Der Awareness in Teaching Award zeichnet Lehrveranstaltungen aus, die den folgenden Kriterien entsprechen: 

Studierendenzentrierung

Die Lehrveranstaltungsleitung…

  • Berücksichtigt das unterschiedliche Lerntempo der Studierenden, indem sie sich laufend ein Bild über den aktuellen Lernstand aller Studierenden verschafft und ggf. die Lehre dahingehend anpasst.
  • Fördert die selbstständige Auseinandersetzung aller Studierenden mit Lerninhalten und räumt hierfür ausreichend Bearbeitungszeit ein.
  • Ermöglicht Studierenden, Wissen und Fähigkeiten auf unterschiedliche Art und Weise zu demonstrieren (Tan & Matz 2025a).
  • Bietet vielfältige Beteiligungsformate für Studierende an bzw. variiert diese im Laufe des Semesters, wie beispielsweise schriftliche Beiträge, mündliche Diskussionen, Chats/digitale Diskussionsforen, anonyme Rückmeldungen, digitale Abstimmungstools etc. (Tan & Matz 2025b).
  • Schafft eine positive Lernatmosphäre, indem Feedback von Studierenden - anonym, persönlich, mündlich oder schriftlich, digital oder analog – zur Zusammenarbeit/ zur Lehrveranstaltung eingeholt wird (Tan & Matz 2025b). 

Methoden 

Die Lehrveranstaltungsleitung…

  • Ermöglicht durch den Einsatz vielfältiger interaktiver Methoden die Teilhabe aller Studierenden, wie bspw. mittels Kleingruppenarbeiten, Referaten und Präsentationen, schriftlichen Beiträgen, Studierendenprojekten, Quizfragen oder Fragen zur Vorbereitung auf/Nachbereitung eines Themas, spielerischen Formaten etc.  (TU Wien 2020, S.6-7).
  • Schafft durch den Einsatz unterschiedlicher Methoden einen geschützteren Rahmen für Studierende, in dem sie sich besser einbringen und aktiv beteiligen können (Muhl et al. 2018, S. 6).
  • Berücksichtigt unterschiedliches Vorwissen von Studierenden, indem z. B. für Studierende mit geringem Vorwissen Stoff konkretisiert, Studierende mit mittlerem Vorwissen durch Fragen für das Thema begeistert, und Studierende mit viel Vorwissen durch Verweise auf Forschungsarbeiten und Literatur gefordert werden (TU Wien 2020, S. 8).
  • Vermittelt/Präsentiert Lerninhalte und Informationen auf verschiedene Weise (Tan & Matz 2025a).

Materialien

Die Lehrveranstaltungsleitung…

  • Verwendet Unterlagen und Materialien, die in diversitätssensibler Sprache verfasst und barrierefrei sowie inklusiv gestaltet sind, wie bspw. Videos mit Untertiteln oder Transkript (OER Universität Graz 2025, S. 1).
  • Stellt Lerninhalte unterschiedlich dar bzw. variiert Lernmaterialien im Laufe des Semesters, bspw. als Text, Audio oder Video (Tan & Matz 2025c).
  • Stellt Materialien sowie Unterlagen zur Vor- und Nachbereitung in digitaler Form zur Verfügung (Muhl et al. 2018, S. 7; Tan & Matz 2025c).

Prüfungsmodalitäten

Die Lehrveranstaltungsleitung…

  • Stimmt Lernergebnisse, Lernaktivitäten und Prüfungsmethoden klar aufeinander ab.
  • Verschafft sich kontinuierlich einen Überblick über den Lernstand der Studierenden, indem kleine Quiz, Zwischenabgaben, Protokolle oder weitere Aktivitäten zum Einsatz kommen, die nicht in die Abschlussnote einfließen (formatives Assessment) (Tan & Matz 2025d).
  • Erstellt Lernergebnisse und Beurteilungskriterien unter Berücksichtigung von Diversität und der Teilhabe aller Studierenden, sodass die Anforderungen anspruchsvoll, jedoch für alle Studierenden erfolgreich schaffbar sind.
  • Erstellt und kommuniziert Bewertungsmaßstäbe frühzeitig und transparent, sodass Studierende wissen, worauf bei der Beurteilung geachtet wird und welche Anforderungen für eine erfolgreiche Prüfung erfüllt sein müssen (Tan & Matz 2025d).
  • Bietet je nach Lehrveranstaltungstyp unterschiedliche Prüfungsformate an, wie z. B. mündliche und schriftliche Prüfungen, Hausarbeiten oder digitale Formate (Tan & Matz 2025d).
  • Setzt gezielte Übungen zur Prüfungsvorbereitung ein, indem bspw. Prüfungsfragen aus vorherigen Prüfungen besprochen, Probeprüfungen durchgeführt oder typische Aufgabenformate gemeinsam durchgegangen werden (Tan & Matz 2025d).