16. September 2026, 09:00 bis 10:00

Diplomprüfung Philipp Zehetgruber

Andere

Bewertung der Wiederverwendbarkeit von historischen Schwerefelddaten auf Grundlage von Anomalien

Betreuung: Sigrid Böhm

Das Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen verwaltet die österreichische Schweredatenbank und arbeitet an ihrer Verdichtung und Aktualisierung. Die Datenbank beinhaltet Schweredaten vergangener Messkampagnen der OMV aus den 1960er- und 1970er-Jahren, welche aus ca. 3350 Stationen mit gemessener Schwere bestehen. Diese erstrecken sich großteils als regelmäßiges Raster in einem zusammenhängenden Gebiet in Niederösterreich. In dieser Arbeit wird untersucht, ob die Altbestandsdaten der OMV für aktuelle forschungsrelevante Fragestellungen, wie etwa die Bestimmung geopotentieller Koten, die Schwerefeldmodellierung, die Geoidbestimmung oder die Berechnung von Schwereanomalien, verwendet werden können. Zur Qualitätsbeurteilung wurden Vergleichsmessungen in einem Testgebiet mit einem Umfang von 1042 Messstationen über vier ÖK50-Mappenblätter im Weinviertel in Niederösterreich durchgeführt. Anhand dieser Daten wurden die Altbestände mithilfe der Bestimmung der Schwereanomalie, basierend auf der Methode von Zahorec et al. (2021), analysiert. Als Herausforderungen erweisen sich dabei topografische Veränderungen der vergangenen Jahrzehnte sowie die Qualität der Altdaten. Jedoch konnte gezeigt werden, dass die Altdaten die geforderte Genauigkeit von <± 1 mGal erfüllen. Somit kann festgehalten werden, dass die Daten der OMV-Messkampagnen für weitere forschungsrelevante Anwendungen geeignet sind.

 

Kalendereintrag

Veranstaltung Details

Veranstaltungsort
Sem.R.DA gelb 03 (DB03E11), Freihausgebäude, gelber Bereich, 3. Stock
1040 Wien
Wiedner Hauptstraße 8
Veranstalter
TU Wien
Öffentlich
Ja
Kostenpflichtig
Nein
Anmeldung erforderlich
Nein