Standards

Die Verwendung von standardisierten Begriffen in Ihrer Datenstruktur ermöglicht Interoperabilität. Nur wenn gleiche Dinge gleich benannt werden, können sie auch richtig interpretiert und die Interoperabilität der Daten mit anderen Systemen gewährleistet werden. Durch genormte Begriffe und eindeutige Kennungen vermeiden Sie außerdem Mehrdeutigkeiten und Redundanzen.

In kontrollierten Vokabularen (Thesauri und Klassifikationen), Normdateien und internationalen Standards (ISO) finden Sie eine große Auswahl an vordefinierten Begriffen, eindeutigen Zuordnungen und genormten Formaten. Neben diesen globalen Festlegungen gibt es häufig auch solche, die eher disziplinspezifisch oder institutionell ausgeprägt sind.

Ein einfaches Beispiel für Standardisierung in Ihrem Forschungsprozess ist z.B. die konsequente Kennzeichnung und Verwendung von

  • Grad Celsius vs. Fahrenheit oder Windgeschwindigkeit gemessen in m/s vs. Knoten/s

Beispiele für Standards

  • ISO 8601 für Datum und Zeit (die international anerkannte, normierte Datumsangabe lautet: JJJJ-MM-TT, d.h. der 27. September 2012 wird als 2012-09-27 dargestellt)
  • ISO 3166 für Länder (z.B. für Österreich "AT" im 2-Buchstaben-Code oder "AUT" im 3-Buchstaben-Code)
  • ISO 639 für Sprachen (z.B. für Englisch "en" im 2-Buchstaben-Code oder "eng" im 3-Buchstaben-Code)
  • GeoNames für geographische Namen und topografische Objekte
  • AGROVOC für Begriffe zu den Themen Landwirtschaft und Ernährung
  • ICD für Krankheiten

 

Tools zur Unterstützung von Standardisierung

Linked Open Vocabularies

wirken wie "semantischer Klebstoff", der es erlaubt, aus einfachen Daten "sinnvolle Daten" zu machen. Linked Open Vocabularies stehen zur Verfügung, um Daten im Web zu beschreiben