FAIR-Prinzipien

Die FAIR-Prinzipien besagen, dass Forschungsdaten auffindbar (findable), zugänglich (accessible), interoperabel (interoperable) und wiederverwendbar (re-usable) sein sollen. Sie bilden die Grundlage für eine disziplinen- und länderübergreifende Nachnutzung der Daten. Dabei beziehen sich die FAIR-Prinzipien auf alle digitalen Daten, die im Zuge wissenschaftlicher Vorhaben entstehen, d.h. sowohl qualitative und quantitative Forschungsdaten als auch Metadaten oder Algorithmen, Werkzeuge und Software.

Die Auffindbarkeit von Forschungsdaten setzt voraus, dass diese mit Metadaten versehen sind, die von Computersystemen ausgelesen werden können. Dies kann zum Beispiel realisiert werden, indem jedem Forschungsobjekt ein persistenter Identifikator zugewiesen wird.

Um den Zugang zu Forschungsdaten langfristig zu gewährleisten, ist es notwendig diese so aufzubewahren, dass sie (oder zumindest die dazugehörigen Metadaten) mittels anerkannter, standardisierter Kommunikationsprotokolle leicht abgerufen werden können. Unter welchen Bedingungen die Forschungsdaten dann zugänglich sind, sollte von den Forschenden anhand standardisierter Lizenzverträge eindeutig beschrieben werden.

Daten werden als interoperabel bezeichnet, wenn sie ausgetauscht, interpretiert und in einer (semi-)automatisierten Weise mit anderen Datensätzen kombiniert werden können.

Computersysteme müssen also erfassen können, ob Ihre Daten inhaltlich mit anderen Daten vergleichbar sind. Die Verwendung von Metadaten, die auf kontrollierten Vokabularen, Klassifikationen, Ontologien oder Thesauren basieren und ihrerseits den FAIR-Prinzipien unterliegen, hilft dabei.

Um sicherzustellen, dass Forschungsdaten in zukünftigen Forschungsvorhaben wiederverwendet werden können, sollten ihre Metadaten eine ausführliche und detaillierte Beschreibung des Untersuchungszusammenhangs liefern. Auf diese Weise können Forschende, die Forschungsdaten nachnutzen möchten, besser einschätzen, ob diese tatsächlich für ihr Forschungsvorhaben geeignet sind. Zudem müssen die Daten zitierfähig und die Bedingungen, unter denen die Daten nachgenutzt werden können, eindeutig und verständlich dargestellt sein.

GO FAIR

GO FAIR ist eine weltweit (global) agierende Initiative, die prinzipiell jedem offen (open) steht. Unter ihrem Dach kommen Einzelpersonen, Institutionen und Organisationen zusammen, um ihre Bemühungen hinsichtlich eines FAIRen Umgangs mit Forschungsobjekten aufeinander abzustimmen und so Silobildung und Fragmentierung vorzubeugen.