Forschungsdaten im Projektzyklus

Ansprüche an effizientes Forschungsdatenmanagement hängen stark von den unterschiedlichen Rollen, Blickwinkeln und Projektphasen ab. Die Bedürfnisse reichen von sicherer Verwaltung und einem geschützten Zugriff während des Forschungsprozesses bis zu Infrastrukturen, die es erlauben, Daten einem bestimmten Nutzerkreis zur Verfügung zu stellen oder, gemäß Förderrichtlinien, ausgewählte Datensätze Open Access im Internet zu publizieren.

Forschungsdatenmanagement spielt bereits bei der Projektantragstellung eine Rolle, denn Förderorganisationen richten ihren Blick zunehmend auf Open Science, Open Data und die FAIR-Prinzipien und verlangen für die Umsetzung dieser die Beschreibung des geplanten Datenmanagements. Wir helfen Ihnen bei den richtigen Formulierungen und bei der Kalkulation für Datenmanagementkosten für Ihre Förderanträge.

Datenmanagementpläne beziehen sich auf den gesamten Datentzyklus. Sie erleichtern das Verständnis der eigenen Daten, die Abstimmung zwischen Projektpartnern und helfen, benötigte Ressourcen frühzeitig zu erkennen.

Auch rechtliche und ethische Konformität sollte schon zum Projektbeginn überlegt werden, denn Open Access zu Forschungsdaten und Software erfordert die Beachtung spezifischer rechtlicher Anforderungen. Hierzu zählen neben der grundsätzlichen Frage der Rechteinhaberschaft z.B. der Datenschutz bzw. der Umgang mit personenbezogenen Daten.

Zu Beginn Ihres Forschungsvorhabens und während der Bearbeitung Ihrer Daten geht es darum, geeignete Infrastrukturen für das Management der Daten zu finden, Ihre Daten zu organisieren, sie mit Ihren Projektmitarbeitern zu teilen, Zugriffsrechte zu vergeben und vor unberechtigten Zugriffen zu schützen.

 

*Der Begriff Electronic Lab Notebooks (ELN) umfasst Software, die Forschern hilft, Experimente zu dokumentieren, aber auch als Kollaborationswerkzeug und zur Verwaltung des Laborinventars dient. Die TU.it bietet in einer frühen Alpha Phase Jupyter Notebooks zum Testen von ELNs an.

Bei Interesse schicken Sie bitte eine Nachricht an datalab@tuwien.ac.at.

Die Forderung nach offener Verfügbarmachung von Forschungsdaten Open Access gilt nicht nur für Textpublikationen. Für viele Fördergeber gelten Daten und Software als Ergebnisse, die ebenfalls verpflichtend Open Access und nach den FAIR-Prinzipien zur Verfügung gestellt werden sollen.

Datenrepositorien spielen eine wichtige Rolle bei der langfristigen Aufbewahrung und Publikation von Forschungsdaten.

Persistente Identifikatoren (PIDs) sind unverzichtbar, wenn Sie Ihre Daten publizieren. Auch Forschungsdaten erhalten eine DOI und sind als eigenständige Veröffentlichungen zitierfähig. Persistente Identifikatoren  machen Daten und Datenerzeuger_innen zudem unverwechselbar und sichtbar, indem sie dauerhaft aufeinander referenzieren.

 

Welche Vorteile haben Sie als Forschender von der Publikation Ihrer Daten und Software?

Was haben Sie als Forschender vom Forschungsdatenmanagement oder gar von einer Veröffentlichung Ihrer Forschungsdaten? Wir haben einige der Vorteile für Sie zusammengefasst:

  1. Die Sichtbarkeit, Effizienz und Konformität Ihrer Forschungsaktivitäten werden erhöht.
  2. Ihre Forschungsarbeit wird transparenter und besser nachvollziehbar.
  3. Ihre Daten werden sicher aufbewahrt und können leicht wiedergefunden werden.
  4. Durch dauerhafte Zitierfähigkeit mittels konstanter Internet-Adressen (z.B. DOIs) können Sie Ihren Impact-Faktor erhöhen.
  5. Kooperationen und ein Austausch zwischen den Disziplinen werden gefördert.
  6. Ihre oft kosten- und arbeitsintensiv generierten Daten können auch von anderen genutzt werden und somit ressourcenschonend wiederholt der Forschung dienen.
  7. Im Gegenzug profitieren Sie von den öffentlich zur Verfügung gestellten Daten anderer.
  8. Sie halten die Policys und Richtlinien der Forschungsförderer ein.
  9. Forschungsdaten zu publizieren erhöht Ihre Förderfähigkeit.
  10. Manche Journals akzeptieren Artikel nur, wenn Sie auch die dazugehörigen Daten veröffentlichen.

Bitte beachten Sie:

Unterschiedliche Daten, Auftraggeber und Projektphasen benötigen unterschiedliche Infrastrukturen und Services.