Der neue englischsprachige Master Aeronautical Engineering wird erstmals im Wintersemester 2026 angeboten.

Die zivile Luftfahrt ermöglicht den schnellen, preiswerten und sicheren Transport von Gütern und Personen, hat aber einen Anteil von etwa 4 % an der vom Menschen verursachten Klimaerwärmung. Es ist das erklärte Ziel, die luftfahrtbedingten Emissionen zu verringern, um die Klimaerwärmungswirkung bis 2050 auf null zu reduzieren. Weil Luftfahrzeuge leicht sein müssen und sich die Betriebsbedingungen in Abhängigkeit der Flughöhe ändern, sind im Vergleich zu bodengebundenen Fahrzeugen teilweise andere technische Lösungen erforderlich. Neben dem Ersatz von fossilem Kerosin durch sogenannte Drop-In Sustainable Aviation Fuels (SAF) stehen weitergehende Möglichkeiten zur Senkung des Energieverbrauchs von Luftfahrzeugen zur Debatte. Beispiele sind die Elektrifizierung, der Einsatz alternativer Kraftstoffe wie Wasserstoff, die Verbesserung der Aerodynamik, beispielsweise durch Advanced Flow Control, und die effizientere Nutzung von Leichtbaupotenzialen. 

StudienkennzahlUE 066 526 - Masterstudium Aeronautical Engineering
Verwandte StudienrichtungenMasterstudien der Maschinenwesen und Betriebswissenschaften
Studiendauer4 Semester
Umfang120 ECTS
SpracheEnglish
AbschlussDipl.-Ing. (international vergleichbar mit "Master of Science")
ModuleinteilungAeronautical Engineering, öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster

Aufbau des Studiums

Alle Details zur Struktur und zu den Inhalten des Programms finden Sie im Studienplan, öffnet in einem neuen Fenster (PDF) oder in der Liste der Lerveranstaltungen, öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster an der TU Wien.

Grafische Darstellung des Studienplans Aeronautical Engineering

© TU Wien

Der Masterstudiengang Aeronautical Engineering bietet Studierenden freie Gestaltungsmöglichkeiten bei der Wahl ihrer Studieninhalte. Basierend auf ihren Interessen und Ausbildungszielen entscheiden sie sich frei für vier Aufbaumodule und drei dazugehörige Vertiefungsmodule sowie für fachspezifische und außerfachliche Lehrveranstaltungen. Darüber hinaus muss neben der Diplomarbeit auch eine fachspezifische Projektarbeit verfasst werden. Die Prüfungsfächer mit den entsprechenden Modulen sind nachfolgend im Detail angegeben:

Das Modul „Introduction to Aeronautical Engineering“ muss verpflichtend absolviert werden. Im Rahmen der gleichnamigen Lehrveranstaltung lernen Studierende die Universitätsstruktur sowie die Forschungsgebiete der Fakultät Maschinenwesen und Betriebswissenschaften kennen. Darüberhinaus bekommen sie einen Einblick in die Lehr- und Forschungstätigkeiten der Institute, die jeweils einen Vertiefungsschwerpunkt im Masterstudium Aeronautical Engineering darstellen.

Modul „Introduction to Aeronautical Engineering“ (1,0ECTS)

Aus der Modulgruppe Aufbaumodule sind vier Module zu absolvieren. Wenn in der Modulbeschreibung nicht anders angegeben, sind alle Lehrveranstaltungen, die in der Modulbeschreibung angeführt sind, zu absolvieren, um das Modul abzuschließen. Falls die Summe der ECTS der gewählten Lehrveranstaltungen den Wert von 20 überschreiten sollte, reduziert sich der Umfang des Moduls Fachgebundene Wahl entsprechend.

  • Modul „Aerodynamics“ (5,0ECTS)
  • Modul „Aircraft Design“ (5,0ECTS)
  • Modul „Aircraft Systems Technology“ (5,0ECTS)
  • Modul „Analytical Methods in Lightweight Design“ (5,0ECTS)
  • Modul „Material Sciences for Aviation“ (5,0ECTS)
  • Modul „Thermal Turbomachines“ (5,0ECTS)
  • Modul „Transmissions for Aviation“ (6,0ECTS)

In diesem Modul wird eine Projektarbeit angefertigt, die mit einem oder mehreren Vertiefungsmodulen in Zusammenhang steht. Das Modul Projektarbeit ist verpflichtend zu absolvieren.

  • Modul „Projektarbeit“ (5,0ECTS)

Aus der Modulgruppe Vertiefungsmodule sind drei vollständige Module im Umfang von jeweils 14 ECTS-Punkten zu absolvieren. Einzelne Vertiefungsmodule stehen im direkten Zusammenhang mit Aufbaumodulen. Das Vertiefungsmodul gilt erst dann als absolviert, wenn eines der jeweils zugeordneten Aufbaumodule positiv abgeschlossen wurde. Es wird empfohlen die entsprechenden Aufbaumodule vor den Lehrveranstaltungen aus den Vertiefungsmodulen zu absolvieren. Falls die Summe der ECTS der gewählten Lehrveranstaltungen pro gewähltem Vertiefungsmodul den Wert von 14 überschreiten sollten, reduziert sich die Fachgebunde Wahl entsprechend.

  • Modul „Aircraft Propulsion“ (14,0ECTS)
  • Modul „Aircraft Technology“ (14,0ECTS)
  • Modul „Flight Dynamics & Flight Control“ (14,0ECTS)
  • Modul „Fluid Dynamics“ (14,0ECTS)
  • Modul „Lightweight Design & Composites“ (14,0ECTS)
  • Modul „Material Sciences“ (14,0ECTS)
  • Modul „Schwerpunkt im Zuge einer Mobilität“ (14,0ECTS)

Studierende wählen im Rahmen dieses Moduls individuell zusätzliche Lehrveranstaltungen aus den Katalogen der Vertiefungsmodule oder aus einer Liste von aktuell angebotenen Lehrveranstaltungen, die jedes Jahr von der Studienkommission Aeronautical Engineering beschlossen wird. Ziel ist es den Studierenden zu ermöglichen, einen individuellen fachlichen Schwerpunkt zu setzen.

  • Modul „Fachgebundene Wahl“ (13,0ECTS)

Die Lehrveranstaltungen dieses Moduls dienen der Vertiefung des Faches sowie der Aneignung außerfachlicher Kenntnisse, Fähigkeiten und Kompetenzen. Die Lehrveranstaltungen dieses Moduls können frei aus dem Angebot an wissenschaftlichen und künstlerischen Lehrveranstaltungen, die der Vertiefung des Faches oder der Aneignung außerfachlicher Kenntnisse, Fähigkeiten und Kompetenzen dienen, aller anerkannten in- und ausländischen postsekundären Bildungseinrichtungen ausgewählt werden, mit der Einschränkung, dass zumindest 4,5 ECTS aus den Themenbereichen der Transferable Skills zu wählen sind. Insbesondere können dazu Lehrveranstaltungen aus dem zentralen Wahlfachkatalog „Transferable Skills“ der TU Wien gewählt werden.

  • Modul „Freie Wahlfächer und Transferable Skills“ (9,0ECTS)

Zum Abschluss ihres Studiums müssen Studierende selbstständig eine Diplomarbeit zu einem von ihnen gewählten Thema verfassen und im Rahmen einer kommissionellen Prüfung präsentieren.

  • 27 ECTS Diplomarbeit
  • 3 ECTS Kommissionelle Abschlussprüfung

Weitere Informationen zum Studium

Voraussetzung für das Masterstudium „Aeronautical Engineering“ ist der Abschluss eines fachlich in Frage kommenden Bachelorstudiums an einer anerkannten inländischen oder ausländischen postsekundären Bildungseinrichtung. 

Fachlich in Frage kommend sind jedenfalls die Bachelorstudien:

TU Wien

TU Graz

  • Maschinenbau
  • Wirtschaftsingenieurwesen-Maschinenbau

Qualitative Zulassungsbedingungen

Für die Zulassung zum Masterstudium Aeronautical Engineering von Bewerber_innen, deren Bachelorstudiengang nicht explizit als fachlich in Frage kommend genannt worden ist, muss jedenfalls der Nachweis folgender qualitativer Zulassungsbedingungen erbracht werden. Insgesamt müssen aus den aufgelisteten Schwerpunkten Lehrveranstaltungen im Ausmaß von mindestens 50 ECTS nachgewiesen werden. Die Mindestanzahl an ECTS pro Schwerpunkt ist nachfolgend angeführt:

  • 7 ECTS aus dem Themengebiet Statik und Festigkeitslehre,
  • 7 ECTS aus dem Themengebiet Dynamik,
  • 3 ECTS aus dem Themengebiet Grundlagen der Konstruktionslehre,
  • 6 ECTS aus dem Themengebiet Maschinenelemente,
  • 4 ECTS aus dem Themengebiet Strömungsmechanik,
  • 4 ECTS aus dem Themengebiet Thermodynamik,
  • 6 ECTS aus den Themengebieten metallische und nichtmetallische Werkstoffe,
  • 5 ECTS im Rahmen von Konstruktionsübungen.

Für die zur Gesamtzahl von 50,0 ECTS fehlenden ECTS können luftfahrttechnische Grundlagen-Lehrveranstaltungen herangezogen werden.

Die allgemeinen Zulassungsvoraussetzungen finden Sie auf der Seite zur Zulassung zu den Masterstudien

Die Transformation der Luftfahrt hin zu nachhaltigeren Antriebssystemen und regenerativ erzeugter Energie eröffnet vielfältige und zukunftsweisende Berufsperspektiven. Ingenieurinnen und Ingenieure sind dabei gefragt, innovative Lösungen zu entwickeln, die höchste Anforderungen an Sicherheit, Effizienz und Umweltverträglichkeit erfüllen. Gleichzeitig wächst die Vielfalt neuer Flugzeugkonzepte und Technologien, wodurch sich spannende Tätigkeitsfelder in Industrie, Forschung und Entwicklung ergeben.

Moderne Methoden, digitale Werkzeuge und der Einsatz von Künstlicher Intelligenz prägen zunehmend den Entwicklungsprozess und schaffen neue Anforderungen an die Kompetenzen zukünftiger Fachkräfte. Gefragt sind Menschen, die bereit sind, neue Wege zu gehen, interdisziplinär zu arbeiten und technologische Innovationen aktiv mitzugestalten. Für engagierte und begeisterungsfähige Nachwuchsingenieurinnen und -ingenieure bieten sich daher ausgezeichnete Karrierechancen in einer Branche, die sich im Wandel befindet und maßgeblich zur nachhaltigen Mobilität der Zukunft beiträgt.

An der TU Wien können Sie nach Ihrem Masterabschluss eines der folgenden Doktoratsstudien absolvieren:

  • 796 700 - Doktoratsstudium der Technischen Wissenschaften
  • 796 600 - Doktoratsstudium der Naturwissenschaften
  • 796 300 - Doktoratsstudium der Sozial- und Wirtschaftswissenschaften