Freihaus der TU Wien

Campus Freihaus

Bericht 2018

Freihaus (DA & DB)

Im Zuge von „TU-Nachnutzungen“ wird die Fakultät für Mathematik und Geoinformationen im Freihaus zusammengefasst.

Im Frühsommer begannen die Abbrucharbeiten der Zwischen- bzw. Leichtbauwände. Parallel dazu erfolgten die Ausschreibungen und technischen Abklärungen, insbesondere im Zusammenhang mit der aufwendigen technischen Ausstattung des Freihauses.

In den Sommermonaten wurden mit dem Trockenbau sowie der HKLS- und Elektroinstallationen nach dem Stand der Technik und den Adaptierungsmaßnahmen begonnen.

Operngasse 9-11 (DF)

Im ersten Halbjahr 2018 wurden die oberen Geschoße (drittes bis sechstes Obergeschoß) für den neuen Nutzer TU.it (ehemals ZID) adaptiert. Bezüglich der Raumstruktur waren nur geringfügige Änderungen erforderlich. Die Wände wurden gestrichen und der Bodenbelag erneuert. Die Verkabelung wurde umfassend ergänzt, um den IT--Bereich entsprechend auszurüsten.

Im Erdgeschoß wurde eine attraktive Service-zone eingerichtet. Der Bereich präsentiert sich durch großzügige Glasflächen zum Foyer hin kundennah und transparent. Die gesamte Eingangszone des Objektes wurde mit einem neuen Lichtkonzept und Bodenbelag gestaltet. Die Eingangsbereiche und adaptierten Geschoße wurden mit einer elektronischen Zutrittskontrolle ausgestattet sowie der Brandschutz auf Vollschutz aufgerüstet. Die Beschilderung und Sicherheit des Gebäudes wurden auf den aktuellen TU-Standard gebracht.

Im fünften Obergeschoß wurde der neue „Collaboration Room“ mit dem interaktiven multimedia-Bildschirm „Microsoft Surface Hub“ eingerichtet - damit ist die gleichzeitige Videokonferenz und Interaktion von bis zu drei Personen (per Touch oder Stift) am Bildschirm mit integriertem Whiteboard und -Microsoft Office Anwendungen möglich.

Die neuen TU.it-fachspezifischen Räume, wie -Assembling-, Staging- und Serverräume, wurden im hinteren Bereich des Gebäudes (ehemalige Garage und Müllraum) situiert. Das Untergeschoß und das Erdgeschoß wurden hier, um den Materialtransport ideal zu gestalten, zusätzlich mit einer Aufzuganlage miteinander verbunden.

Nach der Einsiedelung und Eröffnung der adaptierten Räumlichkeiten für das TU.it-Team wurden die Arbeiten für und am Untergeschoß und Erdgeschoß fertiggestellt.

Bildergallerie

Freihaus der TU Wien

Logoinstallation am Freihaus

Informatikhörsaal

Blick stadteinwärts

Spiegelung im Nachbargebäude

Freihaus bei Nacht

Luftblick auf das Freihaus

Bisherige Meilensteine 2006 bis 2017

 

Das Freihaus war aufgrund seines Alters und der sehr intensiven Nutzung als Laborgebäude sanierungsbedürftig. Als Folge der Zusammenführung der Fakultät für Maschinenwesen und Betriebswissenschaften am Getreidemarkt werden im Rahmen von TU-Nachnutzungen freiwerdende Bereiche saniert und modernisiert.

Mit den Fakultäten Mathematik und Geoinformation sowie Physik wurden zur Zusammenführung der Institute im Freihaus entsprechende Projekte entwickelt.

Mit dem Auszug der Fakultät für Maschinenwesen und Betriebswissenschaften begannen ab 2014 im grünen Bereich (A-Turm – vorwiegend Mathematik) im dritten bis achten Obergeschoß und im gelben Bereich (B-Turm) im dritten und vierten Stockwerk die Bauaktivitäten. Es erfolgten Sanierungsarbeiten, Adaptierungen von Teilbereichen und strukturbereinigende Maßnahmen.

Die Bau- und Sanierungsarbeiten im gelben Bereich des Freihauses (B-Turm) wurden im Frühjahr 2015 fertiggestellt. Das dritte und vierte Obergeschoß des B-Turms wurde dabei einer weitgehenden Oberflächensanierung unterzogen. Dadurch konnte ein wesentlicher Meilenstein zur Zusammenführung der Fakultäten für Physik sowie für Mathematik und Geoinformation im Freihaus erfolgreich realisiert werden.

Die vorlesungsfreie Zeit in den Sommermonaten wurde für Bauarbeiten genutzt. So konnte auch im Zusammenhang mit einer Neuberufung an der Fakultät für Mathematik und Geoinformation ein weiterer Teilbereich des Freihauses adaptiert werden.

An der Fakultät für Physik wurde im dritten Obergeschoß ein weiterer Teilbereich einer kleineren Adaptierung zugeführt. Durch diese Maßnahmen war es schließlich möglich, das „Exil“ der Forschungsgruppe CMS (Center for Computational Materials Science) nach vielen Jahren zu beenden. Nach dem Auszug aus dem Getreidemarkt im Jahr 2009 hatte dieser Forschungsbereich ein Zwischenquartier in der historischen Makartvilla an der Gußhausstraße bezogen.

TU-Nachnutzungen

Die begonnene physische Zusammenführung der Fakultäten für Physik sowie Mathematik und Geoinformation im Freihaus wurde ab 2016 eingeleitet und in der Folge werden die einzelnen Bereiche etappenweise saniert und modernisiert.

Für das neu geschaffene Dekanatszentrum Freihaus wurde ein eigener Besprechungsbereich im neunten Obergeschoß des Turmes A eingerichtet.

Im Zuge der Generalsanierung am Getreidemarkt wurde 2010 die Aussiedlung des bestehenden Dekanatszentrums der Fakultäten für Informatik, Mathematik und Geoinformation, Physik sowie Technische Chemie notwendig, welche als Begleitmaßnahme für die Neustrukturierung der Dekanate diente.

Das neue Dekanatszentrum der Fakultäten für Mathematik und Geoinformation sowie Physik wurde am zukünftigen Hauptstandort der Fakultäten im fünften Obergeschoß, Turm B, Freihaus angesiedelt. Das Konzept wurde gemeinsam mit den Dekanen entwickelt und verfügt über eine entsprechende Personal- und Raumausstattung.

Im Zuge der Neuberufung von Dr. Markus Valtiner an das Institut für Angewandte Physik (E134) wurden 2017 im mittleren/gelben Turm des Freihauses ein Laserlabor und ein elektrostatisch abgeschirmter Raum eingerichtet sowie die elektro- und haustechnischen Installationen angepasst.

Mit Sommerbeginn 2013 wurden die Sanierungsarbeiten im Erdgeschoß der TU-Hauptbibliothek begonnen. Der Eingangsbereich wurde adaptiert und mit einem großzügigeren Foyer und einer kundenorientierten Gestaltung des Ausgabebereiches ausgestattet. Die Lehrbuchsammlung wurde vergrößert und der gesamte Bereich auf den aktuellen Stand der Technik gebracht. Nicht zuletzt profitieren die Mitarbeiter_innen der Bibliothek von einer ergonomischen Gestaltung ihrer Arbeitsplätze.

2016 wurde in der Aula der TU-Hauptbibliothek die Einrichtung erneuert.

Die Kompaktusanlage im zweiten Untergeschoß des TU-Bibliotheksgebäudes wurde nach entsprechender Abstimmung mit den Nutzer_innen erneuert. Dadurch konnte die Lagerungsdichte wesentlich erhöht werden. Nach Abschluss der Arbeiten für die neue Gleitregalanlage im zweiten Untergeschoß des TU-Bibliotheksgebäudes, erfolgte im Frühjahr die sukzessive Befüllung und damit die Freimachung der Übergangsquartiere.

Nach der Sanierung und Adaptierung der Räume ist die Mathematik-Fachbereichsbibliothek (ehemals im Freihaus angesiedelt) im Herbst in die TU-Hauptbibliothek DD übersiedelt und integriert worden.

Im fünften Obergeschoß wurde 2016 jener Bereich, der zwischenzeitlich während der Generalsanierung des Hochhauses am Getreidemarkt (jetziges Plus-Energie-Bürohochhaus) die Fachbereichsbibliothek der Fakultäten für Technische Chemie sowie Maschinenwesen und Betriebswissenschaften beherbergt hatte, zu einer modernen und attraktiven Lern- und Lesefläche adaptiert. Dabei wurden akustisch abgeschirmte Besprechungsmöglichkeiten für Kleingruppen geschaffen.

In der Aula der TU-Hauptbibliothek wurde im Kommunikationsbereich für die Studierenden und Mitarbeiter_innen die Einrichtung erneuert, in den Obergeschoßen die Attraktivierung der Lese- und Lernbereiche für die Studierenden fortgeführt.

Nach langanhaltenden Problemen mit der Gebäudedichtheit im Bereich des Bibliothekszuganges, begann in den Sommermonaten 2017 die Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) mit der Sanierung. Dazu wurde rund um den Zugang der Gehwegbelag bis zur Kellerrohdecke entfernt und die Abdichtung erneuert.

Diese Sanierungsarbeiten werden dazu genutzt, auch das Eingangsportal barrierefrei zu erneuern. Die Arbeiten dafür sind in Vorbereitung.

Im dritten Obergeschoß wurde 2015 mit der Sanierung und Adaptierung der Räume für die Cyber-Physical Systems Group des Instituts für Technische Informatik begonnen. Neben der Sanierung der Oberflächen und der standardgemäßen Modernisierung der Haustechnik wird der Bereich mit einer neuen energieeffizienten Beleuchtung ausgestattet.

In der zweiten Jahreshälfte sind die mit dem Eigentümer verhandelten Fensterwartungen und -überprüfungen sowie eine Teilsanierung des Daches durchgeführt worden.

Ende 2015 wurde die komplette Erneuerung der Umformerstation begonnen, die 2016 fertiggestellt wurde.

Im kulturellen Leben der Stadt Wien spielte das Gebäude in der Treitlstraße schon immer eine -Rolle. Fritz Judtmann und Egon Riss errichteten 1930 mit dem Objekt den ersten Stahlbetonskelettbau in Wien. Karl Kraus nutzte den Festsaal dieses Gebäudes 1932 mehrfach für seine Offenbach-Vorlesungen. Schon bald nannte man den Veranstaltungsraum im ersten Untergeschoß mit Galerie im Erdgeschoß „Offenbach-“ oder „Karl-Kraus-Saal“. Ab Februar 1937 nutzte die „Gesellschaft der Filmfreunde Österreichs“ den Saal für Filmvorführungen. Nach dem Zweiten Weltkrieg diente das Gebäude als Informationszentrum für die russische Armee. Ab 1959 kehrten wieder Kunst und Kultur in das Gebäude zurück: Im Frühjahr veranstaltete die Wiener Gruppe ihr 2. Literarisches Cabaret. Friedrich Achleitner und Konrad Bayer zertrümmerten dabei ein Klavier und provozierten so einen Polizeieinsatz. Ein Aufreger war beispielsweise auch die Aktion # 43 – das „Direct Art Festival“ – von Otto Mühl gemeinsam mit Günther Brus, in der kurze „revueartige“ Aktions-Sketches aufgeführt wurden. Ein musikalisches Highlight in den 1970er Jahren war der Auftritt der britischen Punkrock-Band „The Clash“ („Should I Stay or Should I Go“).

1986 mietete das Wissenschaftsministerium das ehemalige Gewerkschaftsgebäude für die TU Wien an, da es günstig in den Komplex Freihaus/TU--Bibliothek eingebunden werden konnte. Der ursprüngliche Veranstaltungssaal wird seitdem als Hörsaal vor allem von der Fakultät für Informatik, aber auch für diverse kulturelle Veranstaltungen genutzt.

In den Sommermonaten 2012 wurde der -Hörsaal von Grund auf instandgesetzt. Die Haustechnik, insbesondere die Lüftung und die elektrotechnische Infrastruktur, wurde auf den aktuellen Stand der Technik gebracht, um den Anforderungen eines modernen Lehrraums gerecht zu werden. Der gesamte Bereich wurde barrierefrei besser erschlossen.

Die Sanierung wurde vom damaligen Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung im Rahmen des Programmes „MINT“ (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) finanziert.

Im Zuge der TU-Nachnutzungen wurde das Objekt DF in der Operngasse 11 der neue Standort für den Zentralen Informatikdienst der TU Wien. Dazu erfolgten vom dritten bis zum sechsten Obergeschoß nutzerspezifische Funktionsanpassungen der Büros und büroähnlichen Räumlichkeiten. Diese Adaptierungsmaßnahmen, die sich auf die Innenräume beschränken, wurden im September 2017 begonnen. Zeitversetzt wurden auch die fachspezifischen Arbeitsbereiche des Zentralen Informatikdienstes, wie Server- und Stagingräume, im Erdgeschoß und Keller errichtet.

Zum Jahresende hin konnten die Trockenbauarbeiten weitgehend abgeschlossen und die Malerarbeiten begonnen werden.