ITPS veranstaltet Konferenz zur thermochemischen Energiespeicherung

Am 18. Mai fand auf dem Campus Móstoles die Konferenz „Thermochemical Energy Storage as a Gamechanger for More Sustainable Energy Consumption“ statt. Eingeladen war Prof. Peter Weinberger von der Technischen Universität Wien (TU Wien), einer Partnerinstitution im europäischen Konsortium EULiST.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand eine zentrale Frage der aktuellen Energie- und Nachhaltigkeitsdebatte: Wie kann Abwärme effizient gespeichert und zu einem späteren Zeitpunkt wieder genutzt werden? Gerade in industrialisierten Ländern spielt Wärmeenergie eine entscheidende Rolle, etwa beim Heizen von Gebäuden oder in industriellen Prozessen. Am Beispiel Österreichs zeigte Prof. Weinberger, welche Bedeutung der Wärmebedarf für den gesamten Energieverbrauch hat.

Ein besonderer Fokus lag auf dem Potenzial der thermochemischen Energiespeicherung. Diese Technologie ermöglicht es, Wärmeangebot und Wärmenachfrage zeitlich und räumlich voneinander zu entkoppeln. Dadurch kann überschüssige Wärme gespeichert und bei Bedarf wieder nutzbar gemacht werden — ein wichtiger Schritt hin zu mehr Energieeffizienz und nachhaltigeren Verbrauchsmodellen.

Darüber hinaus stellte Prof. Weinberger verschiedene technologische Ansätze vor, darunter Systeme auf Basis von Salzhydraten, Oxid-Hydroxid-Reaktionen sowie Amonisierungs- und Desammonisierungsprozesse von Übergangsmetallsalzen. Auch Herausforderungen beim Design von Reaktoren im Labormaßstab und deren mögliche Weiterentwicklung zu Demonstratorsystemen wurden diskutiert.

Die Konferenz bot den Teilnehmenden einen fundierten Einblick in innovative Lösungsansätze für eine nachhaltigere Energienutzung und unterstrich die Bedeutung internationaler wissenschaftlicher Zusammenarbeit im Rahmen von EULiST.