Die transversale Integration der Life Sciences, in den traditionellen Ingenieurwissenschaften, im Begriff „Biomedical Engineering“ stellt eine der wichtigsten Herausforderungendes europäischen Wissenschafts- und Technologieraums im 21. Jahrhundert dar. Das Gesundheitswesen stellt an das Biomedical Engineering laufend höhere und faszinierendere technische Anforderungen, unter steigendem Demographie-, Ethik-, Ökologie und Kostendruck. Das wissenschaftliche und wirtschaftliche Wachstumspotenzial des Biomedical Engineering wird, besonders in den USA, sehr hoch geschätzt. Gemäß ihrer Devise „Technik für Menschen“ und ihrer Exzellenz in den Ingenieurwissenschaften, stellt sich die Technische Universität Wien, mit einer Fokussierung ihrer Aktivitäten im Bereich Biomedical Engineering, dieser Herausforderung, sowohl in der Forschung als auch in der forschungsgeleiteten Lehre.

StudienkennzahlUE 066 453 - Masterstudium Biomedical Engineering (interfakultär)

Beteiligte Fakultäten 

und verwandte Studienrichtungen

Studiendauer4 Semester
Umfang120 ECTS
SpracheEnglisch
AbschlussDipl.-Ing. (international vergleichbar mit "Master of Science")
ModuleinteilungBiomedical Engineering, öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster

Aufbau des Studiums

Alle Details zur Struktur und zu den Inhalten des Programms finden Sie im Studienplan, öffnet in einem neuen Fenster (PDF) oder in der Liste der Lehrveranstaltungen, öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster an der TU Wien.

Grafische Darstellung des Curriculums Biomedical Engineering

© TU Wien

Das Studium besteht aus folgenden Modulen:

  • 2 Pflichtmodule (39 ECTS): In den Pflichtmodulen „Life Sciences“ sowie „Fundamentals“ werden die Grundlagen und gemeinsamen Lehrinhalte für alle Studierende des Masterstudiums vermittelt.
  • Vertiefung (Specialisation) (42 ECTS): Im Rahmen der Vertiefung haben Sie die Möglichkeit, sich entsprechend Ihrer Interessen auf einem Gebiet des Masterstudiums zu vertiefen. Dabei muss ein Modul gewählt werden:
    • Biomechanics & Biomaterials, Biomedical Signals & Instrumentation, Mathematical & Computational Biology, Medical Physics & Imaging
  • Modul „Freie Wahl und Transferable Skills (Free Electives and Transferable Skills) (9 ECTS): Die Lehrveranstaltungen dieses Moduls dienen der Vertiefung des Faches, sowie der Aneignung außerfachlicher Kenntnisse, Fähigkeiten und Kompetenzen.
  • Modul „Diplomarbeit(Diploma Thesis) (30 ECTS): Dieses Modul besteht aus der Diplomarbeit (27 ECTS) und der kommissionellen Abschlussprüfung (3 ECTS).

Weitere Informationen zum Studium

Voraussetzung für das Masterstudium „Biomedical Engineering“ ist der Abschluss eines fachlich in Frage kommenden Bachelorstudiums an einer anerkannten inländischen oder ausländischen postsekundären Bildungseinrichtung. Insbesondere kommt ein Studium fachlich in Frage, wenn Kompetenzen der Fächer Mathematik, Physik, Chemie, Elektrotechnik und/oder Mechanik, in Summe von mindestens 30 ECTS, im ausgewogenen Ausmaß vorhanden sind. Zum Ausgleich von wesentlichen fachlichen Unterschieden können Ergänzungsprüfungen im Umfang von maximal 30 ECTS-Punkten vorgeschrieben werden.

Eine Zulassung zum Studium ist jedenfalls für Absolvent_innen folgender Bachelorstudien der TU Wien möglich:

Die allgemeinen Zulassungsvoraussetzungen finden Sie auf der Seite zur Zulassung zu den Masterstudien.

Absolvent_innen des Masterstudiums Biomedical Engineering verfügen über weitgehende Kenntnisse im gewählten Schwerpunkt und über grundlegende Kenntnisse in allen Teilbereichen der Biomedizinischen Technik. Sie erwerben des Weiteren Kompetenzen im Bereich Diversität in der Biomedizin und sind befähigt, den Zusammenhang zwischen Kerndimensionen der Diversität (Lebensalter, körperliche und geistige Fähigkeiten, Geschlecht und geschlechtliche Identität) und dem Gesundheitszustand zu berücksichtigen (bezogen auf die Aufgaben der Biomedizinischen Technik).

Absolvent_innen sind in der Lage:

  • den Aufbau der Biomedizinischen Technik und die Zusammenhänge zwischen deren Teilgebieten, die dafür relevanten theoretischen Grundlagen, methodischen Werkzeu-ge und Modellvorstellungen sowie die diesen zugrunde liegenden Voraussetzungen zu erläutern.
  • experimentelle Untersuchungen und Modellrechnungen zur Ermittlung benötigter Daten in verschiedenen Teilgebieten der Biomedizinischen Technik anzuwenden.
  • die Qualität und Zuverlässigkeit ermittelter Daten zu beurteilen.
  • wissenschaftliche Grundlagenkenntnisse und Forschungserfahrung in Bereichen der Biomedizinischen Technik anzuwenden.
  • biomedizintechnische Problemstellungen zu formulieren.
  • biomedizintechnische Problemstellungen systematisch zu analysieren.
  • fundierte und methodisch geeignete Lösungskonzepte für fachliche Problemstellungen zu entwickeln.
  • biomedizintechnische Entwicklungen durchzuführen.
  • biomedizintechnische Anwendungen interdisziplinär zu gestalten.
  • analytische, methodische sowie lösungs- und gestaltungsorientierte Denkweisen auf komplexe biomedizintechnische Fragestellungen anzuwenden und daraus fundierte Entscheidungen abzuleiten.

An der TU Wien können Sie nach Ihrem Masterabschluss eines der folgenden Doktoratsstudien absolvieren:

  • 796 700 - Doktoratsstudium der Technischen Wissenschaften
  • 796 600 - Doktoratsstudium der Naturwissenschaften
  • 796 300 - Doktoratsstudium der Sozial- und Wirtschaftswissenschaften