Yadana Yu Naing – PhD student of Prof. Melenk
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Name: Yadana YU NAING
Derzeit: Doktorandin (Projektassistentin) am ASC
Arbeitsgruppe: Computational Mathematics (Prof. Jens Markus MELENK)
Arbeitsbeginn: September 2023
Thema der Dissertation: Gewichtete analytische Regularität für nichtlineare fraktionale Diffusionsprobleme
Der Zweck meines Doktorats besteht darin, gewichtete analytische Regularitätsschätzungen für Lösungen von nichtlinearen fraktionalen Diffusionsproblemen bereitzustellen, welche sowohl die innere Analytizität der Lösung als auch ihr anisotropes Verhalten in der Nähe des Randes erfassen. Diese analytischen Ergebnisse spielen eine entscheidende Rolle bei der Herleitung der exponentiellen Konvergenz von hp-Finite-Elemente-Methoden auf geometrisch verfeinerten Gittern und tragen damit zur theoretischen Grundlage für die effiziente numerische Approximation von fraktionalen und nichtlinearen partiellen Differentialgleichungen bei.
Ich bin in Myanmar aufgewachsen, wo Mathematik schon seit meiner Kindheit mein Lieblingsfach war. Mein starkes Interesse an diesem Fach motivierte mich dazu, einen Bachelor-Abschluss in Mathematik zu verfolgen. Nach meinem Studium hatte ich das Glück, ein Stipendium für ein Master-Studium in Busan, Südkorea, zu erhalten. Dies bedeutete eine große Veränderung in meinem akademischen und persönlichen Leben, bot mir eine stärker forschungsorientierte Umgebung und erweiterte meinen Blick auf mathematische Themen. Während meines Master-Studiums konzentrierte sich meine Forschung auf die Regularitätstheorie für elliptische partielle Differentialgleichungen, und in dieser Zeit entwickelte ich auch ein Interesse daran, wie mathematische Theorie mit numerischer Berechnung zusammenhängt. Motiviert davon, neue Bereiche an der Schnittstelle von Analysis und Computation zu erkunden, zog ich nach Österreich, um mein Doktorat an der TU Wien zu beginnen. Der Übergang war im ersten Jahr herausfordernd; ich musste ein tieferes Verständnis für numerische Methoden und computergestützte Techniken aufbauen, die für mich neu waren. Dank eines unterstützenden Arbeitsumfelds und ermutigender Kolleginnen passte ich mich jedoch allmählich an und gewann zunehmend an Selbstvertrauen in meine Arbeit.
Der Umzug von Myanmar nach Südkorea und später nach Österreich erforderte nicht nur akademische Anpassungen, sondern auch die Fähigkeit, den Alltag in einem neuen Umfeld zu bewältigen. Eine der größten Herausforderungen auf meinem Weg war es, mich an neue Sprachen und Kulturen zu gewöhnen. Kommunikationsbarrieren, unterschiedliche Lehrstile und kulturelle Erwartungen forderten mich immer wieder heraus, aber sie förderten auch mein persönliches Wachstum.
Im Moment habe ich meine Zukunft noch nicht im Detail geplant. Mein Hauptfokus liegt darauf, mein Doktorat erfolgreich abzuschließen und Forschung zu betreiben, die einen bedeutungsvollen Beitrag zur mathematischen und wissenschaftlichen Gemeinschaft leistet. Ich würde mich sehr freuen, wenn ich in meiner zukünftigen Laufbahn die Möglichkeit bekomme, zu unterrichten und die Leidenschaft für Mathematik in meinen Studierenden zu wecken. Ich hoffe, dass die Fähigkeiten und Kenntnisse, die ich während meiner Doktorarbeit entwickle, meine zukünftige Karriere unterstützen werden – sei es in der Wissenschaft oder in der Industrie.