Therese Schwarzböck war von August bis September 2017 an der Syiah Kuala University in Banda Aceh, wo sie am Department für Chemieingenieurwesen an der Technischen Fakultät als Gastforscherin tätig war.

Mit Unterstützung des Forschungsteams von Dr. Edi Munawar (Leiter des Labors für integrative Forschung), konnten Sortierungen und Probenahmen von Abfällen auf der städtischen Deponie sowie an einer Abfallsammelinsel geplant und realisiert werden. Damit konnte die Abfallzusammensetzung bestimmt sowie anhand von Elementaranalysen Stoffkennwerte für verschiedene Abfallfraktionen generiert werden. Diese Informationen sind wesentlich für das Dissertationsvorhaben von Therese Schwarzböck, in dem sie die sogenannte Bilanzenmethode zur Bestimmung der Klimarelevanz von brennbaren Abfällen eingehend untersucht und validiert. Durch den Forschungsaufenthalt kann die Anwendbarkeit der Bilanzenmethode außerhalb Europas untersucht werden und die Robustheit der Methode überprüft werden. Zusätzlich können die Potentiale in Indonesien zur thermischen Verwertung von Hausmüll in Zementwerken abgeschätzt werden. Ein Besuch mit ausführlicher Führung im nahegelegenen Zementwerk gab Einblicke in die momentane Praxis von alternativen Brennstoffen in diesem Industriezweig und zeigte mögliche Ansatzpunkte für zukünftige Forschungsschwerpunkte und Kooperationen.

Therese Schwarzböck wurde im Forschungsteam und an der Universität sehr gut aufgenommen und konnte in enger Zusammenarbeit mit Dr. Munawar und den StudentInnen ihre Forschungsaktivitäten voranbringen. Zudem konnte Therese Schwarzböck durch ihren Aufenthalt in Banda Aceh als eine entspannte südostasiatischen Stadt mit außergewöhnlich fröhlichen und neugierigen Menschen kennen- und schätzen lernen. Der Aufenthalt gab Therese Schwarzböck daher die Möglichkeit neben dem fachlichen Kenntnisgewinn auch ihre sprachlichen und interkulturellen Kompetenzen zu erweitern und stellt eine große Bereicherung und Motivation für die Dissertantin dar. Therese Schwarzböck bedankt sich vielmals für die Unterstützung des Lions Club Wien St. Stephan, der dieses Vorhaben ermöglicht hat!