Forschung an der TU Wien – Von der Grundlage zur Anwendung

Vizerektor Forschung und Innovation

Der Vizerektor Forschung und Innovation koordiniert die Forschungsagenden der TUW und steuert die strategische Entwicklung der Forschung an der TU Wien.

Zuständigkeiten:

  • Forschungsstrategie
  • Forschungsschwerpunkte
  • Forschungssupport
  • Forschungsfacilities
  • Forschungsfinanzierung 

Er ist bei hochdotierten & interdisziplinären Forschungsprojekten und -investitionen einzubinden (Richtlinien), steuert die Forschungsbudgetierung und koordiniert die interne Forschungsförderung.

Die Forschung an der TU Wien stützt sich auf fünf Forschungsschwerpunkte. Diese fünf Säulen repräsentieren die langjährigen Stärken und Kompetenzen der TU Wien und schärfen so ihr Profil im internationalen Wettbewerb. Innerhalb dieser Forschungsschwerpunkte wird fakultätsübergreifend gearbeitet und das Forschungsspektrum laufend weiterentwickelt. Mit den Additional Fields gibt es noch zusätzliche, aber ebenso wichtige Forschungsfelder. Alle Forschungstätigkeiten sind in einer Matrix organisiert.

Vizerektor Forschung und Innovation

Kontakt

Univ.Prof.Dipl.-Ing.Dr.techn. Johannes Fröhlich

Karlsplatz 13, 1040 Wien
Büro: Stiege 1, 1. Stock, Büro des Rektorats

T +43-1-58801-406100
mail@forschung.tuwien.ac.at

1000. Lizenz von TU-Software vergeben

Weltweit wurde soeben die 1000. Lizenz für das an der TU Wien entwickelte Programm WIEN2k verliehen. Damit ist es möglich, die elektronischen Eigenschaften von Kristallen zu berechnen.

Modell

Modell

Modell

Karlheinz Schwarz

Karlheinz Schwarz

Karlheinz Schwarz

Die Computersimulation dringt in atomare Dimensionen vor. Das gilt insbesondere für moderne Materialien wie Sensoren, Katalysatoren oder magnetische bzw. optische Speichermedien, wie sie in Digicams oder PCs eingesetzt werden. Ein optimaler Einsatz solcher Materialien erfordert ein gutes Verständnis und somit eine quantenmechanische Behandlung, da die chemische Bindung durch die Elektronen bestimmt wird, die nicht mehr der klassischen Mechanik genügen. Was Walter Kohn 1998 zum Nobelpreis für Chemie verhalf, nämlich seine Dichtefunktionaltheorie, wurde von zwei Wissenschaftern an der TU Wien noch weiter vorangetrieben. Sie haben mit WIEN2k ein Computerprogramm entwickelt, dessen Vorzüge enorm sind: Nur aus der Kenntnis, welche Atome einen Kristall aufbauen, kann man dessen Eigenschaften berechnen, also bestimmen ob ein Kristall beispielsweise ein Leiter oder Nichtleiter, magnetisch, weich oder hart ist.

1000 Lizenzen in 5 Jahren

WIEN2k wurde während der letzten 25 Jahre von einer Forschergruppe rund um Karlheinz Schwarz (Foto) und Peter Blaha am Institut für Materialchemie entwickelt und wird weltweit in der Materialforschung eingesetzt. Schwarz beschreibt die Leistung des Programmes so: "Gelingt es aus der atomaren und der elektronischen Struktur eines Materials zu verstehen, warum es bestimmte Eigenschaften besitzt, kann man gezielt Verbesserungen erreichen. Man muss nicht alle Möglichkeiten praktisch ausprobieren, sondern kann durch Computersimulationen zu einer Systematik kommen. Wir sind stolz darauf, dass es einer Gruppe der TU gelungen ist, sich in diesem Gebiet weltweit zu etablieren und WIEN2k - insbesondere was die Genauigkeit betrifft - wahrscheinlich zum führenden Standard zu machen. Dieser Tage wurde an die TU München für das Programm seit 2001 die 1000. Lizenz vergeben. Ein Grund zum Feiern!" Zu den Lizenznehmern gehören sowohl die Industrie - bekannte Firmen wie Canon, Motorola, Osram, Samsung, Siemens, Sony und Toyota - als auch renommierte Universitäten wie z.B. das MIT, die ETH Zürich, Harvard, Princeton, Oxford, Beijing, die Max-Planck Institute und viele mehr.

 WIEN2k