18. September 2026, 15:00 bis 16:00

Diplomprüfung Anna Heinzel

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Erfassung und Interpretation von hydro-morphologischen Veränderungen nach dem Hochwasserereignis im September 2024 an der Pielach

Betreuung: Gottfried Mandlburger

Im September 2024 kam es im Osten Österreichs, insbesondere in Niederösterreich, zu einem massiven Hochwasser infolge eines mehrtägigen Starkregenereignisses. Durch diese Wassermassen wurden Sedimente und andere Feststoffe in Bewegung gesetzt, wodurch es zu Geländeveränderungen und großen monetären Schäden in den betroffenen Gebieten kam. Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Erfassung und Interpretation der hydromorphologischen Veränderungen entlang eines Abschnittes der Pielach nach dem 100-jährigen Hochwasser im September 2024. Zu diesem Zweck wurde aus den Airborne Laser Bathymetrie (ALB)-Punktwolken von 2023 und 2024 je ein digitales Geländemodell (DGM) abgeleitet. Um die Genauigkeit der DGM zu erhöhen, wurde in einem ersten Schritt eine Refraktionskorrektur der Unterwasserpunkte der Punktwolke durchgeführt. Das dafür benötigte Modell der Wasseroberfläche wurde durch die Verdichtung von manuell digitalisierten Querschnitten der Oberfläche entlang der Flussachse modelliert [6]. Die Qualität der Bodenpunktklassifizierung ist maßgeblich für die räumlich variable Genauigkeit der DGM. Aufgrund des Aufnahmezeitpunkts besitzt die Bodenpunktklassifizierung für Oktober 2024 jedoch nicht die gleiche Güte wie die Klassifizierung von 2023. Aus diesem Grund wurde daher in den Fokusgebieten der Arbeit die Bodenpunkt-klassifizierung von 2024 durch zeitintensive manuelle Überarbeitung ergänzt und ausgebessert.Aus den DGM wurde anschließend das DGM der Differenzen (engl.: DEM of Differences, DoD) berechnet. Die DoD-Methode ermöglicht eine rasche Ermittlung von Geländeveränderungen für ein großflächiges Gebiet. Die statistisch signifikanten Höhendifferenzen wurden über die räumlich variable Genauigkeit des DoD sowie den t-Wert jedes Gitterpunkts nach den Methoden von Kraus et. al. [5] und Wheaton et. al. [11] berechnet. Zwischen Februar 2023 und 2024 kam es zu beträchtlichen hydromorphologischen Veränderungen entlang der Pielach. Das Flussbett verbreiterte sich stellenweise um über 20 m und durch große Mengen an Sedimentablagerungen veränderte sich die Linienführung der Pielach. Es kam bei den an die Pielach angrenzenden Landschaftsstrichen zu Geschiebeanlandungen von mehreren dm Höhe. Neben den hydromorphologischen Veränderungen sind in den Ergebnissen auch künstlich geschaffene Höhendifferenzen erkennbar, die durch Bauarbeiten oder Material-verlagerungen wie Ab- und Antransport von Rohstoffen entstanden sind.

 

Kalendereintrag

Veranstaltung Details

Veranstaltungsort
Sem.R.DA grün 02A (DA02E08), Freihausgebäude, grüner Bereich, 2. Stock
1040 Wien
Wiedner Hauptstraße 8
Veranstalter
TU Wien
Öffentlich
Ja
Kostenpflichtig
Nein
Anmeldung erforderlich
Nein