Rechtliche und ethische Konformität

In den Regelwerken der Forschungsförderer liest man häufig so etwas wie:

Data should be openly accessible whenever legally, ethically and technically possible.

Diesen Leitsatz sollten Sie sich bereits ganz zu Beginn Ihres Forschungsvorhabens bewusstmachen, denn im Nachhinein kann es sehr schwierig und aufwendig sein, ein Veröffentlichungsrecht zu erwirken.

Haben Sie sich schon einmal gefragt, wie Sie Ihre Forschungsdaten schützen oder lizenzieren können? Was ist mit der Wiederverwendung von Forschungsdaten eines Anderen? Vielleicht gibt es da schon bestehende Rechte. Es gibt Fälle, in denen die Daten an sich nicht geschützt sind, als Teil einer Sammlung aber sehr wohl. Auch aus Gesetze, die den Schutz vertraulicher Informationen oder persönlicher Daten zum Inhalt haben, kann sich ein Schutzanspruch ergeben.

Bevor Sie über die Lizenzierung oder Nutzung von Forschungsdaten nachdenken, sollten Sie diese Rechte kennen und verstehen.

Wenn Sie Daten offen zur Verfügung stellen und publizieren möchten, muss sichergestellt sein, dass Sie die Rechte dafür haben. Vergessen Sie nicht, eine eventuell beabsichtigte Publikation oder Nachnutzung Ihrer Daten rechtzeitig mit Ihren Partnern aus der Forschung und Industrie abzustimmen. Bedenken Sie auch mögliche Embargofristen.

Rechteinhaberschaft

Auch die Rechteinhaberschaft ist vielleicht nicht immer so klar. Sie ist jedoch von großer Bedeutung, denn nur als Rechteinhaber sind Sie dazu befugt, (freie) Lizenzen zu vergeben.

Die TU Wien verfügt grundsätzlich über die Verwertungsrechte der Forschungsergebnisse und Forschungsdaten, die Sie als TU Wien-Mitarbeiter_in erzeugen. Eine Lizenz für Ihre Forschungsdaten kann daher nur von einer Person vergeben werden, die für die TU Wien vertretungsbefugt ist. Gegebenenfalls müssen Sie eine Lizenz daher mit Ihrem Institutsvorstand oder Ihrem Forschungsbereichsleiter abklären. Das Recht als Urheber genannt zu werden, besteht für Sie in jedem Fall.

Bei Auftragsforschung sind in der Regel die Auftraggeber die Rechteinhaber. Näheres kann unter anderem aus Verträgen mit Forschungsförderern, Auftraggebern oder Arbeitgebern hervorgehen. Bitte kontaktieren Sie zu diesem Thema die TU Wien Expert_innen zum Vertragsservice.

Personenbezogene Daten

Die Verarbeitung personenbezogener Daten erfolgt unter strikter Wahrung der Grundsätze und Anforderungen, die in der DSGVO (Datenschutzgrundverordnung), dem DSG (Datenschutzgesetz) und dem FOG (Forschungsorganisationsgesetz) festgelegt sind. Eine Prüfung der Rechtmäßigkeit der Verarbeitung muss immer einzelfallbezogen erfolgen.

Mehr Informationen zu diesem Thema finden Sie unter Datenschutz an der TU Wien. Ansprechpersonen:

 

Bitte beachten Sie auch folgende Policies und Codes of Conduct der TU Wien sowie Webseiten der TU Wien Datenschutzexpert_innen und des Forschungs- und Transfersupports:

Die „TU-Forschungsethik“ bietet für Forschende Beratung zu Fragen der Ethikvorgaben von Fördereinrichtungen, ethischen Zulassungen, Forschungsintegrität und weiteren Aspekten von Forschungsethik:

  • Identifikation möglicher ethischer Fragen in Ihrer Forschung
  • Integration der Forschungsethik in Ihr Forschungsdesign
  • Berücksichtigung von Ethik-Anforderungen, die von Forschungsförderstellen verlangt werden
  • Formulierung von Aussagen zur Forschungsethik in Forschungsanträgen

Kontakt: Dr. Marjo Rauhala, ethics@tuwien.ac.at, Tel. +43-1-58801-43404

Bitte zu beachten:

Das Zentrum für Forschungsdatenmanagement erteilt keine rechtsverbindlichen Auskünfte.

Die Abteilung Forschungs- und Transfersupport unterstützt Forschende und Forschungsgruppen der TU Wien bei unterschiedlichen Forschungs- und Verwertungsaktivitäten, z.B. beim Patent- und Lizenzmanagement und bei der Gestaltung und Verhandlung von F&E-Verträgen.

Bei Fragen zum Datenschutz oder bei der Verarbeitung personenbezogener Daten kontaktieren Sie bitte die Abteilung Datenschutz an der TU Wien