Forschungsmarketing

Das Forschungsmarketing bietet Forscher_innen der TU Wien Beratung und Unterstützung bei der internationalen Positionierung ihrer Forschungsergebnisse im Feld von Industrie, Unternehmen und Anwendung.

Den Markt finden

Wie finden eigene Forschungsergebnisse, die an der TU Wien für industriell anwendbar gehalten werden, ihren Weg von der TU Wien in die globale Industrie und Anwendung?

Ein ungewöhnlicher, aber sehr effizienter Weg sind Industriemessen. Sie bieten vielfältige Anknüpfungspunkte für Interessenten, die durch eine Vielzahl von Medien und Kommunikationsmöglichkeiten rund um die Messe weit über die unmittelbare Messelaufzeit hinauswirken.

Das Forschungsmarketing der TU Wien sorgt seit 2011 für Gemeinschaftsauftritte mehrerer Fakultäten bzw. Institute auf wichtigen Industriemessen im Ausland. Zielgruppe sind insbesondere ausländische Unternehmen. Es sollen neue Kooperationspartner für die TU Wien gewonnen werden.

Ein besonderes Highlight ist die Hannover Messe im April jedes Jahres. Sie gilt als weltweit größte und wichtigste Technologiemesse, auf der zwischen 200.000 und 230.000 Fachbesucher_innen aus verschiedensten Branchen nach Innovationen für ihren Tätigkeitsbereich suchen. Auch auf SPS IC Drives (Automatisierung und elektrische Antriebe), Analytica sowie Biotechnica bzw. Labvolution (Chemie, Pharmazie, Biotechnologie, Prozeß- und Labortechnik) war die TU Wien bereits mit Gemeinschaftsauftritten präsent.

In Kooperation mit dem Forschungsmarketing

Auf jeder Messe werden in der Regel speziell erstellte Exponate von ausgewählten Forschungsgruppen präsentiert. In der Vorarbeit mit dem Forschungsmarketing werden die Vorteile des zu präsentierenden Know-hows herausgearbeitet und Kernbotschaften für die Zielgruppen entwickelt. Gezielte Pressearbeit, Nutzung der Messemedien sowie die Betreuungsarbeit am Stand – die sich doch erheblich vom üblichen Erfahrungsschatz von Wissenschaftler_innen abhebt – werden gemeinsam mit dem Forschungsmarketing vorbereitet.

Das Forschungsmarketing ist in ausgewählten Fällen auch bei der Pflege von Kontakten, Weiterentwicklung von Kooperationsideen und Konkretisierung von Projekten behilflich. Manchmal wird für die Formulierung eines Projektes eine Übersetzungshilfe benötigt, die zwischen dem TU-Bedarf an benötigter Forschungsfinanzierung und dem Firmen-Bedarf an Know-how oder Dienstleistung ein gemeinsames Verständnis entwickelt – oder eine für beide Seiten attraktive Modularisierung des Projektumfanges. Auch gezielte Arbeit mit Branchenmedien und Industriemagazinen im Nachspann zu einer Messe kann sinnvoll sein.

Heute gibt es eine Vielzahl wichtiger Fachmessen, die sich an Industrie, Gewerbe, Handel, Interessensvereinigungen und Verwaltung wenden. Diese sogenannten „Industriemessen“ sind oft sehr „auf Hochglanz poliert“. Eine erfolgreiche Präsenz erfordert einen gewissen Aufwand, große Einsatzbereitschaft und viel Energie. Dafür gibt es neben der inhaltlichen auch finanzielle Unterstützung.

Forscher_innen, die auf Messen ausstellen wollen, für die kein Gemeinschaftsstand geplant ist, können Beratung und finanzielle Unterstützung durch das Forschungsmarketing erhalten.

Erfahrungen

Die interessantesten Erfahrungen nach über zehn Gemeinschaftsständen auf internationalen Großmessen und einer Reihe von Beratungen für Einzelauftritte sind, zusammengefasst von Peter Heimerl:

Ein guter Messeauftritt kann in kurzer Zeit weit nachhaltigere Eindrücke bei Besuchern und Besucherinnen hinterlassen als ein detaillierter Fachartikel oder Kongressbeitrag: Das sinnliche „Begreifen“ eines attraktiven Exponats, die erläuternde Expertise und weiterführenden Fragen von Standbetreuer_innen sowie aussagekräftige Exponats-Flyer entfalten gemeinsam ihre Wirkung.

In der Atmosphäre von Neugierde und intensiver Kommunikation, die auf einer wichtigen Messe herrschen, sind Firmenleute weit offener und zu intensiveren Gesprächen bereit als im Zuge anderer Veranstaltungen und Events – weil sie sich in einem Modus befinden, der sonst eher selten ist: voll konzentriert auf das Ziel, Neues zu finden, das ihre Firma weiter bringt.

Es kommen sehr potente Interessenten aus aller Welt aus Branchen und Anwendungen, an die man zuvor noch nicht gedacht hatte, mit der TU Wien intensiv ins Gespräch.

Nicht selten erhalten Forscher_innen auf einer Messe wichtige Impulse für neue Entwicklungsschritte oder für neue Forschung in neuen Anwendungsfeldern.

Die Messen, auf denen die TU Wien mit Gemeinschaftsständen präsent sind, sind ein idealer Ort, um am Markt sichtbar zu werden und international aufzuzeigen. Anlässlich einer Messe kommt die TU Wien in Firmen-Zeitschriften und Industriemagazine, wie dies sonst nur mit teuren Inseraten möglich wäre.

Mehrere Exponate an einem TU-Stand ziehen weit mehr Interessierte an als die Summe von einzeln ausgestellten Exponaten. Außerdem bestehen gute Chancen, dass Besucher_innen – besonders aus größeren Unternehmen – auch noch ein zweites oder drittes besonders „heißes“ TU-Exponat für sich entdecken.

Ergebnisse der angewandten Forschung können durch einen funktionellen Prototyp als Exponat ideal vermittelt werden. Aber auch Ergebnisse der Grundlagenforschung können bereits in einem sehr frühen Stadium – einfach durch ein geschickt gewähltes Modell – an verschiedene Anwenderindustrien weltweit kommuniziert werden.

Infos für Firmen

Wenn Sie Kooperationspartner, Kunde oder Fördergeber_in der TU Wien sind und sich eine gemeinsame Präsenz auf einer wichtigen Industriemesse vorstellen können, überlegen wir gerne mit Ihnen. Es haben schon mehrere gemeinsame Auftritte stattgefunden – sei es im Rahmen eines TU-Gemeinschaftsstandes oder im Rahmen eines Firmenstandes.

 

Kontakt

Dipl.-Ing. Peter Heimerl
Leiter Forschungsmarketing
T: +43-1-58801-406110
peter.heimerl@tuwien.ac.at