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PIDapalooza 2020: ein Überblick

PIDapalooza, ein Festival für Menschen, die sich für persistente Identifikatoren (PIDs) interessieren (auch bekannt als PID-Nerds).

Offizielles PIDapalooza Banner

Offizielles PIDapalooza Banner

PIDapalooza brachte am 29. und 30. Januar in Lissabon Menschen zusammen, die sich für persistente Identifikatoren (PIDs) interessieren: ihre Verwendung, ihre Konfiguration, die Verbindung zwischen ihnen. Kurz gesagt, wie PIDs in der heutigen Forschungslandschaft eingesetzt werden können, um reproduzierbare und verknüpfte Forschung zu erzeilen.

PIDapalooza ist jedoch weit davon entfernt, nur eine weitere konventionelle Konferenz zu sein. Im Gegenteil, jeder Vortrag ist durch die Interaktion mit dem Publikum und den Austausch von Ideen gekennzeichnet.

 

Was wurde auf PIDapalooza diskutiert? Einige Höhepunkte

EOSC PID Policy

Die EOSC PID Policy, die sich an leitende Entscheidungsträger richtet, zielt darauf ab, einen Rahmen für die FAIR-Forschung zu schaffen. Die Hauptidee besteht darin, eine vertrauenswürdige PID-Infrastruktur zu definieren, die für die langfristige Nachhaltigkeit der EOSC geeignet ist.

Der erste Entwurf der PID Policy, die von den Arbeitsgruppen FAIR und Architektur entwickelt wurde, ist in Zenodo verfügbar, und Feedback kann über das PID Forum gegeben werden. Die zweite Version wird im März 2020 veröffentlicht.

PID Forum

Das PID-Forum ist eine im Rahmen des FREYA-Projekts entwickelte Plattform für den Austausch von Informationen über PIDs.

Unter anderem findet man dort Informationen über Best Practices, Veranstaltungen zum Thema PIDs und einen Knowledge Hub mit stakeholderspezifischen Informationen für Bibliotheken, Repositorien, Forschende usw.

Eine offene Frage ist, was mit der Plattform geschieht, wenn das Projekt abgeschlossen ist. Eine praktikable Lösung scheint die Integration in die Ressourcen und Materialien von EOSC zu sein, angesichts der Bedeutung, die PIDs für die föderalen Architekturen von EOSC haben werden.

Graphen und Verbindungen

Ein zentraler Punkt bei der Arbeit mit PIDs ist die Herstellung von Verbindungen zwischen den Entitäten (Autoren, Publikationen, Daten, Events, Organisationen, Instrumenten...).

Zusätzlich zu den Verbindungen selbst haben wir die Visualisierungen von ihnen (die Graphen) und die Informationen, die wir aus ihnen gewinnen können.

Zum Beispiel:

Melroy Almeida stellte in seinem Vortrag „Building ORCID Collaboration Networks using PID Graph“ die Anwendung des PID-Graphen in Australien vor, um Fragen zu beantworten wie:

  • Wie messen wir nicht-traditionelle Forschungsergebnisse?
  • Mit wie vielen Institutionen arbeitet diese_r Forschende zusammen?

Alexander Kujath beschrieb in seinem Vortrag "PID for Open Data: How GRID PIDs are enabling the Linked Open Data platform SN SciGraph" die Anreicherung von Daten mit persistenten Identifikatoren, insbesondere GRID-Identifikatoren für Organisationen, und deren Verwendung zum Aufbau des SN SciGraph.

David Shotton stellte in seinem Vortrag "In-Text Reference Pointer Identifiers - InTRePIDs" eine neue PID vor, die im Rahmen von OpenCitations entwickelt wurde. Mit InTRePID können Zitatanalysen durchgeführt und die Art und der Zweck des Zitats bestimmt werden.

Metadaten

Es ist unmöglich, über PIDs zu sprechen, ohne über Metadaten zu sprechen. Die Schwierigkeit besteht darin, sich mit der Qualität und dem Reichtum der Metadaten auseinanderzusetzen.

Eine weitere interessante Initiative, die vorgestellt wurde, war Metadata 2020. Metadat 2020zielt darauf ab, die Verfügbarkeit von reichhaltigeren, besser vernetzten und wiederverwendbaren Metadaten für alle Forschungsergebnisse sicherzustellen.

Weitere Informationen

Es gäbe noch viele Punkte hervorzuheben und viele inspirierende Gespräche. PIDapalooza ist sicherlich eine empfehlenswerte Veranstaltung.

Alle Präsentationen der Konferenz sind bei Zenodo verfügbar (PIDapalooza 2020 Zenodo Community) und viele Gespräche können auf Twitter (@pidapalooza und #PIDapalooza2020) verfolgt werden.

 

Kontakt

Paloma Marín Arraiza

TU Wien Bibliothek

Twitter: @RDMTUWien