ESPRIT-Förderungen für die TU Wien

Elena Redchenko und Bartosz Bednarczyk erhalten im Frühjahr 2026 eine ESPRIT-Förderung.

schwarzer Hintergrund, darauf von oben herabhängend 5 Glühbirnen, die mittlere gelb, die anderen nur Umrisse in weiß, darunter in gelb das Wort Forschungsförderung

© magele-picture_stock.adobe.com

Mehrmals jährlich zeichnet der FWF junge Forscher_innen mit dem Early-Stage-Programm Research–Innovation–Training-Förderpreisen, kurz ESPRIT-Förderpreise genannt, aus. Gefördert werden hochqualifizierte PostDocs über die Dauer von drei Jahren.

Im Frühjahr 2026 dürfen sich Elena Redchenko und Bartosz Bednarczyk von der TU Wien über den ESPRIT-Förderpreis freuen.
 

Elena Redchenko

Porträt Frau stehend, blonde Haare, dunkles Oberteil, rechte Hand unter Kinn

© Klaus Ranger

Elena Redchenko

Fakultät für Physik, Atominstitut, Forschungsbereich Cold Molecules and Quantum Technologies
Projekt Noch Kältere Moleküle in Kryokristallen
Projektstart 1.4.2026

Im Rahmen des Projekts wird eine neue Kryokristall-Abscheidungsanlage in einem Verdünnungskryostaten, dem in den meisten Laboren für supraleitendes Quantencomputing verwendeten Kryosystem, aufgebaut und kalibriert. Dadurch können Kryokristalle und eingebettete Moleküle kontinuierlich auf ultratiefe Temperaturen gekühlt werden, was Stabilität und Leistung verbessert. Supraleitende Mikrowellenresonatoren werden speziell entwickelt und gefertigt, um die Wechselwirkung mit einzelnen Molekülen zu maximieren. Mithilfe von Spektroskopie und zeitaufgelösten Mikrowellenmessungen wird das Projekt quantifizieren, wie lange molekulare Quantenzustände bestehen bleiben und wie gut sie kontrolliert werden können. Abschließend werden grundlegende Qubit-Operationen an einem einzelnen Molekül demonstriert und die Genauigkeit dieser Operationen mit etablierten Benchmark-Methoden evaluiert.

Durch die gezielte Steuerung einzelner Moleküle in Kryokristallen schafft das Projekt die Grundlage für molekulare Quantenbits, die sich in skalierbare supraleitende Technologien integrieren lassen. Dieser Ansatz eröffnet neue Wege im Quantencomputing und bei langlebigen Quantenspeichern.

Bartosz Bednarczyk

Porträt junger Mann mit Brille, kurzem Haar und dunklem T-Shirt

© Michał Raińczuk

Bartosz Bednarczyk
Fakultät für Informatik, Institut für Logic and Computation, Forschungsbereich Knowledge Based Systems
Projekt FINGO: Endliche Graphautomaten treffen dynamische Logik
Projektstart 1.4.2026

Dynamische Logiken (insbesondere PDL und der Mu-Kalkül) sind seit den 1970er-Jahren bekannte und weit verbreitete Formalismen zur Verifikation von Computerprogrammen. Obwohl das Erfüllbarkeitsproblem – bei dem wir, gegeben eine logische Formel, fragen, ob es ein System oder eine Datenbank gibt, die sie erfüllt – umfassend untersucht wurde, fehlen nach wie vor wirksame Techniken für den Umgang mit dem Problem der endlichen Erfüllbarkeit (bei dem wir zusätzlich verlangen, dass das betrachtete System oder die Datenbank eine endliche Anzahl von Elementen besitzt). Ziel des Projekts ist es, neue Methoden zur Lösung dieses Problems vorzuschlagen, die auf Konzepten von Automaten basieren, die auf endlichen Graphen operieren.