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Prof. Georg Gottlob wechselt nach Oxford

Wittgensteinpreisträger Georg Gottlob, bis vor kurzem am Institut für Informationssysteme der TU Wien tätig, wechselte mit Anfang dieses Jahres an die renommierte Universität Oxford.

Prof. Georg Gottlob

Gottlob studierte Technische Mathematik und Informatik an der TU Wien sowie Logistik an der Universität Wien. Nach der Promotion wurde er 1980 Assistent am Institut für Angewandte Informatik und Systemanalyse der TU Wien. Nach mehreren Lehraufträgen an Universitäten im Ausland wurde er 1988 als Ordinarius an seine Stammuniversität berufen, wo er von 1989 - 1997 das Christian Doppler Labor leitete sowie von 1991 - 1999 Institutsvorstand des Instituts für Informationssysteme war.

"Ich gehe nicht deshalb nach Oxford, weil ich die TU Wien nicht mehr mag", betonte Gottlob im Gespräch mit der APA. Es gebe derzeit Gespräche, wie er mit seiner Heimatuniversität auch bezüglich der Lehre in Verbindung bleiben kann. Möglicherweise wird der Wissenschafter einen Block pro Semester in Wien an Veranstaltungen halten.

"Andererseits ist der Ruf an die Universität Oxford schon sehr schön", so Gottlob. Seine internationale Anerkennung hat sich der Informatiker sowohl durch mathematisch-theoretische als auch durch praxisrelevante Arbeiten erworben. Unter anderem beschäftigt er sich mit Datenbanken, Expertensystemen und logischen Computersprachen.

Aktuell beschäftigt sich Gottlob beispielsweise mit Systemen, wie etwa über das Internet Daten extrahiert werden können. "Generell ist das Web für das menschliche Auge gestaltet, eine Extraktion von bestimmten Daten durch automatische Systeme ist daher nicht so einfach", so Gottlob. Soll etwa ein Programm einen Preisvergleich für ein bestimmtes Produkt durchführen, so ist dies eine hoch komplexe Angelegenheit. Der Preis kann links, rechts, ober oder unter dem Produkt stehen, für eine Maschine eine Herausforderung. Gottlob hat dazu auch bereits ein System mit dem Namen "Lixto" entwickelt, das über eine Spin-off-Firma der TU vertrieben wird ( "http://www.lixto.com").

Der Wittgensteinpreis was für seine Karriere "extrem wichtig" betonte der Forscher. Auch rund zehn Forscher, die durch die Mittel angestellt werden konnten, haben sich mittlerweile etabliert und arbeiten als Professoren an den verschiedensten Unis, so Gottlob.

Quelle: © APA