Forschung an der TU Wien – Von der Grundlage zur Anwendung

Vizerektor Forschung und Innovation

Der Vizerektor Forschung und Innovation koordiniert die Forschungsagenden der TUW und steuert die strategische Entwicklung der Forschung an der TU Wien.

Zuständigkeiten:

  • Forschungsstrategie
  • Forschungsschwerpunkte
  • Forschungssupport
  • Forschungsfacilities
  • Forschungsfinanzierung 

Er ist bei hochdotierten & interdisziplinären Forschungsprojekten und -investitionen einzubinden (Richtlinien), steuert die Forschungsbudgetierung und koordiniert die interne Forschungsförderung.

Die Forschung an der TU Wien stützt sich auf fünf Forschungsschwerpunkte. Diese fünf Säulen repräsentieren die langjährigen Stärken und Kompetenzen der TU Wien und schärfen so ihr Profil im internationalen Wettbewerb. Innerhalb dieser Forschungsschwerpunkte wird fakultätsübergreifend gearbeitet und das Forschungsspektrum laufend weiterentwickelt. Mit den Additional Fields gibt es noch zusätzliche, aber ebenso wichtige Forschungsfelder. Alle Forschungstätigkeiten sind in einer Matrix organisiert.

Vizerektor Forschung und Innovation

Kontakt

Univ.Prof.Dipl.-Ing.Dr.techn. Johannes Fröhlich

Karlsplatz 13, 1040 Wien
Büro: Stiege 1, 1. Stock, Büro des Rektorats

T +43-1-58801-406100
mail@forschung.tuwien.ac.at

ICPS - Größte internationale Halbleiterkonferenz in Wien

Der österreichischen Halbleiterforschung ist es gelungen, die alle zwei Jahre stattfindende International Conference on the Physics of Semiconductors (ICPS) nach Wien zu holen. 1.200 ForscherInnen aus Europa, den USA, Russland, Korea und Japan kommen vom 24.-28. Juli 2006 in der Wiener Hofburg zusammen, um die wichtigste Fortbildungsveranstaltung im Bereich der Halbleitertechnologie abzuhalten.

Symbol

Die Konferenz findet zum 28. Mal statt und gibt einen Überblick über die neuesten Entwicklungen auf dem Gebiet der Halbleitertechnologie. Sie bietet erfahrenen WissenschafterInnen sowie dem Wissenschaftsnachwuchs die Möglichkeit, die herausragendsten Ergebnisse der beiden letzten Jahre zu präsentieren und zu diskutieren. Neben der Grundlagenforschung berichten ForscherInnen aus den Intel-, IBM-, Infineon- und anderen Industrie-Laboratorien auch über Fortschritte in der Anwendung von Halbleitern.

Organisiert wird die Konferenz von der Gesellschaft für Mikro und Nanoelektronik (GMe) und dem Austrian Research Centers (ARCS). Für das umfangreiche Konferenzprogramm zeichnen auch TU Wien-Wissenschafter (Erich Gornik, Karl Unterrainer, Jürgen Smoliner, Gottfried Strasser) verantwortlich. Auf dem Programm stehen Vorträge und Postersessions zu aktuellen Themen. Im Mittelpunkt steht die Halbleiterphysik, in deren Bereichen in naher Zukunft intensive Forschungsaktivität zu erwarten ist.

Materialen

  • Nanostrukturen wie Quantendots und Nanowires mit wenigen Nanometern Durchmesser, die z.B. Speicherzellen für einzelne bzw. wenige Elektronen möglich machen.
  • Neue Formen von Kohlenstoff (Graphen), bestehend aus einer einzigen Lage von Kohlenstoffatomen, d.h. weniger als 1 nm dick und physikalische Eigenschaften, die in keinem anderen Halbleiter zu finden sind
  • Organische Halbleiter, die z.B die Herstellung von extrem billigen Solarzellen möglich machen.
  • Halbleiter-Strukturen für blaue Laser, wie sie z.B. in HD DVD Geräten zu finden sein werden.

    Neuartige Konzepte
  • Es werden Impulse zum besseren Verständnis der physikalischen Grundlagen erwartet, um neuartige Prinzipien der Informationsspeicherung und -verarbeitung zu entwickeln. Diese Fortschritte betreffen die Realisierung und Manipulation von Quantum Bits (qbits), um die Umsetzung eines Quantencomputers möglich zu machen.

    Nanoelektronik
    Die charakteristische Größe elektronischer Bauelemente liegt zurzeit bei 60 Nanometern (nm). In den nächsten 10 Jahren werden sie durch weitere Miniaturisierung auf 15nm zusammen „schrumpfen“. Das klassische Transistorprinzip, auf dem die Bauelemente beruhen, stößt dann auf physikalische Grenzen, die sich aus der Quantentheorie ergeben.

    Verschiedene Ansätze werden verfolgt, um für diesen Zeitpunkt (etwa 2015) neuartige elektronische Bauelemente zu ermöglichen, die auf quantenmechanischen Prinzipien beruhen und neben Silizium auch auf anderen Materialien (z.B. Kohlenstoff-Nanoröhrchen) basieren. Gegenwärtig verwendet die Mikro-und Nanoelektronik ausschließlich elektrische Ladung von Elektronen zur Schaltung. In Zukunft soll auch der Spin der Elektronen und die Eigenschaften von Lichtquanten genützt werden, um ultrakleine und sehr schnelle Bauelemente zu realisieren.

    Insgesamt liefert der Wissenschafts-Standort Österreich qualitativ hoch stehende Ergebnisse zur Entwicklung der Nanoelektronik und wird durch den ausgezeichneten Ruf der ICPS weiter an Bedeutung gewinnen. In zwei Zentren, der TU Wien und der Johannes Kepler Universität (JKU) Linz, wird die notwendige Infrastruktur zur Nanoelektronik-Forschung zur Verfügung gestellt. Sie besteht aus „Cleanrooms“ (Reinräumen) und sehr kostenintensiven Technologie- und Analysesystemen. Die Koordinierung der Infrastruktur erfolgt durch die Gesellschaft für Mikro-Nanotechnologie (GMe) und beugt Zersplitterung und Parallelstrukturen vor. Den beteiligten Forschungsgruppen ist es so möglich, internationale Spitzenforschung zu betreiben.

    Konferenz Web-Site: http://www.icps2006.at/