit wird im Rahmen der geltenden Gesundheitsvorschriften daran gearbeitet, Lehrveranstaltungseinheiten und Prüfungen, die im Semester nicht stattfinden konnten und die zwingend die Präsenz von Studierenden und Lehrenden vor Ort erfordern, durchzuführen (insb. Labor und schriftliche Prüfungen).

Über konkrete Lehrveranstaltungen und Prüfungen, die im Sommer stattfinden, informieren Sie sich bitte regelmäßig in TISS und TUWEL.

Sieht das Curriculum ein Auslaufen des Studiums oder eines Universitätslehrganges im Sommersemester 2020 vor, wird diese Frist bis zum Ende des Wintersemesters 2020/21 verlängert.

Diese Regelung trifft an der TU Wien vor allem Studierende im Lehramtsstudium, die auch ein Unterrichtsfach an der Universität Wien absolvieren. Die Lehramtsstudien "alt" (Diplomstudium Lehramt) an der Universität Wien wären grundsätzlich mit 30. April 2020 ausgelaufen. Diese Frist hat sich nun auf 28. Februar 2021 verlängert. Sie haben daher noch bis zum Ende dieser Frist Zeit, das Unterrichtsfach an der Universität Wien abzuschließen.

Das Rektorat hat mit Verordnung , öffnet eine externe URL in einem neuen Fensterfestgelegt, dass Studierende, die die Studieneingangs- und Orientierungsphase (StEOP) bis 22. April 2020 noch nicht abgeschlossen haben, bis zum Ende des Wintersemesters 2020 (28. Februar 2021) weiterführende Lehrveranstaltungen im Ausmaß von bis zu 40 ECTS-Anrechnungspunkten (statt bisher 22 ECTS), absolvieren dürfen.

Diese weiterführenden Lehrveranstaltungen können aus dem im jeweiligen Curriculum festgelegten Pool an Lehrveranstaltungen gewählt werden, die vor Abschluss der StEOP absolviert werden dürfen.

Aufgrund der erforderlichen Schließung der Universitätsgebäude und der Umstellung auf Distance-Learning war es erforderlich, bei vielen Lehrveranstaltungen und Prüfungen im laufenden Semester Adaptionen beim Prüfungsmodus vorzunehmen. Diese Abänderungen gelten aufgrund der Bestimmungen der ministeriellen Verordnung als ordnungsgemäß.

Dh. wurden bereits Prüfungen mit abgeändertem Prüfungsmodus absolviert, gelten diese als ordnungsgemäß absolviert. Wurde der Prüfungsmodus für jetzt noch laufende Lehrveranstaltungen abgeändert, zu denen die Studierenden vor dem 23. April angemeldet waren, gelten diese Änderungen ebenfalls als ordnungsgemäß durchgeführt.

Für zukünftig stattfindende Lehrveranstaltungen und Prüfungen kann das Rektorat Änderungen hinsichtlich des Prüfungsformates, des Prüfungsmodus etc. festlegen. An einer entsprechenden Verordnung wird in Abstimmung mit der HTU und dem Senat gearbeitet.

Studierende sind berechtigt, sich von Lehrveranstaltungen/Prüfungen, deren Prüfungsmodus infolge der Covid-19-Maßnahmen abgeändert werden musste bzw. die nun auf elektronischem Wege abgehalten werden, jederzeit abzumelden. Es erfolgt keine Anrechnung auf die zulässig Zahl der Prüfungsantritte.

Für Prüfungen, die aufgrund eines einzigen Prüfungsaktes durchgeführt werden (Vorlesungsprüfungen), sind weiterhin drei Prüfungstermine im Semester anzubieten. Diese müssen aber nicht am Anfang, in der Mitte und am Ende des Semesters sein. Der Zeitpunkt ist von den Lehrenden festzulegen.

Tätigkeiten, die im Zusammenhang mit COVID-19 stehen und

  • im Interesse der öffentlichen Sicherheit,
  • der Gesundheitsvorsorge,
  • des Unterrichtswesens oder
  • der Versorgungssicherheit

durchgeführt werden, können im Ausmaß von 4 ECTS-Anrechnungspunkten pro Monat freie Wahlfächer oder Transferable Skills anerkannt werden.

Damit Curricula oder Curriculaänderungen mit Beginn des Studienjahres 2020/2021, nämlich mit 1. Oktober 2020, in Kraft treten können, sind diese bis spätestens 30. August 2020 im Mitteilungsblatt der Technischen Universität Wien kundzumachen.

Werden die Curricula rechtzeitig kundgemacht, gelten die neuen Studienpläne bzw. die abgeänderte Studienpläne für das kommende Studienjahr.

Beihilfen

Grundsätzlich wurde durch die Änderung des Studienförderungsgesetzes das Sommersemester 2020 als "neutrales Semester" festgelegt. Das bedeutet, dass eine Verlängerung der Anspruchsdauer auf Studienbeihilfe möglich ist, wenn nachgewiesen wird, dass der Entfall von Lehrveranstaltungen oder Prüfungen aufgrund von Maßnahmen gegen COVID-19 erfolgt ist.

Fragen zur Studienbeihilfe kann die Studienbeihilfebehörde , öffnet eine externe URL in einem neuen Fensterkompetent beantworten.

Eine Studienunterstützung durch das Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung kann in entsprechend begründeten Fällen erfolgen. Auch für den Bezug von Familienbeihilfe bestehen Verlängerungsmöglichkeiten.

Mehr Informationen dazu finden Sie auf der Website des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Forschung, öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster.

Aufenthaltstitel

Fragen zum Aufenthaltstitel kann nur die zuständige Ausländerbehörde beantworten. Wenden Sie sich daher in Wien an die Magistratsabteilung 35 (MA 35)., öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster

Derzeit ist aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung der Verbreitung des Coronavirus kein persönlicher Kund_innenverkehr in der MA 35 möglich. Alle Anträge und Unterlagen können per Post oder per E-Mail eingebracht werden. Bei Fragen kontaktieren Sie die MA 35 bitte per E-Mail unter anliegen@ma35.wien.gv.at oder telefonisch unter der Nummer +43 1 4000-35021.